Sanierung des Hallenbads: Gemeinde fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen

Sanierung des Hallenbads: Gemeinde fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen
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Foto: Symbolbild, pixabay

Inzell – Bürgermeister Hans Egger berichtete im Gemeinderat auf Nachfrage, dass sich die Planung für den Umbau des Hallenbads durch die Gemeinde als »sehr zäh« erweisen würde. »Der derzeitige Stand ist nicht so, wie wir uns das vorstellen. Und wir warten immer noch auf einen Vorbescheid seitens der Regierung. Nun kommt auch noch ein Hagelschaden dazu und wir sind eigentlich nicht handlungsfähig.«


Bereits vor vier Jahren hatte es die ersten Kontakte mit der Regierung von Oberbayern mit Plänen für den Umbau und die Renovierung gegeben. Doch seitdem ist wenig bis gar nichts passiert. Die Verantwortlichen von damals sind nun in einer anderen Abteilung. Und mit der Neubesetzung sind die notwendigen Kenntnisse, was die Neugestaltung betrifft, nicht mehr in vollem Umfang vorhanden. »Wir haben Angebote gemacht für persönliche Gespräche und wären auch nach München gefahren, aber all dies wurde angelehnt«, erläuterte Egger. Der Bürgermeister ist keineswegs zufrieden. Alle erforderlichen Unterlagen seien der Regierung von Oberbayern geliefert worden. Sie verfolge offensichtlich eine »Hinhaltetaktik«.

Inzwischen hat sich die Gemeinde Inzell an Landrat Siegfried Walch gewandt, der Kontakt mit der zuständigen Behörde aufnimmt und sich um einen Termin kümmert. Das ist dringend notwendig, denn durch die letzten Unwetter mit Starkhagel hat das Flachdach Schaden genommen und muss repariert werden. Die hohen Kosten für eine aufwändige Reparatur könnten mit in den Umbau integriert werden.

Sommereis wird sehr gut angenommen

Positiv gestaltet sich dagegen die Situation mit dem Sommereis, das sehr gut ausgelastet ist. In einer Woche war die Nachfrage so groß, dass die Eisfläche – die 400-Meter–Bahn und das Eishockeyfeld – von 7.30 Uhr bis 23.15 Uhr an Mannschaften vergeben werden konnte. Für die vielen Nationen einschließlich der deutschen Nationalmannschaft gibt es Zeitfenster, an denen das Training durchgeführt werden kann. Im letzten Jahr gab es die Eisfläche im Hockeyfeld nicht – und das neue Angebot wird heuer besonders angenommen. Eishockeycamps finden am Wochenende statt. Kinder und Erwachsene nutzen das Angebot des Sommereises sehr gerne.

Petra Maier (CSU) brachte zur Sprache, dass sich die Zufahrt zur Kritischen Akademie manchmal für schwerere Lkws problematisch gestalte. Die Brückenbegrenzung auf neun Tonnen sei sowohl von Nieder-achen, als auch aus Richtung Hammer bei Wien sehr gering bemessen und deshalb oftmals schwierig für den Lieferverkehr zu bewältigen. »Dafür muss eine Lösung gefunden werden«, forderte Petra Maier zum Handeln auf.

Bürgermeister Egger versprach, sich dieses Themas anzunehmen. Entspannung gebe es dann sicherlich, wenn die Brücke bei Wien wie geplant umgebaut werde.

Hans Egger gab bekannt, dass sich Flächenmanager Sven Krische für einen Wochenmarkt ausgesprochen habe, ähnlich wie in Ruhpolding und Siegsdorf. Laut dem Gemeindeoberhaupt soll es aber nun erst eine Absprache mit den Bäuerinnen und Metzgern geben, wie so etwas umgesetzt werden kann.

hw