Außergewöhnlich lange Mitgliedschaft: Ehrungen im Obst- und Gartenbauverein Kirchanschöring

Außergewöhnlich lange Mitgliedschaft: Ehrungen im Obst- und Gartenbauverein Kirchanschöring
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Dem Jubilar Sepp Brüderl granulieren (stehend von rechts) die Chefin des Gartenbauvereins, Manuela Babinger, Bürgermeister Hans-Jörg Birner und die stellvertretende Vorsitzende der Gartenfreunde, Irmi Rackerseder.

Kirchanschöring – Da die Leistung derer, die sich ehrenamtlich im Obst- und Gartenbauverein Kirchanschöring engagieren, von großer Bedeutung für den Verein sind, ehrte die Vorstandschaft in einer extra dafür anberaumten, kleinen Feierstunde ihre langjährigen Mitglieder.


»Dieses ehrenamtliche Engagement darf weder für uns, noch für die Gemeinde als Selbstverständnis angesehen werden«, sagte die Vorsitzende der Gartenfreunde, Manuela Babinger. Sie freute sich, dass die zu Ehrenden so zahlreich ihrer Einladung gefolgt waren. Diese Auszeichnung sei auch für den Verein etwas Besonders, da man mit der Verleihung einer Urkunde zu einer außergewöhnlich langen, 75 Jahre währenden Mitgliedschaft eine Premiere feiere. »Das übertrifft die Erwartungen wohl so sehr, dass dafür gar keine eigenen Ehrenzeichen mehr vorgesehen sind.«

So verlieh Babinger im Namen des Landesverbands auch allen die goldene und damit die höchste Ehrennadel, die es für eine Vereinszugehörigkeit überhaupt gibt. Erhalten kann sie, wer mindestens 50 Jahre vorweisen kann. »Sepp Brüderl ist aber schon so lange bei uns, dass dafür schon keine speziellen Urkunden mehr zur Verfügung stehen«, meinte die Vorsitzende humorvoll. Denn Sepp Brüderl ist seit stolzen 75 Jahren im Gartenbauverein Kirchanschöring. »Noch nie durften wir eine Ehrung für so eine lange Vereinszugehörigkeit aussprechen«, betonte Babinger.

Die Neu-Gründung des Vereins liegt zwar erst 74 Jahre zurück. Ein Vorläufer davon existierte aber bereits seit dem Jahr 1925. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg stand die Selbstversorgung mit Gemüse und Obst im Vordergrund. Für viele Familien war die Selbstversorgung und Vorratshaltung aus dem eigenen Garten selbstverständlich und überlebensnotwendig.

So bestand auch der Vater von Sepp Brüderl darauf, dass sein Sohn den Obstanbau so früh wie möglich und von der Pike auf lernt, und meldete ihn schon als ganz jungen Burschen im örtlichen Verein an.

Sepp Brüderl durfte sich nun ebenso über den großen Beifall der Anwesenden freuen, wie die beiden Mitglieder, die dem Verein seit 60 Jahren die Treue halten. Therese Mayer und Paul Langwieder. Für diese Treue ließ ihnen der Landesverband die Ehrennadel am Bande zukommen und der örtliche Verein bedankte sich mit einem Geschenk und mit Beifall.

Eine Ehrennadel mit Kranz, ein Geschenkkörbchen und viel Applaus gab es auch für Thomas Wallner, der aktuell als einziger auf 50 Jahre im Gartenbau-verein blicken kann.

Die Schar der zu ehrenden Mitglieder, die vor 40 Jahren eintraten, war dann schon deutlich größer. So wurden mit Christian Aicher, Walter Birner, Maria Brüderl, Sebastian Brüderl, Thomas Fellner, Franz Huber, Alois Lapper, Marianne Lechner, Dr. Wolfgang Mayer, Kathi Singhartinger, Silvia Stadler, Karl Straßer, Hertha Stromeier und Irene Zehentner gleich 14 Vereinsangehörige mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet und mit einem Dankeschön-Geschenk bedacht.

Das gab es auch für 25-jährige Tätigkeit in der Vereinsleitung. So lange engagieren sich dort schon Elisabeth Haunerdinger und Theresia Abfalter. In ihrer Vorstandsfunktion tragen die beiden Frauen nicht nur zu einem florierenden Vereinsleben, sondern auch zu einem stets blühenden Ort und einem gepflegten und ertragreichen Schulgarten bei.

Eine Ehrennadel in Silber verbunden mit einem Blumengruß oder einem Präsentkörbchen erhielten dann die weiteren zwölf Personen, die dem Verein seit 25 Jahren angehören: Helga Brüderl, Gabriele Hummelberger, Ina Hilgert, Anneliese Kleinwötzel, Konrad Kraller, Franz Roider, Gabriele Roider, Manuela Seidenfuß, Michaela Stockhammer, Andrea Straßer, Leokardia Wallner und Lydia Wallner.

Bürgermeister Hans-Jörg Birner überbrachte die Grüße der Gemeinde und sprach der Vorstandschaft ein Kompliment aus. Kirchanschöring dürfe sich glücklich schätzen, so aktive Gartenbauvereine zu haben. Gerade die Einschrän᠆kungen in der Freizeitgestaltung während der Pandemie habe gezeigt, wie wertvoll ein eigener Garten sei. Auch wenn er oft viel Arbeit mit sich bringe, bedeute er auch Freiheit und Erholung. Es seien gerade die Gartenvereine, die zur Verschönerung ihrer Heimatgemeinde beitrügen, sagte Birner und dankte den Geehrten für ihr langjähriges Engagement.

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