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20 Mal die Eins vor dem Komma – Abschlussfeier der Achental-Realschule

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Die besten Absolventen der Achental-Realschule Marquartstein mit einem Notendurchschnitt bis zu 1,5 sind in diesem Jahr – sie stehen auf unserem Bild neben Schulleiter Günther Miller – (von links) Magdalena Fritz, Elena Bischof, Veronika Brandstetter, Teresa Bauer, Katharina Hammerl und Louisa Huber. (Foto: Giesen)

Marquartstein – Guten Grund, fröhlich zu sein, gab es bei der Abschlussfeier der Achental-Realschule in der voll besetzten Aula. 96 Schüler aus vier zehnten Klassen erreichten ihr Ziel und nahmen das Zeugnis der Mittleren Reife unter dem Beifall von Eltern, Großeltern und Freunden in Empfang.


20 Schüler haben heuer sogar eine Eins vor dem Komma stehen, so viele wie noch nie. Beste Schülerin mit einem Durchschnitt von 1,08 ist Teresa Bauer. Hinter ihr folgen Elena Bischof mit 1,25 und Veronika Brandstetter mit 1,33, Louisa Huber mit 1,36, Katharina Hammerl mit 1,42 und Magdalena Fritz mit 1,5.

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Schulleiter Günther Miller verglich die Schule mit einem Zirkus, bei dem sich die Lehrer manches Mal wie Dompteure in einem Raubtierkäfig fühlten. Wie im Zirkus gab es nach den Worten des Rektors Schüler, die wie Jongleure und Seiltänzer bis zum Schluss einen wahren Drahtseilakt vollführten, manche drehten wie Zirkuskünstler eine Ehrenrunde.

Auch mit Clowns sah Miller einige Gemeinsamkeiten, denn einige der scheidenden Schüler bewiesen eine große Portion Gelassenheit. Zum Clown gehöre auch, dass er hin und wieder »auf die Nase fällt«, so Miller, was auch im Leben immer wieder mal passieren könne, wobei der Clown stets wieder aufsteht und im Idealfall aus seinem Fehler lerne.

Ein Zirkus sei umso beliebter, je größer seine Vielfalt sei – und so glänze auch der »Lebensraum Schule« durch seine Vielfalt. Einige hätten zwar mit ihren Stärken und ihrem Können im Unterricht geglänzt, andere aber mehr im Verborgenen durch ihre Hilfsbereitschaft.

Jetzt da der Zirkus seine Zelte abbrechen müsse und die Vorstellung woanders weitergehe, sprach der Schulleiter der gesamten »Zirkusfamilie« mit Lehrern, Eltern und allen Mitarbeitern seinen großen Dank dafür aus, dass es nahezu immer ein harmonisches Miteinander gegeben habe. Für den weiteren Lebensweg wünschte Günther Miller den Scheidenden im Namen der ganzen Schule alles Gute und Gottes Segen.

Für den Elternbeirat gratulierte Vorsitzende Birgit Niklas den Schülern. »Habt keine Angst vor Veränderungen und auch nicht vor Fehlern«, gab sie den Scheidenden mit auf den Weg. »Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen, nicht verstecken – probiert es aus.« Sie ermutigte die Absolventen, an sich zu glauben, auch wenn es manchmal schwer falle.

Eine kurze Rede hielt Schülersprecher Finn Kanngießer mit herzlichen Dankesworten an alle Lehrer, Schulleitung und Hauspersonal. Auch die Klassensprecher aller vier zehnten Klassen richteten kurze Dankesworte an die Lehrer, die sie durch viele Höhen und Tiefen begleitet hatten.

Unter dem Applaus der vielen Gäste überreichte Schulleiter Miller die Zeugnisse mit den jeweiligen Klasslehrern Ingrid Harl für die 10a, Barbara Fleschhut für die 10b, Heinrich Hafner für 10c und Ann Kathrin Bohn für die 10d.

Vom Elternbeirat besonders geehrt wurde Paul Prassberger, der sich seit der siebten Klasse im Sanitätsdienst in besonderer Weise für das Schulleben eingesetzt hatte. Auszeichnungen erhielten außerdem die Tutoren Anna-Lena Obinger und Finn Kanngießer sowie die Streitschlichter Anna Reisenauer und Lucy Fuchs.

Unterhaltsam und abwechslungsreich war die musikalische Gestaltung der Feier durch Celine von Reppert, die zwei selbst komponierte Lieder mit Gitarre und Gesang zu Gehör brachte, Lukas Auer aus der 6d mit einem Stück auf der Ziach sowie der Big Band der Schule mit acht Instrumentalisten.

Der Abschlussfeier war ein ökumenischer Gottesdienst in der Marquartsteiner katholischen Kirche vorausgegangen. Anschließend gab es einen Stehempfang für alle Gäste mit nicht-alkoholischen Getränken und Häppchen, die die Schüler der Klasse 9d im Fach Haushalt und Ernährung mit ihrer Lehrerin Anna Maria Huber vorbereitet hatten. Den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten bildete am Abend der traditionelle Abschlussball in der Festhalle Hohenaschau. gi