Jahreshauptversammlung der Bergwacht Marquartstein

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Foto: Bergwacht Marquartstein

Marquartstein – Turnusmäßig standen nach vier Jahren die Neuwahlen, bei der Corona-bedingt in zwei Termine geteilten Jahreshauptversammlung, der Bergwacht Marquartstein an. Kassenbericht und Entlastung sowie die Neuwahlen fanden am 15. April als Präsenzveranstaltung unter Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Regeln in Unterwössen im „Alten Bad“ statt.


In ihrem Amt bestätigt wurden dabei Bereitschaftsleiter Sepp Auer und 1. Stellvertretender Bereitschaftsleiter Holger Malchereck. Zum 2. Stellvertreter wurde Markus Pertl gewählt. Des Weiteren gab es keine nennenswerten Änderungen bei den Funktionsträgern. Bereits Ende März war der erste Teil der JHV als Zoom-Sitzung durchgeführt worden. Der Bereitschaft Marquartstein gehören zurzeit 28 aktive Bergwachmänner und Bergwacht-Frauen, vier nicht aktive Mitglieder und sieben Anwärter an.

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Bereitschaftsleiter Sepp Auer dankte allen für die geleisteten Dienste, Einsätze, Ausbildungen und Arbeiten im Umfang von circa 300 geleisteten Stunden. Er bedankte sich außerdem bei den Einsatzkräften, die zusätzlich in Spezialeinheiten engagiert sind und dabei für den ganzen Chiemgau zur Verfügung stehen. Das sind drei Hundeführer, zwei Höhlenretter, ein Canyoning-Retter und zwei Technikteam-Mitglieder. Insbesondere über die engagierten und fähigen jungen Anwärter, darunter drei Mädchen, freute sich Auer. Da könne man der Zukunft sehr zuversichtlich entgegenblicken.

Wegen der Pandemie konnten 2020 einige Veranstaltungen und Vorhaben nicht durchgeführt werden. An Veranstaltungen wurde einzig der zunächst verschobene Trailrun betreut.

Ausbildungsleiter Christian Auer berichtete über 15 Ausbildungseinheiten, vier davon im Gelände, sowie eine Reihe von Theorie-Ausbildungen im Zoom-Format. Während der strengsten Lockdown-Phasen konnten keine gemeinsamen oder zeitweise personell nur sehr begrenzte Ausbildungen durchgeführt werden. Dennoch attestierte Auer allen Aktiven einen hohen Ausbildungsstand.

22 Einsatzkräfte und Anwärter absolvierten die jährliche Hubschrauber-Ausbildung an der Simulationsanlage in Bad Tölz, die Voraussetzung für eine Übung oder einen Einsatz am echten Hubschrauber ist.

Die jungen Anwärter haben erfolgreich an Sommer- und Wintereignungstests sowie dem ersten Teil des Notfallmedizin-Kurses mit Prüfung teilgenommen und teilweise bereits die Sommer- oder Winterprüfung sowie die Naturschutzprüfung bestanden.

Die Verantwortlichen für die Technik und für die Diensthütte am Hochgern, Christian Tegethoff, sowie für den Bereich Einsatz, Antonia Purrer, gaben anschließend ihre Berichte ab: Hier wurde vor allem auf Anschaffungen von neuem Material und standardmäßig erneuerter Einsatzausrüstung der Bergwachtler hingewiesen. Es wurde als neue Software das digitale Alarmierungssystem Divera gekauft, welches mittlerweile für das Einsatzgeschehen und die interne Organisation unverzichtbar ist. An der Diensthütte wurde neben Renovierungsarbeiten mit der Erneuerung der Lawinenverbauung begonnen.

Die Verantwortlichen für Notfallmedizin, Christoph Bader und Felix Jahn, informierten die am Bildschirm versammelte Mannschaft zu den Covid-19-Impfungen und der Masern-Impfpflicht für Bergwacht-Einsatzkräfte.

Der Naturschutzbeauftragte Micheli Bader berichtete über die Naturschutz-Streifen und -Arbeitsdienste.

Die obligate Kassenprüfung entlastete den Kassier Thomas Mayr und auch die Bereitschafts-leitung wurde auf Empfehlung der Kassenprüfung einstimmig entlastet.

Zum Abschluss der Versammlung dankte Sepp Auer den circa 100 Fördermitgliedern und den Spendern, mit deren Unterstützung das hochwertige Equipment immer aktuell gehalten werden könne, sowie der Gemeinde Unterwössen, welche die Achental-Halle „Altes Bad“ für die Neuwahlen kostenlos zur Verfügung stellte.

fb/red


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