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Die hohe Kunst des Kochens – Prüfungsessen an der Achental-Realschule

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Schüler bei der Zubereitung des Prüfungsessens in der Schulküche der Achental-Realschule, im Hintergrund Fachlehrerin Anna Maria Huber. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Karotten-Currycremesuppe, Rote-Bete-Ravioli, Gefüllte Kalbsröllchen oder Himbeer-Mascarpone-Torte – das ist nur eine kleine Auswahl des perfekten Menüs, das die Abschlussschüler der Klasse 10d aus dem sozialen Zweig der Achental-Realschule zauberten.


Das Prüfungskochen ist in jedem Jahr Auftakt der praktischen Prüfung im Fach Haushalt und Ernährung, das mit den nachfolgenden Prüfungen der 10. Klassen für ihren Abschluss zur Mittleren Reife sorgt. Heuer sind nur noch 17 Prüflinge dabei, in anderen Jahren waren es schon doppelt so viele.

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Zwei Gruppen kochten an zwei Prüfungstagen jeweils ein Festmenü und konnten dabei die Kenntnisse anwenden, die sie in vier Jahren Praxisunterricht bei Fachlehrerin Anna Maria Huber gelernt und geübt hatten. Das Ergebnis war ein Gaumen- und Augenschmaus, denn auch auf die optisch ansprechende Garnitur der Speisen, die Tischdekoration und das richtige Servieren kommt es an. Neben Lehrkräften und Ange-hörigen der Schule werden in jedem Jahr auch Vertreter der Gemeinde und des Landratsamts, als Sachaufwandträger der Schule, eingeladen. Heuer freute sich besonders Bürgermeister Andreas Scheck, der erstmals an dem Festessen teilnahm.

Die gesamte Prüfung stellte hohe Anforderungen an das praktische Können der Schüler, aber auch an Organisation und Zeiteinteilung. Jeder Prüfling musste innerhalb von vier Stunden mindestens drei Gerichte zubereiten und alles für den Empfang der Gäste vorbereiten.

Zu der Prüfung gehörte anfangs ein schriftlicher Arbeitsplan, auf dem die Schüler erklärten, wie sie die in der Früh per Los gezogenen Aufgaben organisieren und die Reihenfolge der Arbeiten, die sie dafür erledigen. Bewertet wurden neben Tischdekoration und richtigem Servieren auch die Hygiene in der Küche, sinnvoller Geräteeinsatz und rationelle Arbeitsweise.

Freudige Überraschung für die Gäste war am ersten Prüfungstag ein »Bayerisches Menü« mit sieben Gängen: von einem »Aperitif mit Foccacia« über Amuse Gueule mit Windbeutel, bis zu einem üppigen Nachspeisenteller und zum krönenden Abschluss eine Himbeer-Mascarpone-Torte und Kaffee. Zu guter Letzt wurde jeder Gast noch mit selbst gemachter Erdbeermarmelade und Cantuccini beschenkt. Bewertet wurden die Ergebnisse am Schluss von den beiden Fachlehrerinnen Anna Maria Huber und Bettina Schmuck. Huber erklärte den Gästen, dass im Fach Haushalt und Ernährung viel Wert auf frische Zutaten aus der Region und die Nährstoff schonende Vor- und Zubereitung der Speisen gelegt wird. Die Schüler lernen auch, mit fast vergessenen Lebensmitteln wie Pastinaken, Rauke und Bärlauch umzugehen. Gemessen an den begeisterten Reaktionen der Gäste auf die servierten Köstlichkeiten können sicher nur gute Noten für die jungen Köche herausgekommen sein. gi