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Eisspeedway-WM in Inzell: Der Zeitplan – DMV lädt zum freien Training

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Foto: Manfred Hirsch
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Foto: David Reygondeau (GoodShoot)
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Foto: Manfred Hirsch

Inzell – Im März wird in der Max-Aicher-Arena wieder das Finale der Eisspeedway-Weltmeisterschaft ausgetragen. Wir haben alle Infos zum Programm und den Zeitplan zusammengefasst. Erstmalig wirbt der Deutsche Motorsport Verband mit freiem Eintritt zum Training vor der WM.


Ein kurzer Einblick in die Geschichte des Eisspeedwaysports: Zwar gibt es keine genauen Daten und Zahlen, aber um das Jahr 1924 sollen sich die ersten waghalsigen Männer in Russland mit speziellen Motorrädern auf das Eis gewagt haben. Sicher ist, dass der Sport in Russland seine Wurzeln hat. Die Motorsportart ist dort mittlerweile fast zu einem Massensport herangewachsen. Optimale klimatische Bedingungen und Trainingsmöglichkeiten sowie eine komplette Eisspeedway-Liga sind seit Jahrzehnten die Grundlage für die Erfolge der Männer aus dem Osten. So um das Jahr 2000 waren mehr als 1800 aktive Eisfahrer in Russland registriert – in Deutschland gerade einmal rund 20 Fahrer.

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1966 wurde in Moskau die erste Weltmeisterschaft im Eisspeedway ausgetragen. Drei Jahre später brachte Georg Traunspurger aus Pocking mit seinen guten Kontakten nach Russland den Endlauf der Eisspeedway-WM nach Inzell. Mit diesem Bravourstück öffnete er dieser „exotischen Sportart” die Tür in den Westen. 20.000 Zuschauer waren von nun an keine Ausnahme mehr und das Eisstadion in Inzell war jedes Jahr bis zum letzten Platz gefüllt.

Wie sind die Deutschen aufgestellt?

Leider konnte Günther Bauer, der deutsche Vorzeigepilot der letzten Jahre, wegen Krankheit bei der diesjährigen Qualifikation in Schweden nicht antreten. Auf seiner Heimbahn in Inzell nicht teilzunehmen, ist sowohl für Bauer als auch für den Veranstalter schwer vorstellbar. Glücklicherweise gibt es die Veranstalter-Wildcard, sodass die Inzeller auf ihren Publikumsmagneten nicht verzichten müssen.

Markus Jell, fünftplatzierter der heurigen Europameisterschaft wartet als Reservefahrer auf seinen Einsatz. Fehlt in der Startliste nicht Luca Bauer, werden sich Insider fragen. Erst vor wenigen Tagen empfahl sich Luca mit Rang drei bei der Europameisterschaft in Russland, bekam allerdings zunächst keinen Startplatz beim „Rennen vor der Haustür”. Da er seit 2018 mit einer italienischen Fahrerlizenz fährt, hat der DMSB zunächst Bedenken geäußert, konnte aber letztendlich überzeugt werden. So kommt es 2019 wieder zu einem Vater-und-Sohn Duell, denn Luca Bauer erhielt ebenfalls einen Reserveplatz in Inzell.

Wer kann die Russen in Inzell herausfordern?

Momentan liegen die vier russischen Fahrer Ivanov, Koltakov, Valeev oder Khomitsevich nur durch wenige Punkte getrennt in der Gesamtwertung klar in Führung. Der junge Schwede, Martin Haarahiltunen nutzte diese Konstellation schon mehrmals aus und setzte die Russen unter Druck. Wie weit sich die langjährigen Publikumslieblinge Günther Bauer (Deutschland) und Franky Zorn (Österreich) aufgrund von Verletzungen und unverschuldeten Stürzen in Inzell in Szene setzen können, bleibt abzuwarten. Ein neuer Lichtblick steht jedoch schon bereit: Johann Weber, „Eishans” wie er von seinen Fans gerufen wird, zeigte bereits bei den diesjährigen Grand Prix-Läufen in Russland sein enormes Talent und befindet sich momentan auf dem 7. WM-Gesamtrang.

