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Die Ampel in Marquartstein musste wegen der erforderlichen Größe und den damit erforderlichen Ausmaßen des Fundaments sowie der dortigen Grundstücksverhältnisse in die Mitte des Fußwegs platziert werden. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein geräumiger Fuß- und Radweg vorhanden. (Foto: Peter)

Bürger zeigen Interesse am Geschehen in Marquartstein

Marquartstein – Mit dem gutem Besuch der Versammlung im Prinzregentensaal zeigten die Bürger ihr Interesse an dem, was in der Gemeinde geschehe, sagte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM). Nach seinem ausführlichen Bericht gab es nur vereinzelte Fragen.


Eine Frage zum Skaterpark und den damit verbundenen Lärmbelastungen nach der Neugestaltung hatte Hubertus Kuebart. Das Thema beschäftigt die Anlieger und die Gemeinde schon länger. Kuebart meinte, dass nun die erste von sechs Rampen gedämmt worden sei. Seine Frage: Wann werden die weiteren bearbeitet? Der Bürgermeister meinte, dass jetzt geschaut werde, wie sich die Dämmung auswirkt. Danach solle es zügig weitergehen.

Was denn ins neue Ortszentrum kommen solle, wollte Maxi Elgass vom Bürgermeister wissen. Elgass meinte insbesondere die Gastronomie. Die geplanten Bereiche könnten mit den Überbegriffen »Wohnen, Gastronomie, Ärztehaus, Gewerbe und Apotheke« beschrieben werden, entgegnete Scheck. Der Bereich Einzelhandel sei allerdings nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Städten schwierig.

Nach ihrer Einschätzung ließen die Gebäude, wie sie auf dem Plan platziert seien, keinen Platz mehr für Veranstaltungen wie Märkte oder ähnliches, meinte Lola Mengedoht. Der Bürgermeister erwiderte, dass noch ausreichend Platz für Veranstaltungen sei, auch wenn die Gebäude eine Kante bilden würden. Weiter fügte Scheck an, dass ein Platz laut der Städteplaner nicht zu weitläufig sein solle, damit er angenommen wird. Marquartstein habe mehrere Plätze wie auch am Rathaus, die belebt werden müssten.

Die Oberflächenentwässerung in Piesenhausen sprach Hubert Mayer an. Bei extremen Niederschlägen passiere es, dass der »Angerbach« übergeht. Die Entwässerung müsse mit dem Markt Grassau abgestimmt werden, sagte Scheck. Es werde nun eine Teillösung angestrebt, um eine Lösung für den Angerbach vorzuziehen. Wie weit die Planungen der Bundesstraße 307 in Richtung Schleching sind, wollte Hans Kink erfahren. Weiter meinte er, dass ihm der Bauabschnitt I der Ortsdurchfahrt, der Bundesstraße 305, gut gefalle, doch die Ampelmasten in Richtung Alt-Marquartstein nicht. Die Ampel stehe ziemlich mittig im Fußweg.

Die Ampel habe ein gewisses Ausmaß, das wiederum ein entsprechendes Fundament benötigt, erwiderte Scheck. Da das Fundament nicht in den angrenzenden Privatgrund eingebracht werden konnte, sei die Ampel am jetzigen Standort. Jedoch sei auf der gegenüberliegenden Straßenseite der großzügige Fuß- und Radweg. Beim Thema Bundesstraße 307 müsse er nachhaken, denn die ersten Entwürfe hätten im Herbst 2021 kommen sollen.

Die Neugestaltung und die Baumaßnahmen der Ortsdurchfahrt hätten alle in Marquartstein betroffen, meinte Scheck in seinem Bericht. Die Bauarbeiten laufen seinen Angaben zufolge seit März wieder. Nach jetzigem Zeitplan wolle man ab dem 20. Juni mit den Asphaltarbeiten beim Bauabschnitt III beginnen. Am 2. Juli sei ein Straßenfest geplant, so der Bürgermeister. Zusätzlich seien die Planungen für das »Schrobenhauser Areal« parallel dazu mit Planungswettbewerb gelaufen.

Weiter sind nach den Worten von Scheck die Bebauungspläne MARO, Am Sportplatz, Niedernfels Ost sowie der große alte Bebauungsplan Freiweidach mit der Aufteilung in vier Bebauungspläne überarbeitet und fortgeführt worden. Ebenso habe es eine Bedarfsermittlung für das beabsichtigte Bürgerhaus und die Installation der Stelle für das Quartiermanagement gegeben. Die Stelle will sich nach den Angaben von Scheck die Gemeinde Marquartstein mit Unterwössen teilen und soll eventuell bereits ab den 1. August besetzt werden.

In der Gemeinde waren zum Jahreswechsel gemäß dem Bürgermeister insgesamt 3589 Personen gemeldet, davon 407 mit Nebenwohnsitzen. Auch wenn im Jahr 2021 die Zahlen der Einwohner leicht zurückgingen, sei die Tendenz seit 2015 steigend.

Beim Haushaltsvolumen war 2021 laut Scheck ein sprunghafter Anstieg auf knapp 14 Millionen Euro zu verzeichnen. Das habe jedoch an den Baumaßnahmen der Bundesstraße 305 gelegen. Im Haushalt 2021 sei bemerkenswert, dass trotz der hohen Investitionen eine Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt in Höhe von 1,7 Millionen Euro möglich gewesen sei. Das gebe der Gemeinde einen großen Spielraum für die kommenden Jahre.

MP