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Weiter mit bewährtem Bürgermeistertrio

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Inzell: Weiter mit bewährtem Bürgermeistertrio
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Das Bürgermeistertrio in Inzell um Gemeindechef Hans Egger (Mitte) bleibt gleich, nur dass Michael Lorenz (links) in den nächsten sechs Jahren als zweiter Bürgermeister gesetzt ist und Richard Hütter nun das Amt des dritten Bürgermeisters inne hat.

Inzell – Der Gemeinderat wählte in seiner konstituierenden Sitzung Michael Lorenz zum neuen zweiten Bürgermeister. Das Amt des dritten Bürgermeisters hat künftig Richard Hütter inne.


Bürgermeister Hans Egger, der die neu gewählten Gemeinderäte vereidigte, freute sich über die Anwesenheit der beiden Geistlichen Pater Cleetus und den evangelischen Pfarrer Thomas Seitz. Beim kirchlichen Segen sprach Pater Cleetus von der Wahrheit Gottes, die auch im Gemeinderat ein fester Bestandteil sein solle. Pfarrer Thomas Seitz las von König Saul, dem ersten König von Israel, der er eigentlich gar nicht werden wollte. »Dient nicht vor den Augen der Menschen, sondern setzt Euch für das ein, von was ihr im Innersten überzeugt seid, egal, ob es zum eigenen Vorteil ist oder nicht.« Pater Cleetus verdeutlichte dies noch, indem er von Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Klugheit zum Wohl der Gemeinde sprach.

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Gemäß der Gemeindeordnung wurden die vor zwei Monaten gewählten neuen Gemeinderäte vereidigt. Hans Egger verdeutlichte noch einmal die Bedeutung des Amtes eines Gemeinderates. »Es ist ein besonderes Ehrenamt zur Mitgestaltung, bei dem persönliche Belange nicht gewünscht sind.«

Er wünsche sich gemeinsam mit dem neuen Gemeinderat auch ein solch konstruktives Arbeiten, wie in den letzten sechs Jahren. Gemeinsam das Beste für Inzell solle im Vordergrund stehen, ein Handeln sei hier nicht aus parteipolitischer Sicht gewünscht, sondern im Sinne der Gemeinde. Er freue sich auf eine gemeinsame Zusammenarbeit ohne Fraktionszwang.

Anschließend legten die neuen Gemeinderäte gemeinsam ihren Eid ab. Es waren dies Petra Maier, Christian Strobl und Josef Tratz (alle CSU), Christoph Treiner und Maximilian Bacher (Junge Liste), Johann Pauli und Rainer Tobsch (Bürger für Inzell), Markus Ried (Grüne) und Markus Kötzinger (SPD).

Zur Wahl der stellvertretenden Bürgermeister schlug Annette Schneider den bisherigen dritten Bürgermeister Michael Lorenz als zweiten Bürgermeister vor. Von den abgegebenen 17 gültigen Stimmen entfielen 16 Stimmen auf Michael Lorenz und eine Stimme auf Petra Maier. Lorenz bedankte sich für das Vertrauen. »Ich finde es eine große Ehre, so viele Stimmen zu erhalten. Mir macht die Gemeindepolitik Spaß und ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.«

Als dritten Bürgermeister schlug Sepp Rieder den bisherigen zweiten Bürgermeister Richard Hütter vor, der anschließend mit 16 Stimmen gewählt wurde. Eine Stimme erhielt Markus Kötzinger. Hütter bedankte sich für das Vertrauen bei seinen Ratskollegen und verwies auch nochmal auf das sehr vertrauensvolle Team in den letzten Jahren. »Es war wirklich eine harmonische Zusammenarbeit mit sehr viel Vertrauen untereinander. Ich freue mich schon auf weitere gute Gespräche.«

Weiter wurde über eine Aufwandsentschädigung bei Sitzungen abgestimmt. Die ehrenamtlichen Gemeinderatsmitglieder erhielten bisher für ihre Tätigkeit ein Sitzungsgeld von je 25 Euro für die notwendige Teilnahme an Sitzungen des Gemeinderats oder eines Ausschusses. Dies sollte nun auf 35 Euro erhöht werden. Diese Entscheidung kam aus der Verwaltung, weil man sich den Nachbargemeinden anschließen wollte.

Annette Schneider erklärte, dass sich viele gefreut haben, wenn man sich anderen Gemeinden angleicht. Sie findet es gut, dass das Sitzungsgeld erhöht wird. Sepp Tratz (CSU) sah sich in der Zwickmühle. »Für mich ist das gleich in der ersten Sitzung eine schwierige Entscheidung, denn es gibt für mich noch keine Anhaltspunkte, wie die Arbeit abgeleistet wird. Deshalb werde ich auch dagegen stimmen.«

Sepp Rieder als dienstältester Gemeinderat erläuterte, dass man immer der billigste Gemeinderat im Landkreis war und auch aus diesem Grund sei es durchaus vertretbar, wenn das Sitzungsgeld erhöht wird. Bei zwei Gegenstimmen (Sepp Tratz und Markus Kötzinger) wurde die Erhöhung des Sitzungsgeldes abgesegnet. Für die Ausschüsse gibt es weiterhin 25 Euro Sitzungsgeld und für auswärtige Tätigkeiten gibt es Reisekosten und Tagegelder nach den Bestimmungen des Bayerischen Reisekostengesetzes.

Michael Lorenz schlug als Fraktionssprecherin für die CSU Annette Schneider vor und als Stellvertreter fungiert künftig Sepp Tratz. Christoph Treiner führt die junge Liste und wird von Sebastian Bacher vertreten. Richard Hütter erklärte, dass die »Bürger für Inzell« und SPD eine Liste bilden, wozu auch Markus Ried (Grüne) mit eingeladen wird. Sprecher ist Sepp Rieder und Stellvertreter Michael Kötzinger.

Christoph Treiner schlug vor, eine »EinheimischenArbeitsgruppe« als neues Projekt zu gründen mit solchen Themen, die Inzeller Bürger betreffen und die sich intensiv mit solchen Themen auseinandersetzen wie zum Beispiel Einheimischenbauplätze, Beachvolleyballplatz, etc. hw