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Prinzregentensaal wird nicht von Gemeinde gekauft

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Marquartstein: Prinzregentensaal wird nicht von Gemeinde gekauft
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Der Prinzregentensaal in Marquartstein wird weiterhin vom Eigentümer geführt und Veranstaltungen – wie hier die Bürgerversammlung – können dort auch nach wie vor durchgeführt werden. (Foto: M. Peter)

Marquartstein – Der Prinzregentensaal wird weiterhin vom derzeitigen Betreiber geführt – und nicht von der Gemeinde gekauft. Diese wird nun Überlegungen anstellen, wie es mit einem Veranstaltungssaal in dem Ort weitergehen soll. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Marquartstein deutlich. Klaus Hell (Bürger für Marquartstein) informierte über die neuesten Entwicklungen. Er ist Sprecher des Arbeitskreises »Zukunft Prinzregentensaal«.


Unter dem Tagesordnungspunkt »Aktuelles aus der Bürgerbeteiligung« sagte er, dass der Eigentümer den Saal nicht an die Gemeinde verkaufen wolle. Außerdem sei ein Lärmschutzgutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Einhaltung des Lärmschutzes sehr problematisch wäre. Das Landratsamt habe in Gesprächen nur zehn Veranstaltungen in Aussicht gestellt, die länger als 22 Uhr dauern dürften, so Hell weiter. Diese zeige, so Bürgermeister Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein), dass die Realisierung eines Saals sehr schwierig sei. Dabei sei der Veranstaltungssaal selbst nicht das Problem. Sondern die Abfahrt der Gäste nach einer Veranstaltung. Wie es nun mit einem Veranstaltungssaal weitergehen solle oder könne, werde in einer der nächsten Sitzungen beraten, meinte der Bürgermeister. Anschließend wurde der Arbeitskreis offiziell aufgelöst.

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Die Gemeinde hatte bei der Einführung und Eröffnung der Kinderkrippe 2007 beschlossen, dass die Elternbeiträge für einen Platz in der Kinderkrippe den Beitrag für einen Kindergartenplatz nicht überschreiten sollten. Die Gemeinde sah für diese freiwillige Leistung damals eine Notwendigkeit, um die Eltern zu entlasten, da die Kosten für einen Krippenplatz durch den höheren Personalbedarf über dem eines Kindergartenplatzes liegen. Nachdem der Freistaat nun verschiedene Förderprogramme für die Kinderbetreuung aufgelegt hat, ist diese Leistung der Marquartsteiner Gemeinde für ihre Bürger nicht mehr erforderlich, da diese Kosten nun vom Freistaat abgedeckt werden. Sie wird entsprechend auslaufen, ohne dass den Eltern Nachteile entstehen.

Zum Thema Ferienbetreuung wollte Katja Kink (Bürger für Marquartstein) wissen, inwieweit der Plan über die Betreuungsmöglichkeiten in Marquartstein ausgearbeitet sei. Bürgermeister Scheck meinte, dass dieser im Internet abgerufen werden könne. Er räumte jedoch ein, dass das Angebot sehr überschaubar sei. Darauf meinte Gemeinderat Toni Entfellner (Die GRÜNEN/Offene Liste), ob die freien Mittel aus der Förderung der Kinderkrippenplätze für den Ausbau der Ferienbetreuung eingesetzt werden könnten. Hierauf meinte Scheck, dass ohnehin in nächster Zeit Beratungen zur Jugendarbeit anstünden und dieses Thema hier sicher beraten werden könne.

Für den »Trail Run 2020« soll Marquartstein wieder der Austragungsort mit Start und Ziel sein. In einem kurzen Rückblick berichtete Veranstalter Dominik Hartmann über den Trail Run 2019, der im Mai mit rund 780 Teilnehmern in den verschiedenen Klassen ausgetragen wurde. Er bezeichnet die Veranstaltung als durchwegs erfolgreich. Nach Wunsch des Veranstalters soll im nächsten Jahr der Lauf mit der Spitzendistanz von 60 Kilometern vom 8. bis 10. Mai mit erweitertem Rahmenprogramm ausgetragen werden. Bürgermeister Scheck betonte die gute Zusammenarbeit mit dem lokalen Veranstalter und meinte, dass Marquartstein mit seinem Ortskern eine tolle Atmosphäre für die Veranstaltung biete. Der Gemeinderat stimmte für die Unterstützung der dritten Auflage der Laufveranstaltung.

Außerdem beschäftigte sich der Gemeinderat mit drei Bauanträgen und den damit verbundenen Änderungen der Bebauungspläne »Piesenhausen« und »Freiweidach«. Nachdem die Anträge schon mehrmals behandelt und nun alle erforderlichen Vorgaben von den Bauwerbern berücksichtigt wurden, gab es für die Anträge am Altweg und der Freiweidacher Straße je ein einstimmiges positives Votum.

Nur beim Antrag in der Unterleiten stimmte Franz Aigner (CSU/Freie Bürger) dagegen. MP