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Bergwacht Marquartstein bei mehreren Einsätzen gefordert

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Staudach: Schwerer Bergunfall mit Wanderer – nach Sturz mit Heli ausgeflogen
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Foto: Bergwacht Marquartstein

Marquartstein - Dreimal innerhalb von 24 Stunden wurde die Bergwacht Marquartstein Ende letzter Woche zu Einsätzen alarmiert.

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Trotz intensiver Bemühungen konnte einem 66 jährigem Mountainbiker aus dem Landkreis Altötting, der bei der Auffahrt von Oberwössen in Richtung Sauermöseralm im Taubenseegebiet zu Boden gestürzt war, nicht mehr geholfen werden.

Obwohl der Mann zunächst von seinen Begleitern und dann von den sehr schnell an der Einsatzstelle eingetroffenen Rettungskräften mit zwei Notärzten reanimiert wurde, endete der Einsatz mit einer Totenbergung. Unterstützt wurde der Einsatz vom Rettungshubschrauber Christoph 14 und vom Rettungsfahrzeug der Nachbarbereitschaft Reit im Winkl, das sich zufällig in der Nähe befand.

Gleich zwei Nächte hintereinander wurden die Einsatzkräfte der Bergwacht Marquartstein alarmiert, um vermeintliche Notsituationen aufzuklären.

In der Nacht zum Vatertag war ein Feuerschein auf der Nordseite des Hochgerns gemeldet worden. Es galt aufzuklären, ob es sich um ein alpines Notsignal handelte. Nach längerer Beobachtung wurde das Feuer auch in Absprache mit der Polizei Grassau als Lagerfeuer am Silleck eingeschätzt und entschieden, den angelaufenen Einsatz abzubrechen.

Am Vatertag kurz nach Mitternacht alarmierte ein Bergsteiger erneut die Rettungskräfte: Einer von drei Freunden, die gemeinsam an der Enzianhütte am Hochgern gefeiert hatten und sich nach einem Streit getrennt hatten, war nicht im Tal angekommen. Da ursprünglich ein Biwak am Hochgern geplant war und ein Unfall nicht ausgeschlossen werden konnte, alarmierte der Einsatzleiter der Bergwacht Marquartstein in Absprache mit der Polizei zahlreiche Rettungskräfte wie Hundestaffel, Technikbus, und die Bergwachten Marquartstein und Grassau. Die erste Suchmannschaft, die mit dem Quad vorausgefahren war, fand den Vermissten 36 jährigen Ingolstädter dann schlafend auf der Hausbank der Enzianhütte. Wegen seines leeren Handy-Akkus war keine Kommunikation mehr mit ihm möglich gewesen. Am nächtlichen Einsatz waren unter erschwerten Bedingungen gemäß den Corona-Regeln mehr als 20 Einsatzkräfte beteiligt.