Solider Haushaltsplan der Gemeinde Inzell

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Hohe Investitionskosten kommen auf die Gemeinde zu, um die Max-Aicher-Arena wieder auf Vordermann zu bringen. Die Eisschnelllaufbahn muss saniert werden und hierfür sind im Haushalt 1,15 Millionen Euro veranschlagt.

Inzell – Rund sechs Millionen Euro wird die Gemeinde Inzell heuer investieren. Das geht aus dem Haushaltsplan hervor, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschloss. Der Verwaltungshaushalt schließt mit knapp 16 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit fast 5,9 Millionen Euro. Zusammen mit dem Haushaltsplan wurde ein Finanzplan aufgestellt, der neben dem Vorjahr und dem aktuellen Planungsjahr auch die drei Folgejahre umfasst.


Kämmerin Maria Hardt stellte den Gesamthaushalt des Jahres vor. Sehr detailliert ging sie auf die verschiedenen Investitionen ein, die heuer umgesetzt werden sollen. Gerade im Bereich Sport und Gesundheit wird es wegen der coronabedingten Schließung des Badeparks und der Max-Aicher-Arena zu enormen Einsparungen kommen müssen. Ebenso erwartet Maria Hardt einen massiven Einbruch bei den Schlüsselzuweisungen. »Das Stück vom Kuchen wird diesmal deutlich kleiner ausfallen.« Auch der Trend bei der Kreisumlage geht merklich nach unten.

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In der Finanzplanung der kommenden Jahre wurden bereits jetzt große Investitionsmaßnahmen beschlossen. Unter anderem die Generalsanierung des Hallenbads im Badepark und eine Sanierung der Eisschnelllaufbahn in der Max-Aicher-Arena.

Die Sanierung der Gemeindestraßen und damit verbunden die Sanierung der Wasser- und Abwasserversorgung bedarf ebenfalls hoher Haushaltsmittel. Fast 600 000 Euro steckt die Gemeinde heuer in die Straßensanierungen: Dazu kommt die Brücke in Wien mit 533 000 Euro. 720 000 Euro fließen in den sozialen Wohnungsbau mit dem Mehrfamilienhaus im Baugebiet »Gschwall Nord«.

Eine weitere hohe Investition ist die Sanierung des Badeparks Inzell, die mit 500 000 Euro veranschlagt ist. Wichtig für die Gemeinde und damit für den Fremdenverkehr werden Radwege sein, für die 180 000 Euro angesetzt sind. Für die Heizung und die Kühltechnik im Festsaal sind 60 000 Euro vorgesehen und die Rathaussanierung ist mit 42 000 Euro eingeplant.

Ziel sei es, wann immer möglich, die Investitionen mittels Förderprogrammen und Beiträgen zu finanzieren, sagte Maria Hardt. Eine Entnahme der Rücklagen beziehungsweise weitere Kreditaufnahmen sind diesmal notwendig. Das mit Abstand größte Vorhaben in den nächsten Jahren ist die Sanierung des Hallenbads, die Planungen dafür sind bereits angelaufen. Allerdings gibt es noch keine genaue Zusage über die Höhe der Förderung. Anders sei die Lage bei dem Mehrfamilienhaus in Gschwall, bei dem die Finanzierung über mehrere Jahre mittels Förderungen planbar ist.

Bürgermeister Hans Egger zeigte sich zufrieden: Trotz Corona könne die Gemeinde viele geplante Maßnahmen in die Tat umsetzen und die Investitionen für die Zukunft sehe er durchwegs positiv. Durch die hohen Rücklagen sei der Schuldenstand trotz einer leichten Erhöhung nach wie vor auf einem sehr niedrigen Stand.

»Das Mehrfamilienhaus ist in meinen Augen eine durchaus gute Entscheidung für die Zukunft, um jungen Familien Wohnmöglichkeiten zu bieten«, so der Bürgermeister. Der Schuldenstand zum Ende dieses Jahres wird auf 3,6 Millionen Euro berechnet, das bedeutet eine Pro-Kopf- Verschuldung von knapp über 800 Euro.

hw


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