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Beitrag zum überregionalen Wanderwegekonzept

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Einer der Ausgangspunkte zum Wanderweg, der am Rodingbach entlangführt, liegt an der Hipflhamer Straße.

Kirchanschöring – Nicht ohne Grund ist in der Gemeinde Kirchanschöring schon vor längerer Zeit die Idee entstanden, den Wanderweg entlang des Rodingbachs aufwerten zu lassen, mit Objekt- und Informationsschildern auszustatten und zu einem barrierefreien Weg auszubauen. Denn dieser Weg ist gut frequentiert und wird im Sommer ebenso gern genutzt wie im Winter. Er könnte dann Teil des angedachten Friedensweges durch das Dorf werden.


»Nach unserer Vorstellung soll er ein für alle nutzbarer Wanderweg sein, der sich auch gut für Wanderer und Spaziergänger, die mit der Gehhilfe oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind, eignet«, sagte Bürgermeister Hans-Jörg Birner, als er im Gemeinderat die verschiedenen Maßnahmen vorstellte, die Kirchanschöring im Rahmen des überregionalen Wanderwegekonzepts umsetzen möchte. Das Konzept soll bis zum Jahr 2023 realisiert werden. »Mit dem Ausbau des Wanderwegs am Rodingbach würde uns auch die gefahrenfreie Anbindung des Schulwaldes an die Grundschule und den Kindergarten gelingen«, so Birner. Eventuell lasse sich noch eine Querungshilfe für den in der Nähe des Schulwaldes geplanten Waldkindergarten einbinden. Durch die Weginstandsetzung könnte Kirchanschöring ein idyllisch gelegenes Naherholungsgebiet am Ortsrand schaffen, das leicht erreichbar ist und auch von Menschen genutzt werden könnte, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.

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Im Zuge der weiteren Beratungen über das Wanderwegekonzept hat sich der Gemeinderat dafür ausgesprochen, die Start- und Zielpunkte seiner zwei sich über zahlreiche Ortsteile und Weiler erstreckenden Wanderwege aufwerten zu lassen, die auch an sehr entlegenen Winkeln Kirchanschörings vorbeiführen. Infrage kommen der Parkplatz beim Sportheim an der Laufener Straße (für den geplanten Friedensweg), der Parkplatz bei der Lodronhalle am Kirchenweg in Kirchstein (für den Lodron-Rundweg) und der Parkplatz an der Rathaus-Wiese (für den mehr als elf Kilometer langen Luise-Rinser-Rundweg). Diese Ausgangs- und Zielpunkte sollen dann auch Informationstafeln erhalten.

Entlang der Wege will die Gemeinde an geeigneten Stellen zudem wetterfestes Mobiliar wie etwa Sitzbänke oder Tisch-Bank-Kombinationen aufstellen lassen, damit sich die Spaziergänger und Wanderer ausruhen und die schöne Aussicht genießen können. »Wo wir welches Sitzmobiliar postieren, hängt vom Förderbescheid zur Radweg-Begleitinfrastruktur ab,« sagte Birner.

Sämtliche Kirchanschöringer Wanderstrecken erhalten auch eine neue einheitliche Beschilderung. Überdies wurden zehn neue Hundetoiletten und ein Bushalte- oder Wartehäuschen in den Förder-Antrag mit aufgenommen, um später bei der Detailplanung möglichst flexibel zu sein. Denn dieses Wanderwegekonzept stellt ein Kooperationsprojekt von 25 verschiedenen Gemeinden dar, das großzügige LEADER- Zuschüsse erhält.

Der Gemeinderat nahm die vorgesehenen örtlichen Maßnahmen zur Umsetzung des überregionalen Wanderwegkonzepts zur Kenntnis. Die Gesamtmaßnahmen im Gemeindegebiet belaufen sich auf 259 000 Euro netto. Der Eigenanteil Kirchanschörings beträgt 103 600 Euro netto. Vorbehaltlich einer zu erwartenden Netto-Förderung von 60 Prozent (155 400 Euro) aus dem LEADER-Förderprogramm stimmte der Gemeinderat zu, die Maßnahmen umzusetzen und den Brutto-Eigenanteil der Gemeinde (152 813 Euro) zur Verfügung zu stellen.

Bürgermeister Birner stellte zu diesem Beschluss jedoch fest, dass die Mehrwertsteuer nicht förderfähig ist und daher von der Gemeinde, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt ist, vollständig übernommen werden muss. »Es handelt es sich aber um keinen Umsetzungsbeschluss.« Der jetzt gefasste Beschluss bekunde nur die Bereitschaft für eine gemeinschaftliche Realisierung der Wanderregion nach den erarbeiteten Maßnahmen aus dem Konzept, unterstreiche die Zusammenarbeit im Projektgebiet und bilde die Basis zur Antragstellung der Fördergelder.

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