Pater Cleetus in Inzell verabschiedet

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Pater Cleetus wurde in der Inzeller Pfarrkirche St. Michael bei einem sehr emotionalen Gottesdienst offiziell verabschiedet. Die beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Albert Hütter aus Inzell (links) und Hubert Zach aus Weißbach überreichten dem Geistlichen zum Dank am Ende die Geschenke. (Foto: Wegscheider)

Inzell – »Ich bin 100 Prozent sicher, den schönsten Beruf der Welt gewählt zu haben und nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für mich nach fast drei Jahren in Inzell«, so Pfarrvikar Pater Cleetus bei seiner Verab-schiedung in der Pfarrkirche St. Michael. Der Geistliche wird die Pfarrei Inzell/Weißbach Ende Mai verlassen und zum Pfarrverband Velden (Dekanat Geisenhausen) wechseln.


Der Chor unter Leitung von Monika Schmidt und Organistin Ines Preinfalk eröffnete den Gottesdienst mit dem Lied »Gegrüßet seist Du Königin«. Pater Cleetus wies auf die Zeit vor Pfingsten hin, eine Zeit, die auf die Ankunft des Heiligen Geistes hindeutet: »Wir sollten Gott danken, denn er ist es, der unser Leben bereichert.«

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In der Lesung aus dem 1. Johannes-Brief von Andrea Gietl kam das auch zum Ausdruck. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns. Diese Liebe war zudem Thema in der Predigt von Pater Cleetus. Wir Christen sollten zum Glauben stehen und dabei zitierte er Schlagerstar Maite Kelly, die den Weg zwischen Show und Glaube als Gratwanderung bezeichnete.

Anschließend ging er noch auf seine nicht immer ganz einfache Zeit in Inzell ein. Jesus habe Zeugnis gegeben von der Liebe Gottes und eckte dabei oft an. »So ist es mir auch in Inzell manchmal ergangen«. Tradition und Werten gegenüber sei ich nicht weltfremd, habe nur vielleicht eine andere Sichtweise. »Ich wollte anderen gegenüber in keiner Weise überheblich wirken.« Dazu erinnerte Cleetus an die Worte von Papst Benedikt em. und dessen Aussage, die Feinde der Kirche kämen nicht von außen, sondern von innen. Der Glaube müsse sich mitten in der Welt zeigen mit dem Motto: Global denken – lokal handeln!

Mit den Fürbitten wünschte Andrea Gietl Pater Cleetus alles Gute für die Zukunft. Sie würdigte sein Wirken in Inzell. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Albert Hütter sagte: »Es gab einige gemeinsame Erlebnisse und persönliche Gespräche und ich schätze Deine spirituelle Art sehr. Das wird mir sehr fehlen. Mit Deiner offenen und fröhlichen Art hast Du schnell den Zutritt zu den Inzeller und Weißbacher Pfarrmitgliedern gefunden«.

Er bedauerte, dass am Ende viel gemutmaßt und diskutiert wurde, was für Pater Cleetus belastend und erdrückend war. Sehr froh ist Hütter allerdings darüber, dass zum 1. Juni die Pfarrei Inzell/Weißbach wieder eine Leitungsstelle erhält. »Das ist in der heutigen Zeit keineswegs eine Selbstverständlichkeit«. Als Geschenk überreichte er eine selbst gebastelte Weltkugel mit den beiden »Heimländern« Indien und Deutschland und dem Dankspruch: »Ein Vergelt's Gott aus Inzell und Weißbach«. Darüber hinaus erhielt Pater Cleetus ein Fotobuch mit Erinnerungen an sein Wirken in der Pfarrgemeinde.

Pater Cleetus war sichtlich erfreut über die ergreifende Rede. »Gott sei Dank bin ich gesund und kann die neue Stelle antreten. Es wird sicher eine Umstellung, doch die war es auch, als ich nach Inzell kam. Man braucht einfach etwas Zeit zum Fußfassen«. Abschließend bedankte er sich mit bewegenden Schlussworten für die Anerkennung, das Verständnis und die Unterstützung besonders bei den Ehrenamtlichen.

Als Überraschung präsentierte ihm eine kleine Gruppe der Mitsingers zum Abschied das Lied »Gott segne Dich« von Martin Pepper und wünschten Pater Cleetus auch auf diesem Weg alles Gute.

hw