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Neun Gemeinderäte verabschiedet – »Viel Erfahrung geht verloren«

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Inzell: Neun Gemeinderäte verabschiedet – »Viel Erfahrung geht verloren«
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Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die letzte Sitzung des Inzeller Gemeinderats dieser Legislaturperiode im Ernst-Rappel-Saal abgehalten, um den notwendigen Abstand zu garantieren.

Inzell – In der letzten Sitzung des Gemeinderats in dieser Legislaturperiode wurden neun ausscheidende Gemeinderäte verabschiedet. »Viel Erfahrung geht im Inzeller Gemeinderat verloren, wenn ihr nun nicht mehr dabei seid«, sagte Bürgermeister Hans Egger.


Die Verabschiedung lief allerdings anders ab, als man das aus von früher her kennt. Denn eine persönliche Übergabe von Erinnerungsgaben und Händeschütteln war aus bekanntem Grund nicht angesagt. Deshalb holten sich alle ihr persönliches Geschenk einzeln am Tisch ab.

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Verabschiedet wurden Jürgen Schwahn (SPD, seit 2019 im Gemeinderat), Hans Huber (SPD, seit 2019), Christian Mailhammer (CSU, seit 2015), Julia Egger (Bürger für Inzell, seit 2014), Stefan Steinbacher (Junge Liste, seit 2014), Annelie Gromoll (OBIC, seit 2002 anfangs auch 3. Bürgermeisterin), Peter Spannring (Bürger für Inzell, seit 2002), Markus Maier (CSU, seit 2002, 2008/09 3. Bürgermeister) und Rudi Heitauer (CSU, seit 1996).

Viel erreicht in den letzten sechs Jahren

Hans Egger merkte in seinem Rückblick an, dass die letzten sechs Jahre sehr schnell vergangen seien. Es gab ein sehr vertrauensvolles Arbeiten nicht nur im gesamten Gemeinderat, sondern auch speziell mit den beiden Bürgermeistervertretern Richard Hütter und Michael Lorenz. Der Beginn der letzten Legislaturperiode war geprägt von großen finanziellen Schwierigkeiten. Die Max-Aicher-Arena, das Hallenbad, Straßen- und Gebäudesanierungen waren nur einige Projekte, die zu Buche standen und die es galt zu optimieren. Arbeitsgruppen wurden gegründet, um die Kosten zu minimieren.

Mit der wichtigste Punkt sei die nachhaltige Konsolidierung der Gemeindefinanzen mit einer Halbierung der Schulden von acht Millionen Euro auf drei Millionen Euro, bei gleichzeitiger Investition von circa sechs Millionen Euro unter anderem bei der Sanierung von Schule, Turnhalle, Straßen und für ein Blockheizkraftwerk (BHKW) an der Max-Aicher-Arena. Durch das BHKW seien die jährlichen Energiekosten um rund 300.000 Euro gesenkt worden. Egger betonte: »Das geht natürlich nur, wenn alle an einem Strang ziehen«.

Ein weiterer Fokus des alten und nun auch neuen Gemeinderats war und wird das Thema Wohnraum sein, so Egger. Im Baugebiet Gschwall seien noch einige Bauplätze zu haben und es werden auch gemeindeeigene Häuser gebaut.

»Inzell ist Vorreiter beim ÖPNV im Kreis Traunstein« mit einer, für Gäste und Inzeller Bürger, kostenlosen Dorflinie, wie Egger herausstellte. Ein wichtiger Punkt zur Energieeinsparung war die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, wodurch der Stromverbrauch halbiert wurde.

Die Sanierung des Inzeller Hallenbads werde eine der wichtigen Aufgaben des neuen Gemeinderats werden. Die Anträge auf Förderungen seien bei der Staatsregierung gestellt und man warte auf die notwendigen Zusagen. Es stehen auch eine Sanierung der Außenfassade und der Heizung des Rathauses an. Diese Maßnahmen seien im neuen der Haushalt bereits enthalten.

Neben diesen konkreten Vorhaben sein die Förderung des Tourismus und der Landwirtschaft eine der Kernanliegen der Gemeinde. Weiterhin wies Egger darauf hin, dass in Inzell das Handwerk auch in Zukunft ein wichtiger Faktor für eine lebenswerte Gemeinde darstelle. Auch wies er darauf hin, dass die Übernachtungszahlen auf über 600.000 gestiegen seien; das spreche auch für Inzell als Tourismus- und Sportgemeinde. hw