Gemeinde Inzell tritt der Chiemgau GmbH bei

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Durch die erfolgreiche Verpflichtung von Aushilfskräften ist nun bis auf Weiteres eine Öffnungszeit des Inzeller Badesees zwischen 10 und 20 Uhr realisierbar. (Foto: Bauregger)

Inzell – Wegen der Umwandlung der Wirtschaftsförderungs-GmbH des Landkreises Traunstein zur Chiemgau GmbH musste der Gemeinderat formell den Beitritt und damit den Erwerb eines Gesellschaftsanteils von 1000 Euro zu diesem neuen Unternehmen beschließen. Das wurde auch ohne Gegenstimme vollzogen.


Neu wurden dort Sparten wie Standortmarketing, Campus Chiemgau oder Dienstleistungen im kommunalen Bereich geschaffen. Unter anderem werden in der neuen GmbH für die Gemeinden hilfreiche Dienstleistungen wie Schul-IT, Fördermittelberatung, Vergabeberatung oder Unterstützung beim Breitbandausbau angeboten. Jede Kommune kann einen Anteil von einem Prozent, das heißt 1000 Euro, am Stammkapital von 100.000 Euro erwerben. Kommunalunternehmen oder sonstige Personen des öffentlichen Rechts können sich mit 500 Euro am Stammkapital beteiligen.

Neben der Beitrittserklärung stimmte der Gemeinderat auch der Satzung der Chiemgau GmbH zu und bevollmächtigte Bürgermeister Hans Egger, alle nötigen Handlungen für den Beitritt abwickeln zu dürfen. Der gemeinsame Informationssicherheitsbeauftragte und der gemeinsame Datenschutzbeauftragte werden Ende 2022 in die Chiemgau GmbH übergeleitet. Keine Einwände hatte der Gemeinderat zu zwei Bauanträgen. Zu beiden stellte er ohne Gegenstimme das gemeindliche Einvernehmen her. Laut Anträgen soll beim Anwesen Bichlstraße 75 auf einer Doppelgarage eine dritte Wohnung entstehen. Aufgrund der Überschreitung der Baugrenze und der Erhöhung der Geschoßflächenzahl von 0,35 auf 0,45 musste hier zusätzlich einer Befreiung von den Festsetzungen im Bebauungsplan zugestimmt werden. Die Grundflächenzahl wird geringfügig von 0,20 auf 0,23 überschritten.

Der zweite Antrag betraf das Anwesen Unterau 4. Hier soll der First auf Ost-West Richtung gedreht, der Wohnraum erweitert und der Balkon vergrößert werden. Im Kellergeschoß soll eine zweite Wohnung mit Zugang über eine Außen-treppe entstehen. Auslöser ist die geplante energetische Sanierung des Zweifamilienhauses.

Wie der Bürgermeiste Hans Egger dem Gemeinderat meldete, wird sich die Gemeinde anteilig am Defizit des Kindergartens St. Michael für das Kindergartenjahr 2020 mit 18.520 Euro beteiligen. Über einen Defizitvertrag hatte sich die Gemeinde vor Jahren zu einer solchen Beteiligung verpflichtet. Der stellvertretende Bürgermeister Michael Lorenz (CSU) zeigte sich erfreut darüber, dass hier eine positive Entwicklung stattgefunden habe. Vor Jahren habe die Gemeinde noch Zuschüsse im sechsstelligen Bereich leisten müssen. Bürgermeister Egger bestätigte, dass der Kindergarten insgesamt sehr gut ausgelastet ist.

Egger freute sich, dass Inzell den Zuschlag für die Allround-Sprint-WM 2024 erhalten hat und diese nun mit einer guten Vorlaufzeit vorbereitet werden kann. Positives konnte er auch für den Badesee im Badepark Inzell berichten. Durch die erfolgreiche Verpflichtung von Aushilfskräften ist nun bis auf Weiteres eine Öffnungszeit zwischen 10 und 20 Uhr realisierbar. Hallenbad und Sauna bleiben aber geschlossen, da sie wegen der coronabedingten Vorschriften derzeit nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Abschließend wies Egger noch auf das Kirchenkonzert in St. Michael am Sonntag um 19 Uhr hin, das im Rahmen des »Musiksommer zwischen Inn und Salzach« stattfindet.

wb