weather-image
25°

Kinderkrippe kommt in die Inzeller Schule

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Die ehemalige Gaststätte Café Hummelsberger am Falkensteinweg in Inzell soll in eine Wohnung umgebaut werden. Der Gemeinderat war einstimmig für diese Nutzungsänderung. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Überwiegend Bausachen standen auf der Tagesordnung der jüngsten Inzeller Gemeinderatsitzung, die alle vom Gremium abgesegnet wurden. Zugesagt hatten auch die beiden Planer des Nutzungskonzepts der Max-Aicher-Arena, die aber nicht kamen.


Seitens der Gemeinde wurde die Nutzungsänderung der Grundschule zum Einbau einer eingruppigen Kinderkrippe, einer Kindergartengruppe und der Mittagsbetreuung für die Grundschüler sowie der Einbau eines Büros (Leitung und Vorzimmer) für die Musikschule im Erdgeschoß in der Schulstraße eins bis drei beantragt. Bauherr ist die Gemeinde Inzell.

Anzeige

Der Physikraum im Untergeschoß des Südflügels soll zu einer eingruppigen Kinderkrippe werden. Die Außenansicht sowie die Grundfläche einschließlich der tragenden Bauteile bleiben unverändert. Planungsrechtlich ergeben sich keine Einwände, die Festsetzung als Sondernutzung Schule bleibt bestehen. Da nur im Keller in zwei Räumen eine Nutzungsänderung erfolgt, die restlichen Räume nach wie vor Schule bleiben, ist die Abweichung städtebaulich vertretbar und die Grundzüge der Planung werden hierdurch nicht berührt. Dem Antrag auf Befreiung von der Festsetzung im Bebauungsplan Schulstraße zur Teilnutzung als Kinderkrippe und Kindergartengartengruppe wurde einstimmig zugestimmt.

Eine weitere Nutzungsänderung war der Bauantrag, aus der Gaststätte am Falkensteinweg eine zusätzliche Wohnung zu machen. Die ehemalige Gaststätte Café Hummelsberger soll in eine Wohnung umgebaut werden. Das Ortsbild darf nicht beeinträchtigt werden. Da diese Anforderungen eingehalten werden, ist das Bauvorhaben planungsrechtlich zulässig. Die Gemeinderäte waren einstimmig für den Umbau, wobei doch viele es schade fanden, dass es im Ort wieder eine Wirtschaft weniger gibt.

Zur Behandlung kam auch die Aufstellung der Änderung des Bebauungsplans »Alte Säge« mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. Seitens der Bürger gab es keine Einwendungen. Die Untere Bauaufsichtsbehörde merkte an, dass die Erschließung privatrechtlich geregelt sein müsse. Zur Höhenlage des geplanten Gebäudes seien keine näheren Informationen in der Bauleitplanung enthalten. Es gebe keine Angaben, wo das Eingangspodest sei, welche Höhenlage in Bezug auf die Geländeumgebung der Höhenbezug habe und ob dies für das geplante Gebäude angemessen sei. Insoweit könne auch über die ortsplanerische Verträglichkeit der geplanten Wandhöhe keine Beurteilung erfolgen.

Der Bund Naturschutz stellte fest, dass sicher ein Teil der Grünstrukturen, vor allem einige Bäume, nicht erhalten werden könnten. Artenschutzrechtliche Vorgaben und Rodungszeitfenster müssten daher im Bebauungsplan festgesetzt werden, sofern sie nicht in den Festsetzungen des Bebauungsplans »Alte Säge« von 1993 enthalten seien.

Peter Spannring (Bürger für Inzell) wollte festgesetzt haben, dass wenigstens die seitliche Wandhöhe im Bebauungsplan festgelegt wird, sodass das neue Gebäude nicht so hoch wird, wie zum Beispiel das Hotel Post. Es müsse an die nebenliegenden Gebäude angepasst sein.

Ein weiterer Punkt war ein Änderungsantrag für den Anbau einer zusätzlichen Wohnung in Breitmoos 24. Bereits 1972 wurde ein Bauantrag für einen Erweiterungsbau eingereicht, aufgrund der ortsgestalterischen Bedenken aber von Gemeinderat und Kreisbaumeister abgelehnt. Inzwischen sei die Situation jedoch geändert und der Gemeinderat sah keinerlei Bedenken, dem Antrag einstimmig zuzustimmen.

Ebenso ohne Einwände wurde der Bau einer Doppelgarage mit Holzlege in Breitmoos 12 abgesegnet. Der Neubau solle 70 Quadratmeter Nutzfläche haben. Die Abstandsflächenübernahmen der Nachbarn lägen vor. Das Dachniederschlagswasser müsse auf dem Grundstück versickern, befestigte Zufahrtsflächen seien wasserdurchlässig herzustellen.

Zum Abschluss stellte dritter Bürgermeister Michael Lorenz fest, dass die beiden Zuständigen für das Sicherheitskonzept und die Nutzungsmöglichkeiten der Max-Aicher-Arena nicht da waren, obwohl der Termin zugesagt wurde. »Wir brauchen uns nicht zum Narren halten lassen.« Man sollte sich Gedanken machen, ob man nicht einen neuen Verantwortlichen bestellt, der ein solches Konzept ausarbeitet. Annette Schneider (CSU) bestand darauf, die beiden offiziell zur nächsten Sitzung einzuladen, egal, ob das Endergebnis präsentiert werden kann oder nicht. hw