Menüs auf hohem Niveau: Start der Abschlussprüfungen im Fach Ernährung und Gesundheit

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Die Schüler zeigten ihr Können. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Unter erschwerten Bedingungen legten 20 Abschlussschüler der 10d aus dem sozialen Zweig der Achental-Realschule die praktischen Prüfungen im Fach Ernährung und Gesundheit ab. Die Prüfungen der ersten Maiwoche fanden an drei Tagen für drei Gruppen von Schülern statt und sind in jedem Jahr Auftakt für die nachfolgenden Prüfungen der 10. Klassen für ihren Abschluss zur Mittleren Reife. Heuer waren es 13 Mädchen und sieben Buben.


Heuer gab es noch gründlichere Hygiene-Maßnahmen als sonst, Kochen nur mit Mund-Nasen-Schutz, Lüften so häufig wie möglich, keine Gäste beim Prüfungsessen. Dafür nahmen die Schüler verschließbare Gefäße von zu Hause mit, so dass sich ihre Familien an den gezauberten Menüs erfreuen konnten.

Auch bei der Aufgabenstellung galt es für die Lehrkräfte zu berücksichtigen, dass jeweils nur zwei Schüler in einer Koje auf gegenüberliegenden Seiten kochten und sich beim Arbeiten an den Maschinen nicht in die Quere kamen. Vor den Prüfungen machten alle einen Schnelltest. Danach zogen die Prüflinge ihre Aufgaben per Los.

Ziel der sowohl theoretisch, als auch praktisch anspruchsvollen Prüfungen war es, dass die Schüler die Kenntnisse anwenden, die sie in den vier Jahren Praxisunterricht bei Fachlehrerin Anna Maria Huber und Regina Wimmer gelernt und geübt hatten. Das Ergebnis war ein Gaumen- und Augenschmaus, denn auch auf die optisch ansprechende Garnitur der Speisen, Tischdekoration und das richtige Servieren kommt es an. Während in »normalen« Jahren Angehörige der Schule, Vertreter der Gemeinde, Presse und des Landratsamts Traunstein als Sachaufwandsträger der Schule zum Essen eingeladen werden, konnten heuer nur Prüfungslehrkräfte an dem festlich gedeckten Tisch Platz nehmen und die wunderschön garnierten Speisen genießen.

Die gesamte Prüfung stellte hohe Anforderungen an das praktische Können der Schüler, aber auch an Organisation und Zeiteinteilung. Jeder Prüfling musste innerhalb von vier Stunden mindestens drei Gerichte zu- und alles für das festliche Essen vorbereiten. Dazu gehört anfangs ein schriftlicher Arbeitsplan, auf dem die Schüler erklären, wie sie die per Los gezogenen Aufgaben organisieren und die Reihenfolge der Arbeiten, die sie dafür erledigen. Bewertet werden neben Tischdekoration und richtigem Servieren auch die Hygiene in der Küche, sinnvoller Geräteeinsatz und rationelle Arbeitsweisen.

Trotz der erschwerten Bedingungen »zauberten« die Prüflinge tolle Menüs auf hohem Niveau und bewiesen hohe Motivation mit viel Spaß an der Arbeit. Der erste Teil der Abschlussprüfungen ist somit bei allen mit Bravour gelungen. Der schriftliche Teil wird erst mit den anderen schriftlichen Prüfungen erfolgen. gi