Hochplattenbahn wird ab dem nächsten Jahr teurer

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Auch wenn die Preise für die Hochplattenbahn angepasst werden, ist sie nach den Worten von Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) immer noch günstig und familienfreundlich.

Marquartstein – Auch wenn die Preise für die Hochplattenbahn erhöht werden müssen, blieben sie nach wie vor sehr familienfreundlich, insbesondere mit der Familienkarte, meinte Geschäftsleiter Florian Stephan bei den Erläuterungen der Erhöhungen in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Alten Bad in Unterwössen. Die letzten Preisanpassungen waren 2015, beziehungsweise 2018 für die Wintersaison.


Die neue Preisgestaltung wirke sich erst zur Sommersaison 2022 aus. Da die Werbung für die Bahn langfristig gestaltet sei, werde die ausgiebige Vorlaufzeit benötigt. Und die Nutzer der Bahn müssten sich ja auch auf die bereits veröffentlichten Preisangaben verlassen können, schob Stephan ein.

In der Beratung meinte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM), dass die Hochplattenbahn auch nach der Erhöhung im Vergleich zu den umliegenden Bergbahnen nach wie vor günstiger sei.

Die Anpassung sei nach seiner Meinung durch die gestiegenen Energiekosten und den höheren Personalaufwand gerechtfertigt. Die Familienkarte sollte bei der Werbung mehr herausgehoben werden, regte Franz Aigner (BfM) an. Somit würde deutlicher klar, dass bei Familien mit mehreren Kindern nur die beiden Erwachsenen und ein Kind berechnet würden und jedes weitere Kind frei sei.

Martin Riedl (CSU) merkte an, dass die einheimischen Bürger durch die neue Preisgestaltung und die Ermäßigungen den touristischen Gästen gegenüber nicht schlechter gestellt werden dürften. Darauf meinte Scheck, es dürfe nicht vergessen werden, dass ja ein Kurbeitrag erhoben werde und so ein Ausgleich geschaffen werde.

Von verschiedenen Seiten aus dem Gremium wurde eine Ermäßigung für Senioren angesprochen, und ob eine solche Ermäßigung angedacht sei. Von Klaus Hell (BfM) kam die Anregung, eine solche Begünstigung eventuell auf die Wochentage von Montag bis Donnerstag zu legen. Somit würde man eine gewisse Entzerrung am Wochenende erreichen können. Wie eventuelle Begünstigungen für die ältere Generation umgesetzt werden können, werde geprüft, sagte Scheck dazu.

Ab der Saison 2022 kostet für die Erwachsenen die Bergfahrt 12 (jetzt 10) Euro, die Talfahrt 8 (6,50) Euro und für Kinder von 5 bis 14 Jahren 8 (6) Euro, 5 Euro (4,50) Euro und 4 (4) Euro. Die Familienkarte wird 32 (26) Euro kosten, die Bergfahrt 21 (17,50) Euro und die Talfahrt 18 (15) Euro. Die Saisonkarte liegt für Erwachsene bei 100 (90) Euro und für Kinder von 5 bis 14 Jahren bei 50 (45) Euro. Für Urlauber gibt es ermäßigte Preise. Die neue Preisgestaltung ab der Sommersaison 2022 wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Bürgermeister Andreas Scheck informierte auch darüber, dass nach den Corona-Vorgaben bei der Doppelsesselbahn, wie an der Hochplatte, es wohl nicht reichen würde, die Sessel nur mit einer Person zu besetzen. Es würden die drei Gs, – geimpft, genesen, getestet – zu beachten sein.

Dabei stelle sich allerdings die Frage, ob die Überprüfung praktikabel und dem Personal zumutbar sei, meinte Scheck. Es würden noch Überlegungen angestellt, so der Bürgermeister weiter, ob unter diesen Voraussetzungen die Bahn in Kürze geöffnet werden solle.

MP