weather-image
21°

Marquartstein richtet Sozialfonds für Notleidende in der Gemeinde ein

4.0
4.0
Bildtext einblenden
Das Rathaus in Marquartstein, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Marquartstein und Staudach-Egerndach. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, ab diesem Haushaltsjahr einen Sozialfonds der Gemeinde einzurichten.


Bürgermeister Andreas Scheck erläuterte, dass sich immer wieder ortsansässige Bürger oder Firmen an die Gemeinde wenden, um Spenden für unschuldig in Not geratene Menschen in der Gemeinde zu leisten. Bisher seien diese Anfragen immer an andere Hilfsorganisationen verwiesen worden. Der Beirat für Soziales der Gemeinde schlug deshalb vor, einen offiziellen Sozialfonds der Gemeinde einzurichten, sodass auch die Gemeinde Spenden entgegennehmen und mit Geld oder Sachleistungen schnell weiterhelfen kann.

Anzeige

Dazu musste der Gemeinderat genaue Richtlinien für den Fonds festlegen und damit der Verwaltung klare Vorgaben für die Vergabe von Mitteln geben. Geschäftsleiter Florian Stephan schlug dem Gremium die Richtlinien vor. Danach erfolgt die Finanzierung des Sozialfonds ausschließlich aus Spenden Dritter. Der Empfängerkreis ist genau geregelt. Es können nur in Not geratene Bürger von Marquartstein bedacht werden. Leistungen werden auf Basis eines schriftlichen Antrags mit schriftlicher Begründung gewährt, wobei ein Nachweis über die Hilfsbedürftigkeit geführt werden muss. Beschlossen wurde, dass entweder der Bürgermeister oder seine Vertreter pro Fall höchstens 400 Euro aus dem Fonds vergeben können, oder ein Vergabegremium, bestehend aus erstem und zweitem Bürgermeister, der Kämmerin und dem Sachbearbeiter für Soziales in der Gemeinde, höchstens 1000 Euro. Verwaltet wird der Sozialfonds von der Kämmerin. Der Eingang von Spenden muss vom Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung genehmigt werden.

Josef Moritz schlug vor, dass jeder Gemeinderat gleich die nächsten beiden Sitzungsgelder in den Fonds einlegen sollte. Florian Stephan erklärte, dass darüber nicht abgestimmt werden könne, weil das die Privatsache jedes Gemeinderats sei. gi