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Kritische Akademie Inzell ist ein wertvoller Partner

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Wegen der starken Schneelast im Januar stürzte das Dach einer Garage an der Schmelzer Straße ein. Der Inzeller Gemeinderat war nun einstimmig für den Bauantrag, das Gebäude wieder zu sanieren und das Dach zu erneuern. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Interessante Themen gab es in der jüngsten Inzeller Gemeinderatsitzung, wobei der neue Leiter der Kritischen Akademie Inzell, Gebhard Schwägerl, einen Rückblick und ebenso einen Ausblick auf das Geschehen in der Bildungsstätte gab. Darüber hinaus informierte der Leiter der Cajetan-Adlgasser-Sing-und- Musikschule, Markus Gromes, über eine Erhöhung der Musikschulgebühren ab dem neuen Schuljahr.


Schwägerl erklärte den Namen der Bildungseinrichtung. »Die Benennung war früher nur ein Arbeitstitel, denn man wollte die Dinge anfangs eher kritisch betrachten und einen Beitrag zur Besserung leisten. Allerdings ist es oft so, dass sich Provisorien lange halten und so blieb der Begriff 'Kritische Akademie' bis heute.«

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Schwägerl ist nun seit zwei Jahren Geschäftsführer und betonte die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Es gebe so gut wie keine Probleme, im Gegenteil, viele der 68 Beschäftigten kämen aus Inzell. »Die Wohnortnähe ist nicht nur aus ökologischer Sicht sehr sinnvoll, das ist auch ein großes Eigeninteresse von uns. Ich selbst bin seit 18 Jahren in der Akademie und das Arbeitsklima ist ausgezeichnet. Es hört so gut wie nie jemand auf, erst wenn man in den wohlverdienten Ruhestand geht«, sagte er.

An die 23 000 Übernachtungen sind in der Kritischen Akademie jährlich zu verzeichnen und oft reichten die Zimmer nicht aus, sodass man bei Tagungen auch ausweichen müsse auf den nahe gelegenen Heissenhof. Normalerweise sind die Besucher eine Woche bei Tagungen in Inzell. Insgesamt gibt es an die 900 Veranstaltungen in Bayern (der Erwachsenenbildung-Sitz ist in Inzell) und auch Bildungsreisen nach Luxemburg und sogar China.

Bei einer Tagung sind bis zu 800 Gäste aus ganz Deutschland in Inzell. Dafür sei es auch wichtig, dass die Ausstattung angemessen passt und funktioniert. Das Glasfaserkabel ist nun endlich angeschlossen und soll ab 31. Mai verfügbar sein. Dies sei von enormer Bedeutung, um den Standort zu stärken. Eine erfolgreiche Ausbildung von Nachwuchskräften sei ebenso wichtig, wie ein gesundes Arbeitsklima.

»Wir wollen nicht nur abgreifen, sondern sehen uns als echtes Gemeindemitglied. Ziel ist es auch, dass die Leute nach einer absolvierten Tagung auch wieder als Gäste nach Inzell kommen«, so Schwägerl. Seit Jahren gebe es eine gute Zusammenarbeit mit den Handwerkern aus Inzell und der Region. Im Januar gab es dafür ein großes Fest mit über 100 Handwerkern, die in den letzten Jahren dort gearbeitet haben. »Solange gearbeitet wird, ist die Zukunft auch gesichert. Die Konjunktur in Deutschland ist schon seit einiger Zeit sehr gut und das kommt uns zugute«, so Schwägerl. Allein 2,3 Millionen Euro seien im letzten Jahr in die Reparatur und Instandhaltung gesteckt worden. Man hoffe auf weiter gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde Inzell.

Behandelt wurde zudem ein Bauantrag zu Abbruch und Wiedererrichtung eines Garagengebäudes an der Schmelzer Straße nach dem Dacheinbruch wegen der starken Schneelast im Januar. Die Erschließung ist nach wie vor vorhanden und auch die planungsrechtlichen Voraussetzungen sind gegeben. Somit gab es keine Gründe, gegen den Bauantrag zu stimmen. Das Vorhaben wurde einstimmig abgesegnet.

Der Leiter der Cajetan Adlgasser Sing- und Musikschule Markus Gromes berichtete über die Erhöhung der Musikschulgebühren. Dies sei den steigenden Personalkosten nach Tariferhöhungen geschuldet. Um der Defizitentwicklung entgegenzuwirken, müssen die Einnahmen aus den Gebühren leicht erhöht werden (durchschnittlich um zwei bis drei Prozent). Letztmalig wurden die Gebühren im Jahr 2018 angepasst.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für eine Erhöhung aus. Gromes berichtete zudem, dass die Vorbereitungen für das 50-jährige Jubiläum in vollem Gange sind. Die Festschrift wird derzeit erstellt und einige Spenden seien erfreulicherweise auch schon eingegangen. Diese seien auch notwendig, um das Jubiläum zu finanzieren. hw