Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Kirchanschöring
Bildtext einblenden
Vorsitzende Manuela Babinger (von links) und ihre Stellvertreterin Irmi Rackerseder gratulieren den langjährigen Vereinsmitgliedern Josef Stuttrucker, Ehrenvorsitzender Anni Tahedl, die nun bereits seit 70 Jahren den Kirchanschöringer Gartlern die Treue hält, Georg Jäger, Irmgard Kraller und Franz Walter. Anni Tahedl leitete den Verein, um den sie sich sehr verdient gemacht hat, viele Jahre lang. (Foto: Caruso)

Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Kirchanschöring

Kirchanschöring – Neben den Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder stand ein Fachvortrag von Kreisfachberater Markus Breier bei der Jahreshauptversammlung des Kirchanschöringer Obst- und Gartenbauvereins im Salitersaal im Fokus.


Vorsitzende Manuela Babinger freute sich, die Neumitglieder Johanna Quehenberger, Thomas und Emma Obermeier, Katharina Mayer, Ingrid Mayer und Nadine Hogger mit einem Obstbäumchen als Willkommensgeschenk begrüßen zu dürfen. Mit diesen sechs Neuen steigt die Mitgliederzahl der Gartler kontinuierlich nach oben. Aktuell beträgt sie 399. Babinger kündigte zudem an, dass sie und mit ihr viele aus dem langjährig tätigen Vorstand im nächsten Jahr ihr Amt niederlegen möchten.

Die Vorsitzende und ihre Stellvertreterin Irmi Rackerseder konnten auch viele Gartler ehren, die vor 25 oder 40 Jahren ihre Vereinsmitgliedschaft unterschrieben haben. »Ganz besonders stolz sind wir natürlich auf Anni Tahedl«, würdigte Babinger die Ehrenvorsitzende. Denn Tahedl ist seit 70 Jahren im Verein und stand viele Jahre an dessen Spitze. »In dieser Zeit hat sie das Vereinsleben sehr aktiv mitgeprägt, und zu seinem heutigen Erfolg beigetragen«, sagte Babinger und überreichte ihr einen schön bepflanzten Blumentopf.

Über kleine Präsente freuten sich Georg Jäger, Irmgard Kraller, Josef Stuttrucker, Franz Walter, Inge Kriechbaumer und Adolf Niedergünzl, die auf eine 40-jährige Mitgliedschaft blicken. Seit 25 Jahren im Verein sind Sieglinde Gaugler, Marianne Haunerdinger, Rosina Kellner, Gernot Neuer, Elisabeth Rosmer, Annelies Stadler, Theresia Viebacher und Ludwig Zehentner.

Schriftführerin Katharina Stöwe erinnerte anhand von zahlreichen Bildern an die einzelnen Aktionen, die der Gartenbauverein trotz Corona-Einschränkungen in den vergangenen Monaten realisieren konnte. Etwa die Malaktion von Frühlings- und Osterbildern in Erinnerung, mit denen Kirchanschöringer Kinder den Bewohnern des Hauses der Begegnung eine Freude machten.

Manuela Babinger gab eine Vorschau auf die geplanten Aktionen. Anfang Juni steht eine Gartenbesichtigung bei Regina Eder an und im Juli eine Radtour nach Fridolfing. Fix im Terminkalender stehe auch das Binden der Kräuterbuschen im August. Der Vereinsausflug führt in die Weihenstephaner Sichtungsgärten und in den Welt-Wald bei Freising. Nach der Weihe an Maria Himmelfahrt verkaufen die Gartler stets ihre Kräuterbüschel, der Erlös kommt einem sozialen Zweck zugute. Wie Kassiererin Rosmarie Mangelberger berichtete, kamen so im vergangenen Jahr 630 Euro zusammen. Der Betrag ging als Spende an die Bürgerstiftung Berchtesgadener Land für die vom Hochwasser Betroffenen.

Worauf sich Hobby-Gärtner durch die Erderwärmung einstellen müssen, darüber berichtete der Traunsteiner Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, Markus Breier, unter dem Titel »Sommerglück und Gartenpracht, vom Umgang mit dem Klimawandel«. Breier erläuterte, welche Zierpflanzen, Gemüsesorten, Bäume und Obstbäume und andere Gehölze in der Region überhaupt eine Zukunft haben.

Bürgermeister Hans Jörg Birner griff den Vortrag in seinem Grußwort auf. Der Klimawandel habe auch Auswirkungen auf die Raumnutzung der Gemeinde. Den Gartenfreunden bestätigte Birner, dass sie wertvolle Bildungsarbeit für Jung und Alt leisten. Nicht nur dafür gebühre ihnen großer Dank, sondern auch, weil sie sich so aktiv bei Festen im Ort einbringen und zu einem schönen Ortsbild beitragen.

ca