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Gemeinderat in Marquartstein beruft Bürger in Beiräte

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Marquartstein: Gemeinderat beruft Bürger in Gremien-Beiräte – Mountainbike-Beschilderung läuft
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Schilder für die Mountainbikefahrer werden in den Chiemgauer Alpen aufgestellt. (Foto: M. Peter)

Marquartstein – Eine aktive Bürgerbeteiligung sei ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde, betonte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gasthaus Prinzregent. Bereits im Juni hatte das Gremium beschlossen, einen Beirat für Soziales und einen Beirat für Kultur und Bildung einzurichten. In der Folge rief die Gemeinde die Bürger auf, sich für die Mitarbeit in den Beiräten aufstellen zu lassen.


Laut Scheck haben sich für den Beirat Soziales sieben und für den Beirat Kultur und Bildung neun Personen gemeldet. Somit sei die satzungsgemäße Mindestzahl von fünf Personen jeweils erreicht. Scheck schlug vor, sie alle wie gewünscht zu berufen. Der Gemeinderat folgte einstimmig dem Vorschlag. Den Beirat Soziales bilden Peter Raudenbusch, Kathrin Entfellner, Stefanie Kümper, Claudia Kraus, Annette Reichelt, Sofie Nusko und Sandra Altmann. Im Beirat für Kultur und Bildung sitzen Siegfried Götze, Michi Elgass, Dr. Lena Bosch, Herwig Bayerl, Daniela Brindley, Birgit Bader, Claudia Riess, Dr. Jan Bodo Sperling und Angelika Deinhardt.

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Beim Tagespunkt Bekanntgaben hatte der Bürgermeister eine Reihe von Beiträgen. So wird die Bürgerversammlung in diesem Jahr am 20. November bedingt durch Corona im Alten Bad in Unterwössen stattfinden. Dort können die Hygieneauflagen eingehalten werden. Auch die Gemeinderatssitzungen werden künftig im Alten Bad stattfinden. Der Adventsgarten müsse wegen der Pandemie ausfallen, gab der Bürgermeister bekannt.

Wie Scheck weiter berichtete, hat die Kirchenstiftung beantragt, dass die Gemeinde vereinbarungsgemäß die Defizite vom Kindergarten St. Veit für das Jahr 2018/19 von rund 30.000 Euro und wegen der Abrechnungsumstellung für das Rumpfjahr von September bis Dezember 2019 in Höhe von rund 63.000 Euro übernimmt.

Geschäftsleiter Florian Stephan erklärte dazu, dass für den Abrechnungszeitraum 2018/19 das Defizit über 17.000 Euro niedriger ausgefallen sei als veranschlagt, Der Betrag für das Rumpfjahr 2019 müsse relativiert werden, da zu Jahresende viele Zahlungen anfielen, die erst im weiteren Verlauf des Jahres durch Abschlagszahlungen ausgeglichen würden, was durch die Umstellung so nicht geschehen sei.

Für zehn Gemeinden werden laut Scheck aktuell die Mountainbike-Schilder für eine Wegenetz von 800 Kilometern in den Chiemgauer Alpen montiert. Die Gäste könnten sich anhand der Nummern auf den Schildern orientieren. Infotafeln und Streckenpläne sowie eine Karte ergänzten das Informationspaket für die Mountainbiker. Für die Montage werde die aus dem Wander- und Radprojekt vorhandene Infrastruktur so weit wie möglich genutzt.

Neben der Richtungsbeschilderung werde auch für ein verträgliches Nebeneinander der Nutzergruppen in den Alpen geworben. Leider sei es nicht mit allen Mountainbiker ganz einfach, so Scheck, da sie meinten, sie seien auf den ausgewiesenen Strecken und Wegen den anderen Nutzern gegenüber bevorrechtigt. Dadurch komme es dazu, dass die Biker nicht mit Gegenverkehr rechneten, was immer wieder mit anderen Nutzern zu brenzligen Situationen führe.

Durch den unwetterartigen Starkregen Anfang August wurde der Winterwanderweg von der Talstation der Hochplattenbahn zur Bergstation laut dem Bürgermeister schwer beschädigt. Der Weg sei zwischenzeitlich wieder hergestellt, die Kosten würden sich auf über 14.000 Euro belaufen, berichtete Scheck. Im Zuge der Wiederherstellung seien 30 Tonnen Wasserbausteine, 50 Tonnen Schotter und 210 Tonnen Kies verbaut worden.

Auch der Bergwalderlebnisweg sei hergerichtet und in etlichen Bereichen nachhaltig gestaltet worden, fügte der Bürgermeister hinzu. Im Zuge der Arbeiten habe man sich mit der Gemeinde Grassau geeinigt, auch drei Weidetore Richtung Hefteralm auszutauschen. MP


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