Die Inzeller Firma Doppler & Spannring besteht seit 100 Jahren

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Das alte Sägewerk der Firma Spannring befand sich bis 1978 mitten im Dorf an der Schmelzer Straße.

Inzell – Die Inzeller Firma Doppler & Spannring feiert ein besonderes Jubiläum: Sie besteht seit 100 Jahren. Angesichts der aktuellen Corona-Lage kann dieses Jubiläum nicht mit einem großen Fest begangen werden; aller Voraussicht nach wird die entsprechende Feier im Jahr 2022 nachgeholt. Nachfolgend ein Blick in die Geschichte des Unternehmens:


Begonnen hat alles im Jahr 1921, als Georg Kamml in Inzell die Zimmerei und Schreinerei gründete. Der Standort war seinerzeit an der Traunsteiner Straße. 1955 übernahm Zimmerermeister Peter Spannring die Firma samt einem Sägewerk an der Schmelzer Straße, das schon vor 1921 in Betrieb war. Doch im Laufe der Jahre wurde der Platz in der Ortsmitte zu klein. Mitten im Dorf war ein so großes Areal nicht mehr angemessen und auch die Lärmbelastung durch die Zunahme der Aufträge stieg immer mehr.

Somit machte sich Peter Spannring auf die Suche nach einem neuen Standort für das Sägewerk und wurde im Ortsteil Sterr fündig. Im Juni 1975 kam die Genehmigung und der Bau konnte beginnen; in Sterr entstand ein neues großes Betriebsgelände. Doch »Stillstand ist Rückschritt« war die Devise von Firmenchef Peter Spannring sen., und so wurde 1978 auch noch ein Hobelwerk am neuen Sägewerkgelände errichtet. Aufträge mussten bearbeitet werden, Angebote erstellt und das Finanzielle abgewickelt werden. Die Arbeit wurde nicht weniger und zwangsläufig mussten Büroräume erweitert werden. Es kam zum Anbau eines Bürogebäudes am Hobelwerk im Jahre 1990. Fünf Jahre später folgte der Bau der neuen 600 kW-Holzheizung für das Sägewerk und die Trockenkammern.

Im Jahr 1995, als Seniorchef Peter Spannring seinen 70. Geburtstag feiern durfte, übernahmen die Söhne Peter und Georg Spannring die Firma. Peter jun. kümmerte sich als Zimmermeister und Bautechniker um die Zimmerei und Dachdeckerarbeiten und Georg war als Sägewerksmeister für das Säge- und Hobelwerk verantwortlich. Auch die beiden Söhne modernisierten das Sägewerk Schritt für Schritt weiter. So wurde zum Beispiel im Jahr 2005 die Holzmessung an der Rundholzkappanlage erneuert und ein Jahr später entschied man sich für den Bau einer Rundholz-Beregnungsanlage im Ortsteil Pommern. 2011 war dann die Zeit gekommen für eine weitere Investition und es entstand die neue Mühlböck-Trockenkammer mit ökologischer Frischluftzufuhr. Zum Jahresbeginn 2021 übernahmen Stefanie (geborene Spannring) und Max Doppler die Firma und führen nun das Familienunternehmen bereits in der vierten Generation weiter. Der Firmenname wurde abgeändert von »Holz & Bau Spannring« in jetzt »Holz & Bau Doppler & Spannring«.

hw