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Inzell: Bauanträge im neuen Gewerbegebiet und "Gschwall Nord" positiv beschieden

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Inzell
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Die geplante Doppelhaushälfte Falkenseeweg 22 ist zwar in den Hauptabmessungen wie die bereits bestehende Doppelhaushälfte Falkenseeweg 24. Allerdings wird der Holzvorbau am Hauseingang nicht gebaut. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Über zwei Bauanträge im neuen Gewerbegebiet »Sulzbacher Feld« und im Baugebiet »Gschwall Nord« wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Inzell diskutiert. Es gab leichte Abweichungen, dennoch stimmte der Gemeinderat beiden zu.


Die Gemeinde Inzell plant den Bau eines Salzsilos mit 100 Kubikmetern Rauminhalt (für den Bauhof) am Beginn des neuen Gewerbegebiets »Sulzbacher Feld«. Eigentlich war zunächst ein anderer Standort vorgesehen, doch durch das Gewerbegebiet hat sich der neue Platz ergeben. Eigentlich wäre dort eine Trafostation geplant gewesen auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern Grund. Dieser wurde nun nicht mehr gebraucht. Ein Salzsilo ist hier sehr gut anfahrbar und auch die Straßenbreite ist ausreichend.

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Die Vorgaben des Bebauungsplans »Sulzbacher Feld« können allerdings nicht ganz eingehalten werden bezüglich der Gebäudehöhe und der Baugrenzen. Unter dem Fundament muss der Untergrund noch verdichtet werden, wofür Kosten zwischen 7000 und 8000 Euro entstehen. Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.

Ein weiterer Punkt war der Bau einer Doppelhaushälfte im Baugebiet Gschwall Nord am Falkenseeweg 22. Die Bauherren beantragten die Abweichung vom Bebauungsplan hinsichtlich der Profilgleiche der Doppelhäuser. An der Nordfassade wird der eingeschoßige Holzvorbau von Hausnummer 24 nicht weitergeführt. Eine weitere Abweichung bezieht sich auf die Baugrenzen innerhalb der Grundstücke, die im Osten um 74 Zentimeter überschritten wird. Das bestehende Doppelhaus Falkenseeweg 24 nutzt die Baugrenzen in der Tiefe nach Süden und in der Höhe des Hauses nur minimal aus. Die Höhe des geplanten Hauses ist um etwa 1,30 Meter tiefer als der Bebauungsplan zulassen würde, die Haustiefe etwa 2,30 Meter zur südlichen Baugrenze entfernt. Deshalb wird eine Lösung mit einer geringen Überschreitung der Baugrenzen um 74 Zentimeter im Osten vorgeschlagen. Die Abstandsflächen liegen auf dem eigenen Grundstück. Durch die niedrigere und nach Süden kürzere geplante Bebauung entsteht trotz Überschreitung der Baugrenze im Osten weniger Schatten für den östlichen Nachbarn. Nach Auffassung des Planers stellt diese minimale Überschreitung der Baugrenze um 74 Zentimeter im Osten keinen Nachteil dar. Nach kurzer Diskussion stimmte der Gemeinderat dem Bauvorhaben einstimmig zu.

Abschließend erkundigte sich Sepp Rieder (Fraktionssprecher der SPD) nach Schäden beim Föhnsturm, die die Gemeinde betreffen (unter anderem Sperrung der Straße Richtung Ruhpolding). Bürgermeister Hans Egger informierte, dass die Gemeinde glimpflich davon gekommen ist und nahezu keine Schäden aufgetreten sind. Der Gemeindebauhof musste aber viele Aufräumarbeiten leisten. hw