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»Du warst immer ein Lichtblick«

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Über sechzehneinhalb Jahre war Claudia Doppler Mitglied im Inzeller Gemeinderat und engagierte sich sehr für die Gemeinde Inzell. Bürgermeister Hans Egger bedankte sich mit einem Blumenstrauß für ihre aufopferungsvolle Arbeit im Sinne der Inzeller Bürger und wünschte ihr auch weiterhin viel Glück im privaten und beruflichen Bereich.

Inzell – In der letzten Sitzung des Jahres gab es wenige Punkte in der Inzeller Gemeinderatsitzung, dafür aber einen wichtigen. Claudia Doppler beantragte aus persönlichen Gründen die Niederlegung ihres Gemeinderatsmandats zum Ende des Jahres.


2002 wurde sie in den Gemeinderat gewählt und war stets sehr engagiert und auch interessiert, wenn es darum ging, die Gemeinde Inzell nach vorne zu bringen. Ihre Aufgaben waren unter anderem die Pflegschaften in der Kommune wie Schule und Kindergarten. Vor allem bei den Spielplätzen für die Kinder hat sie den Erhalt und Ausbau als sehr wichtig angesehen und sich besonders dafür eingesetzt. Die betreute Spielgruppe und betreute Mittagsbetreuung waren ein »Steckenpferd« von Claudia Doppler. Sie war nicht nur bei den Gemeinderatssitzungen sehr engagiert und hinterfragte Vieles – »I mechad do nummoi genau wissen…« –, sondern auch bei den außertourlichen Sitzungen war sie stets präsent, zeigte sich bei den verschiedenen Veranstaltungen und war immer ein gefragter Gesprächspartner. Innerhalb des aktuellen Gemeinderats war sie die Vertretung im Rechnungsprüfungsausschuss.

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Rudi Heitauer (CSU) bedauerte Dopplers entschluss: »Claudia, du fehlst im Gemeinderat«. Bürgermeister Hans Egger bekräftigte Heitauers Aussage. »Leider war sie nicht mehr zum umstimmen. Die Claudia war einfach immer da. Du wirst uns fehlen bei den kommenden Veranstaltungen und auch bei den Sitzungen. Herzlichen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit, deinen gesunden Einsatz für die Bürger und ganz Inzell.« Als Dank für die langjährige Arbeit im Gemeinderat überreichte ihr das Gemeindeoberhaupt ein Geschenk mit einem Blumenstrauß.

Claudia Doppler verabschiedete sich wohl mit einem lachenden und auch weinenden Auge. »Ich habe lange mit mir gerungen, denn ich war sehr gerne im Gemeinderat. Familie, Gemeinderat und Ehrenamt unter einen Hut bringen war durch meine berufliche Veränderung in der jüngsten Zeit nicht immer ganz einfach. Alles leidet dann irgendwie. Ich bin nicht krank, wie auch schon einige angenommen haben und es hat mir im Gemeinderat sehr gut gefallen. Man soll aufhören wenn, es am schönsten ist.«

Annette Schneider (CSU) zeigte sich ebenfalls traurig über den Rücktritt von Claudia Doppler. »Du warst immer der Lichtblick, sehr fair beim Umgang miteinander und hast bei den zu treffenden Entscheidungen und allgemein in der Gemeindearbeit Zivilcourage bewiesen. Danke dafür, Claudia. Mit dir verlieren wir nicht nur eine Kollegin, sondern auch eine Freundin.«

Ein weiterer Punkt war die Errichtung einer Solarthermie-Anlage in Inzell. Der Bauherr Marnix Wieberdink plant die Errichtung einer solchen Anlage für Brauchwasser und zur Heizungsunterstützung. Dies soll in Form von 14 Flachkollektoren in Freiaufstellung auf Betonsockel erfolgen. Nachbarliche Einwände sind der Gemeinde nicht bekannt. Die Nachbarunterschriften liegen vollständig vor, und somit gab es keinerlei Gründe seitens des Gemeinderates gegen den Bauantrag zu stimmen.

Kurz ging Bürgermeister Hans Egger auch auf die Bürgerversammlung ein, bei der es wenig Fragen oder Wünsche seitens der Bürger gab. Von Klaus Gräbeldinger wurden Fragen zur Chiemgaucard gestellt über die steuerliche Behandlung, Pauschalreiserecht, Erhöhung Umlagebetrag und Mitwirkung im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Egger hat auf die Auskunft des Finanzamts verwiesen und versichert, dass sich für die Vermieter nichts ändert. Die Verträge laufen bis 2020 und bleiben unverändert.

Nach derzeitiger Rechtsauffassung ist das Pauschalreiserecht nicht einschlägig. In der neuen Gesellschaft sind Vertreter der Gemeinderäte Inzell und Ruhpolding als Aufsicht vorgesehen. Gräbeldinger fragte auch nach dem Nutzungskonzept der Max-Aicher-Arena, da er davon ausgeht, dass viel mehr Veranstaltungen durchgeführt werden könnten.

Hierzu wurde vom Gemeinderat eine Nutzungsänderung auf den Weg gebracht, die aber noch nicht rechtskräftig ist. Zeitgleich werden ein Nutzungskonzept und ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Grundsätzlich bleibt allerdings festzuhalten, dass die Arena als Eishalle konzipiert wurde und mindestens sieben Monate durch Eis belegt ist. Die Vor- und Nacharbeiten mitgerechnet, verbleibt wenig freie Zeit, um andere Veranstaltungen durchzuführen. Wenn die Konzepte vorliegen, werden aber sicherlich leichter andere Veranstaltungen generiert werden können.

Angeregt wurde auch eine Leitplanke bei der Abfahrt zur Arena und beim Inzellblick eine Panaromatafel anzubringen. Die Leitplanke wird in die nächste Verkehrsschau aufgenommen. Die Panoramatafel muss mit dem Grundeigentümer besprochen werden.

Bürgermeister Hans Egger gab bekannt, dass Inzell auch in den nächsten Jahren Bundesstützpunkt Eisschnelllauf sein wird. Der Zeitraum erstreckt sich vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2022.

Abschließend wurde noch das Thema Feuerwerk an Silvester besprochen. Einen Aufruf an die Bürger gab es bereits. Das Ganze soll keine Werbeaktion sein, sondern in erster Linie die Umwelt schonen. Die Feinstaubbelastung ist gerade an Silvester wegen des Feuerwerks enorm hoch und bei etwas »gezielterem Einsatz« von Feuerwerkskörpern kann man durchaus einen Beitrag leisten. Es wurde auch verwiesen auf die Aktion »Brot statt Böller«. Einige Räte sehen ein Feuerwerk bei der Eisschnelllauf-WM fraglich, wenn man auf der anderen Seite nun Werbung für ein Silvester ohne Feuerwerkskörper macht. Eine Lasershow für die Eisschnelllaufmeisterschaft wäre auch im Bereich des Möglichen. hw


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