Skaterplatz erfreut sich großer Beliebtheit – Anlieger fühlen sich vom Lärm belästigt

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Der neu gestaltete Skaterplatz erfreut sich großer Beliebtheit, was den Lärmpegel erhöht und die Anlieger belastet. (Foto: Peter)

Marquartstein – Der neu gestaltete Skaterplatz am Sportplatz an der Freiweidacher Straße in Marquartstein erfreut sich großer Beliebtheit. Der gute Besuch bringt jedoch auch mit sich, dass sich der Lärm erhöht – und dass sich die Anwohner belästigt fühlen. Auch diese Angelegenheit kam in der Bürgerversammlung (wir berichteten) zur Sprache.


Die Anlieger hätten aktuell sehr hohe Lärmbelästigungen auszuhalten, berichtete Robert Kling in einer schriftlichen Eingabe. Seit der Platz vergrößert und mit mehr Rampen versehen worden sei, habe sich die Nutzung verdreifacht. Bei schönem Wetter werde der Skaterplatz von 9 bis 21.30 Uhr durchgehend genutzt. Zum Teil seien bis zu 30 Personen auf dem Platz. Dies führe zu einer »Dauerbeschallung von knallenden Skatebrettern und Rampendröhnen«, so der Anlieger. Ein Nachbar arbeite in Nachtschicht und komme dann bei der aktuellen Lärmbelästigung kaum zur Ruhe. Kling brachte seine Bedenken zum Ausdruck, dass im Sommer, wenn es länger hell bleibt, der Platz bis 23 Uhr genutzt werde.

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Die konkreten Fragen von Kling waren: Sind die Sanierungsmaßnahmen schon abgeschlossen oder werden die Rampen noch schallgedämmt und, wenn ja, bis wann? Welche Maßnahmen unternimmt die Gemeinde noch in Sachen Nutzungsdauer? Wie behandelt die Gemeinde als Unterhalter der Fläche den Infektionsschutz gemäß Corona? Wird eine zusätzliche Schallschutzwand oder eine geeignete Schallschutzvorrichtung erstellt? Gibt es eine zeitliche Reglementierung der Nutzung mit Sperrung in der Mittagszeit als Ruhezeit von 13 bis 15 Uhr und nach 20 Uhr?

Bürgermeister Andreas Scheck zeigte Verständnis für die Anlieger am Skaterplatz, die sich immer mehr wegen der steigenden Lärmbelastung beschweren. Er verwies jedoch darauf, dass die Anlage nicht vergrößert worden sei und dass die Anlage auf rechtlichen Grundlagen erstellt worden sei. Es seien die Geräte umgestellt worden, so der Bürgermeister weiter. Doch wolle er nicht in Abrede stellen, dass aktuell die Grenzwerte überschritten werden könnten. Bei den Geräten müssten noch abschließende Arbeiten erledigt werden – was auch an der ausführenden Firma liege, die hier etwas langsam reagiere. Sollten danach die Lärmbelastungswerte überschritten werden, werde es eine Nachbesserung geben, so Scheck.

Die Nutzungszeiten würden nicht verlängert, sagte Scheck. Die Nutzung bis 21.30 Uhr werde auch überwacht. Für die Einhaltung der Corona-Hygieneregeln seien die Nutzer selbst verantwortlich, meinte der Bürgermeister. Er bat die Anlieger noch um etwas Geduld, sicherte jedoch zu, dass die Themen einer zusätzlichen Lärmschutzwand und der Öffnungszeiten zur Beratung in den Gemeinderat gehen würden, wenn es erforderlich sei. MP


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