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Ein neues »Übergangskreuz«, errichtet von Michi Scheurl und Peter Ober, schmückt derzeit den Gipfel des Gamsknogel, da das bisherige durch Blitzschlag und Sturmböen zerstört wurde.

Neues Gipfelkreuz am Gamsknogel

Inzell – »A Berggipfe ohne Kreuz, des geht doch gor ned«, ist die überzeugende Meinung von Peter Ober, der mit seinem Schwager Michi Scheurl ein neues Übergangskreuz am Gamskogel errichtet hat. Das alte, große Kreuz war bekanntlich durch Blitzschlag und Sturmböen beschädigt worden und kann nicht mehr verwendet werden.

Die beiden Inzeller Trachtler, die selbst viel in den Bergen unterwegs sind, hatten die spontane Idee, den Gamsknogel mit einem Kreuz auszustatten, bis im nächsten Jahr das neue aufgestellt werden kann und bei der Bergmesse gesegnet wird. Anlässlich der Beerdigung seiner Oma Anneliese Scheurl hat Michi Scheurl ein Holzkreuz gestaltet, das nun den Gipfel am Gamsknogel schmückt. »Für die Oma wollte ich ein schönes eigenes Kreuz zur Beerdigung und deshalb hab' ich dieses damals gemacht. Jetzt steht's amoi am Gipfe herom«, berichtet Scheurl. Vor kurzem stand dieses Holzkreuz auch noch am Grab von Betti Scheurl.

Um das neue Gipfelkreuz angemessen auszustatten, hat Peter Ober noch eine Holztafel mit einem aussagestarken Verserl versehen. Am ursprünglichen Standort wurde das Kreuz nun im Betonsockel verankert und soll bis zum nächsten Frühjahr/Sommer dort stehen bleiben, bis das neue Kreuz aufgestellt wird.

Das vom Wind umgeworfene Gipfelkreuz wurde von Michi Scheurl und Peter Ober mit der Akkuflex zerlegt und wird dann im nächsten Jahr mit dem Hubschrauber weggeflogen. Der etwa 30 Kilogramm schwere Herrgott soll wieder am neuen Kreuz angebracht werden und wurde dazu von Ober und Scheurl ins Tal getragen.

hw