Pfarrer Otto Stangl verabschiedet – Der Weg führt zurück nach Ruhpolding

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Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter und Hedi Schmid überreichten Pfarrer Otto Stangl zum Abschied einen Geschenkkorb mit Inzeller Spezialitäten. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Die Pfarrgemeinde Inzell/Weißbach hat Pfarrer Otto Stangl in einem Gottesdienst verabschiedet. Er widmet sich nun wieder voll und ganz seiner Aufgabe in der Pfarrei St. Georg in Ruhpolding. Stangl war seit März 2018 nach der Verabschiedung von Pfarrer Quirin Strobl auch für die Pfarrei Inzell/Weißbach als Pfarradministrator verantwortlich gewesen. Diese Aufgabe übernimmt nun der neue Pfarrer von Inzell, Thomas Weinzierl.


Zu Beginn des Gottesdienstes erzählte Otto Stangl eine kleine Anekdote, dass er bereits in den Ruhestand treten würde. »Nach der Ankündigung in der Presse, dass ich als Pfarradministrator in Inzell/Weißbach aufhöre, kamen Anfragen per Mail, warum ich mich jetzt schon zur Ruhe setzen will. Doch dem kann ich entgegensprechen. Ich werde weiter Pfarrer in Ruhpolding bleiben«. Der Geistliche bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Es sei keine Flucht, sondern nur die Rückkehr zu seiner ursprünglichen Aufgabe.

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Die Flucht aus Ägypten war Thema in der Lesung von Gabi Maier. Eine donnernde Stimme Gottes forderte die Israeliten auf, aus Ägypten zu fliehen. Mit zur Aufgabe machte er ihnen, seine Gebote zu bewahren für ein langes Leben.

Das Matthäus-Evangelium von Gemeindereferent Philip Moser handelte von den Jüngern, die auf einem Berg in Galiläa den auferstandenen Jesus treffen wollten. Dieser versprach ihnen: Ich bin mit Euch alle Tage bis ans Ende der Welt.

Diese Aussage sah Pfarrer Stangl auch in seiner Predigt als sehr bedeutend an. »Jesus ist immer an unserer Seite. Um das zu verdeutlichen, setzt er solche Aussagen gerne an den Schluss seiner Worte«. Das sei auch oft bei Aufsätzen, Filmen und der Musik so, dass die Kernaussagen oftmals ans Ende gestellt werden, sozusagen als wichtiger Abschluss und bedeutender Ausblick, der dann in Erinnerung bleibt. Diese eindringlichen Worte habe Jesus oftmals auf einem Berg gesprochen mit dem Inhalt: Wer mich sieht, sieht den Vater.

Die Botschaft Jesu sei immer auf die innere Suche bezogen. »Gehet hin – auf Menschen zu« – Seine Lehren habe er selbst vorgelebt. »Auch wir sollten versuchen, so zu leben, mit Worten und Taten, wie er uns das vorgegeben hat«, so Pfarrer Stangl.

Abschließend bedankte er sich bei den Gläubigen für die letzten dreieinhalb Jahre und wünschte für die Zukunft alles Gute. »Die freundschaftliche Verbundenheit bleibt auf jeden Fall erhalten, Ruhpolding ist ja nicht so weit weg.«

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter lobte den Pfarradministrator, dass er sich dieser Herausforderung gestellt und diese Doppelbelastung auf sich genommen habe. Hütter ging auch noch einmal auf die nicht ganz einfachen Vorzeichen ein bei der Bewältigung dieser Aufgabe, wie Pfarrer Stangl dies auch im Pfingstpfarrbrief angemerkt hatte. »Wenn ein System von Anfang an kompliziert ist, dann sind Schwierigkeiten nahezu unausweichlich.«

Als Geste der Dankbarkeit überreichte Hütter zusammen mit Hedi Schmid am Ende des Gottesdienstes einen Geschenkkorb mit Inzeller Köstlichkeiten. Pfarrer Otto Stangl freute sich sichtlich.

hw


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