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Im Gewerbegebiet See in Inzell wird eine neue Werkstatt mit Bürogebäude und Betriebsleiterwohnung errichtet. Der Inzeller Gemeinderat gab hierfür grünes Licht in seiner letzten Sitzung.

Inzell will »Premium-Wanderregion« werden

Inzell – Die Gemeinde Inzell hat die Absicht, »Premium-Wanderregion« zu werden, im Gemeinderat behandelt. Weiter wurden Bauanträge abgesegnet. Zudem gab Bürgermeister Hans Egger bekannt, dass die Bergbahnen in Ruhpolding nicht mehr täglich in Betrieb sind.


Für die »Premium-Wanderregion« ist ein Beschluss des Gemeinderats erforderlich, hierfür einen Eigenanteil leisten zu wollen. Dazu werden Unterlagen ausgearbeitet, denn es sind neben dem Antrag auch ein Anlagenverzeichnis und die LAG- Auflagen von Kolja Zimmermann zu bearbeiten. Mit dem Chiemgau Tourismus ist ein Konzept und die Kostenplanung abzustimmen, ebenso wie Finanzierungs- und Kostendarstellung.

Der Gemeinderat beschloss nun einstimmig unter Vorbehalt der Leader-Förderung, das Kooperationsprojekt »Umsetzung der Premium-Wander-Region Chiemsee-Chiemgau – Teilprojekt Gemeinde Inzell« nach den vorliegenden Plänen umzusetzen. Die Gemeinde übernimmt an der kalkulierten Gesamtsumme von 30.282 Euro brutto abzüglich der zu erwartenden Leader-Förderung von rund 15.268 Euro netto den Eigenanteil von bis 15.100 Euro brutto. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gemeinde Inzell nach der Umsetzung, Pflege und Unterhalt im Rahmen der Zweckbindungsfrist von zwölf Jahren zu gewährleisten.

Weiter ging es mit dem Antrag zum Bau eines Bürogebäudes mit Betriebsleiterwohnung, einer Lagerhalle und Werkstatt für Heizung, Sanitär, Spenglerei und einer Maschinenhalle für Betriebsfahrzeuge im Gewerbegebiet See. Die Betriebsleiterwohnung liegt dabei im Bürogebäude im ersten Stockwerk. Das zweite Stockwerk soll als Schulungsraum für die Mitarbeiter dienen. Das Büro-/Wohngebäude ist mit drei Vollgeschossen geplant. Das Grundstück See 15 liegt an der Straße im Gewerbegebiet und ist bereits erschlossen. Vom Gemeinderat gab es keinerlei Einwände zum geplanten Bauvorhaben.

Der nächste Antrag war ein Tekturplan für die Außenanlagen. Das Bestandsgebäude wurde bereits abgerissen und der Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung in Breitmoos verwirklicht. Nun plant der Antragsteller einen barrierefreien Zugang zum Gebäude sowie einen Weg ohne Treppen zum oberen Teil seines Grundstücks/Gartens. Die Grünflächen werden angeglichen und zum Teil begradigt, um das Grundstück besser nutzen zu können.

Ein Teil des oberen Gartenzugangs ist bereits hergestellt worden, ohne die Auflagen des letzten Beschlusses vom 17. Mai 2021 zu beachten. Bei einem Ortstermin mit dem Landratsamt wurden die zu erfüllenden Auflagen festgelegt und anschließend im Plan dargestellt. Kanal und Wasserleitung dürfen nicht weiter überbaut werden. Bei einer späteren Sanierung der Wasserleitungen und des Kanals trägt der Eigentümer des Grundstücks die Kosten für die Beseitigung der Mauern, des Wegs und der Betonplatte. Bei der Abstimmung waren die Gemeinderäte geschlossen für den Tekturantrag.

Bürgermeister Hans Egger gab bekannt, dass es bei der Rauschberg- und Unternbergbahn in Ruhpolding zu zwei oder drei Schließtagen in der Woche kommt. Es gab Anfragen von Gästen wegen Bahnschließungen, doch wegen Personalmangels sei es derzeit nicht anders möglich, als die Bahnen an einigen Tagen nicht in Betrieb zu nehmen.

Sepp Tratz (CSU) fragte nach dem Stand der Geschwindigkeitsbegrenzung, ob sich noch ein Verantwortlicher des Landratsamts in Inzell vorstellen wird. Egger erläuterte, dass es zu keiner weiteren Information kommen wird. »Eine Stellungnahme ist an die Gemeinde ergangen, und diese Entscheidung muss nicht zusätzlich in der Gemeinderatsitzung erläutert werden«, so die Antwort der Verkehrsbehörde.

hw