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Großartiger Festabend der »Falkastoaner« Inzell

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Der Sterntanz mit 16 Paaren bildete den krönenden Abschluss beim Festabend der »Falkastoaner« zum 110-jährigen Bestehen. Die Aktiven erhielten gebührenden Applaus dafür und wurden belohnt für die vielen Proben.
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Lise und Herbert Scheurl (Mitte) erhielten beim Festabend zum 110-jährigen Bestehen das Gauehrenzeichen in Gold. Es gratulierten (von links) Festleiter Hias Scheurl, zweiter Gauvorstand Michi Hauser, Gebietsvertreter Alfred Gehmacher und »Falkastoaner«-Vorstand Markus Kötzinger. (Fotos: Wegscheider)

Inzell – Echtes Brauchtum, wie es gelebt wird, zeigten die »Falkastoaner« Trachtler mit ihren Musikgruppen beim 110. Vereinsjubiläum im Festzelt an der Kreuzfeldwiese.


Neben zahlreichen Einheimischen und Ortsvereinen waren auch viele Nachbarvereine gekommen. Ansager Heine Albrecht hielt geschickt den straffen Zeitplan ein, sodass es ein kurzweiliger Abend wurde.

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Den Anfang machten die »Falkastoaner« Trachtler von der Kindergruppe bis zu den Aktiven mit dem Auftanz, wobei Magdalena Dießbacher und Paulina Restner aus der Kindergruppe eine Geschichte völlig frei vortrugen. Sie entlockten dem Schirmherrn, Landrat Siegfried Walch, ein Eis für die Kindergruppe und stellten fest, dass Bürgermeister Hans Egger heute nicht bei der Musikkapelle mitspielen darf. »Der wead heid frei hom!«. Zugleich bedauerten sie Vorstand Markus Kötzinger, der ja seit einer Woche im Festzelt »wohnt« und »nur no Hendl zum Essen griagt«. Festleiter Hias Scheurl muss sich dagegen ums Bier kümmern, weil es die ganze Zeit so heiß ist.

Vorstand Markus Kötzinger würdigte alle Helfer, die zum Gelingen des Fests beigetragen haben. Bis zum Festabend seien über 5500 ehrenamtliche Stunden zusammengekommen. »Do drauf kon ma wirklich stoiz sei«. Auch die Gemeinde würdigte er für die großartige Unterstützung und die Jugend fürs Anpacken.

Bürgermeister Hans Egger lobte das Fest als wunderbares Jubiläum. Das Festzelt sei an allen Tagen sehr gut besucht gewesen – die Trachtensach' sei ein wichtiger Bestandteil in der Gesellschaft. Das sei auch eine gute Werbung für die Zukunft. Egger war begeistert vom Ideenreichtum der Trachtler, besonders bei den Dekorationen. »Daraus kann der Verein auch Kraft schöpfen für die nächsten Jahre«.

Schirmherr Siegfried Walch gratulierte dem Verein zum gelungenen Fest und unterstrich ausdrücklich die viele Arbeit, die die Mitglieder geleistet haben. Es sei schön, zu sehen, wenn alle im Ort zusammenhelfen. Man soll wissen, wo man herkommt und eigene Traditionen leben. Das Gründungsfest sei ein wahres Bekenntnis zur Heimat, der Zusammenhalt sei beispielhaft. »Es hod mi ganz narrisch gfreid, dass mi da Trachtenverein ois Schirmherrn gfrogt hod«, sagte er. Ehrenamt sei wichtig und Inzell sein Heimatverein.

Auch zweiter Gauvorstand Michi Hauser und Gebietsvertreter Alfred Gehmacher überbrachten dem Jubelverein ihre Glückwünsche. Zu einem schönen Dorf gehöre ein funktionierender Verein: »Respekt und Anerkennung den Falkastoanern!«.

Weiter erhielten Lise und Herbert Scheurl das Gauehrenzeichen in Gold überreicht als Dank für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die sie für den Verein geleistet haben. Herbert Scheurl war viele Jahre Jugendleiter, seine Frau bekleidete viele Ämter in der Vorstandschaft. »Ihr stehts zum Verein und habts viel für die Falkastoaner do – Vergelt's Gott«, so Vorstand Kötzinger.

Nach den Auftritten des Festvereins folgten die Musikgruppen. Hier präsentierten sich nach professioneller Ankündigung von Heine Albrecht das Inzeller Harfenduo mit Sofia Kötzinger und Lisa Holzner, die Adlgasser Sänger, die Frillenseemusi, die B 306-Musi und die Inzeller Alphornbläser. Letztlich kamen die Patenvereine auf die Bühne – zuerst die »Kranzlstoaner« Karlstein, bei denen zweiter Vorstand Peter Streibel einen Gutschein überreichte.

Herausragend war die Aufführung der »Weikertstoaner« Weißbach mit dem Plattler »Wien bleibt Wien«, wofür es auch gebührenden Applaus gab. Als Geschenk übergaben die Verantwortlichen einen »Weiki«, ein lebendes Schweinchen, das laut Vorstand Albert Wenzl gut gefüttert werden soll und nach einigen Wochen den beiden Vereinen als gemeinsame Brotzeit dienen könnte. Mit im Programm waren auch die Hammerer Goaßlschnalzer und als krönenden Abschluss präsentierten die Aktiven der Falkastoaner den Sterntanz der mit 16 Paaren. hw