Gleitschirmflieger stürzt an der Hochplatte in Baum – Nachteinsatz für die Bergwacht Grassau

Marquartstein: Gleitschirmflieger stürzt an Hochplatte in Baum – Bergwacht Grassau rettet Paraglider in Nachteinsatz
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Foto: Bergwacht Grassau

Marquartstein – Schwere Verletzungen am Fuß trug ein 29-jähriger Gleitschirmflieger bei einem Unfall am Sonntagabend an der Hochplatte davon. Der Paraglider war zwischen Friedenrath und Haberspitz in einen Baum gestürzt und musste in einer aufwendigen, nächtlichen Rettungsaktion aus einer Baumkrone in rund 20 Metern Höhe geborgen werden.


Der in Berlin lebende Südafrikaner war gemeinsam in einer Gruppe mit anderen Paraglidern an der Hochplatte gestartet und nach kurzer Zeit auf etwa 1350 Metern Meereshöhe in eine Baumkrone etwa 20 Meter über dem Boden gestürzt. Dabei hatte er sich schwer am Fuß verletzt und daraufhin gegen 19.15 Uhr einen Notruf abgesetzt.

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Die ersten Einsatzkräfte der alarmierten Bergwacht Grassau machten sich mit einem Geländefahrzeug unverzüglich auf den Weg. Weitere Bergretter kamen mit einem Mannschaftsbus und einem Rettungsfahrzeug nach.

Die Suche nach dem Verunglückten im unwegsamen Gelände zwischen Haberspitz und Friedenrath gestaltete sich schwierig, da in den Abendstunden ab 1200 Metern Nebel aufgezogen war und auch bereits die Dunkelheit hereingebrochen war. Das sorgte auch während der Rettungsaktion für erschwerte Bedingungen.

Bilder vom Einsatz am Sonntagabend:

Nachdem die Einsatzkräfte den Paraglider gefunden hatten, stiegen zwei Retter mit Steigeisen auf den Baum, in dem sich der Pilot verfangen hatte, sowie an einem daneben befindlichen Baum zum 29-Jährigen hinauf und sicherten ihn. Anschließend konnte er abgeseilt und vorsichtig hinabgelassen werden.

Am Boden angekommen wurde der Verletzte vom Bergwacht-Notarzt notfallmedizinisch erstversorgt. Im Anschluss musste der Patient sehr aufwendig mit der Gebirgstrage bis zum Rettungsfahrzeug am Haberspitz transportiert werden. Von dort ging es weiter zur Talstation der Hochplattenbahn in Marquartstein, wo der Landrettungsdienst die weitere Versorgung übernahm und den Berliner schließlich ins Krankenhaus brachte.

Nach Angaben der Bergwacht dauerte die Rettungsaktion etwa vier Stunden, 15 Einsatzkräfte waren gefordert. Eine Streife der Polizeiinspektion Grassau nahm das Unglück auf.

red/fb


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