Auch Max Niedermaier hat sich in dieser Saison wieder gesteigert und wird auf dem heimischen Eis für Stimmung auf den Rängen sorgen. Stefan Pletschacher, der dritte deutsche Teilnehmer, der noch immer an einer Schulterverletzung laboriert, sollte bis zur WM in zwei Wochen wieder einigermaßen fit sein und seine Fans und Sponsoren zum Jubeln bringen.

Zeitplan im Überblick

„Entgegen den vielen Gerüchten wird es an der Tageskasse für beide Renntage noch ausreichend Stehplatzkarten geben“, verspricht Vorstandsvorsitzender Kai Schmiedeknecht. „Der Vorverkauf lief zwar sehr gut, aber es werden jedes Jahr ausreichend Tickets einbehalten, um auch den Kurzentschlossenen aus der Region die Möglichkeit eines Besuchs in der Max-Aicher-Arena zu geben.“

Freitag, 15. März: Freier Eintritt beim WM-Training

Der Veranstalter bietet allen Personen freien Eintritt zum WM-Training in die Arena.

11 Uhr Kassenöffnung
13.30 Uhr Einlass ins Stadion
14 Uhr Trainingsbeginn

Samstag, 16. März: Grand Prix Finale 7

10 Uhr Kassenöffnung
15.30 Uhr Einlass ins Stadion
Rennen ab 16.20 Uhr

Sonntag, 17. März: Grand Prix Finale 8

10 Uhr Kassenöffnung
12.30 Uhr Einlass ins Stadion
Rennen ab 13.20 Uhr

Zugang zum Fahrerlager

Mit einer gültigen Eintrittskarte haben Besucher am Samstag ab 15 Uhr und am Sonntag ab 12 Uhr für jeweils 30 Minuten Zutritt ins Fahrerlager. Dort können die Fans mit den Fahrern in Kontakt treten und deren Motorräder aus nächster Nähe betrachten. Auch Autogramme können abgeholt werden. Nach den Rennen am Samstag findet noch eine Party der Eishockeyabteilung des DEC Inzell in der Turnhalle gegenüber der Max-Aicher-Arena statt.

Anreisende Besucher werden gebeten, die öffentlich gekennzeichneten Parkplätze anzufahren. Von dort fahren kostenlose Shuttle-Busse zum Stadion und zurück. Die Busse sind am Samstag ab 13.30 Uhr und am Sonntag ab 10.30 Uhr im Einsatz.

Erstmalig: Freier Eintritt zum WM-Training

Die Kunsteisbahn und somit auch die Eisspeedwayfahrer auf deren Rennmaschinen sind nur rund fünf Meter von den Tribünenplätzen entfernt. Die 300 Spikes auf den Rändern ermöglichen erstaunliche Schräglagen, die man nur selten zu Gesicht bekommt.

Um das Schauspiel jedermann zugänglich zu machen, bietet die DMV Landesgruppe Südbayern in diesem Jahr einmalig die Gelegenheit an, das WM-Training am Freitag, den 15. März kostenlos zu besuchen. Das Training beginnt um 14, Stadioneinlass ist ab 13.30 Uhr. Die kostenlosen Trainingstickets sowie Eintrittskarten für die Rennen am Samstag und Sonntag gibt es an der Tageskasse.

red/DMV Landesgruppe Südbayern e.V.

 

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Im Bild: Günther Bauer Foto: Manfred Hirsch
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Das diesjährige Fahrerfeld bei der Eisspeedway-WM 2019 in Inzell. Foto: David Reygondeau (GoodShoot)
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Im Bild: Stefan Pletschacher Foto: David Reygondeau (GoodShoot)
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Der Russe Koltakov vor den deutschen Fahrern Max Niedermaier und Stefan Pletschacher. Foto: Manfred Hirsch