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Ansturm zum Tag der offenen Tür übertraf alle Erwartungen

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Hunderte von Besuchern ließen sich beim Tag der offenen Tür der Eisenbahn-Modellbaugruppe Achental in der Chiemgauklinik von den historischen Eisenbahnanlagen begeistern. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Gut 400 Eisenbahn-Begeisterte trafen beim Tag der offenen Tür der Eisenbahn-Modellbaugruppe Achental in der Chiemgauklinik zusammen. »Dieser Ansturm hat alle unsere Erwartungen übertroffen«, sagt der Schriftführer und Organisator des Vereins, Gerhard Kasparbauer.


Derzeit zählt der Verein 30 Mitglieder, ausschließlich männliche, davon zwei beitragsfreie Jugendliche. Selbstverständlich dürften auch Frauen dem Verein beitreten, aber die Begeisterung für die Schienenfahrzeuge scheint mehr beim männlichen Geschlecht zu liegen.

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Beim einmal pro Jahr stattfindenden Tag der offenen Tür packen alle Mitglieder kräftig mit an. In sogenannten Modulanlagen wurden originalgetreue Nachbildungen von Bahnhöfen und ganze Eisenbahnlandschaften im Maßstab 1:87 präsentiert. Da gab es den historischen Bahnhof von Marquartstein mit vielen liebevollen Details, den Bahnhof Ruhpolding oder den Waldbahnhof von Reit im Winkl, außerdem eine wunderschöne Fantasieanlage, über der die Marquartsteiner Burg thronte. Alle Anlagen stammen aus der Blüte-zeit der Dampfeisenbahnen von 1936 bis 1956. Während der Marquartsteiner Bahnhof und die Fantasieanlage im Besitz des Vereins sind, gehören die orignalgetreu nachgebildeten Bahnhöfe von Ruhpolding und Reit im Winkl deren Erbauer Johann Loferer.

Zahlreiche Familien mit Kindern, aber auch viele ältere, sogar sehr betagte Herren auch von den Nachbarvereinen in Traunstein und Aschau nutzten die Gelegenheit, die Welt der Modelleisenbahn hier wieder neu zu erleben. Die Mitglieder des Vereins beantworteten geduldig alle Fragen und setzten die vielen Züge immer wieder in Bewegung.

Obwohl es im von vielen Einheimischen noch immer so genannten »Eisenbahner-Wohnheim« inzwischen seit über 100 Jahren Eisenbahn-Fans gab, gibt es in der heutigen Chiemgauklinik der Knappschaft Bahn-See den eingetragenen Verein der Eisenbahn-Modellbaugruppe Achental erst seit Juli 2009. Sein Vorsitzender ist Robert Bäumler, der langjährige Geschäftsführer der Chiemgauklinik, zweiter Vorsitzender ist Sepp Stacheter, Schriftführer Gerhard Kasparbauer und Kassenführer Manfred Hollmann.

Die Mitglieder treffen sich einmal wöchentlich donnerstags von 19 bis 21 Uhr im Keller von Haus A der Chiemgau-Klinik, Raum 457a. Da werden Anlagen gebaut, Fachgespräche geführt und gemeinsame Ausflüge geplant, zum Beispiel Besuche von Fachmessen, Börsen und Museen. Der Verein berät außerdem beim Anlagenbau, Kauf und Verkauf von Modellen. Jugendarbeit wird groß geschrieben. Bis 18 Jahre sind sie im Verein beitragsfrei, Erwachsene zahlen nur 50 Euro pro Jahr, so dass der Verein auch auf Spenden angewiesen ist. Die flossen großzügig beim Tag der offenen Tür. gi