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»Das macht sicher kein gutes Bild«

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Nach dem Oktoberfest am Ludwig-Schwabl-Sportplatz blieb viel Müll liegen, der erst zwei Wochen später weggeräumt wurde. Das Thema wurde nun im Inzeller Gemeinderat angesprochen. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Jahresrechnung 2018 geprüft und keine Beanstandungen gefunden. Der Vorsitzende Rudi Heitauer (CSU) gab in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Einblick in die Schwerpunkte rund um den Haushalt. Außerdem wurde der Müll am Ludwig-Schwabl-Sportplatz nach einer Veranstaltung angesprochen und ein Nachtragshaushalt verabschiedet.


Die Feststellung der Jahresrechnung ergab im Verwaltungshaushalt sowohl Einnahmen als auch Ausgaben in Höhe von 15 830 371 Euro. Beim Vermögenshaushalt belaufen sich diese auf 5 277 655. Der Abschluss der Jahresrechnung 2018 erfolgte mit einem Sollfehlbetrag von 1 568 847, der aus den allgemeinen Rücklagen entnommen wurde. Das Ergebnis der Jahresrechnung 2017 wurde diesmal nicht erreicht. Der Schuldenstand konnte im letzten Jahr um über 500 000 gesenkt werden und betrug zum 31. Dezember 2018 4 223 660 Euro.

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Für den Verwaltungshaushalt waren Mehreinnahmen bei den Steuern, den Beiträgen und den Benutzungsgebühren zu verzeichnen sowie Minderausgaben bei Verwaltungs- und Betriebsaufwand und bei den Zinsausgaben. Das Ergebnis lag um 5,27 Prozent über dem Haushaltsplan. Beim Vermögenshaushalt, der um 9,66 Prozent unter dem Haushaltsplan lag, waren die Mehreinnahmen begründet durch Verkaufserlöse, Erschließungsbeiträgen und den Fördermitteln sowie den Minderausgaben beim Hoch- und Tiefbau.

Die höchsten Ausgaben betrafen die Sanierung der Schule, die Neuanschaffung der Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr und die Max-Aicher-Arena. Hinzu kamen noch die Planung für den Badepark, die Gemeindestraßen, das Kanalsanierungskonzept, die Kosten für die Wasserversorgung, der Neubau des Spielplatzes in der Schmelz und der Breitbandausbau. Der Gemeinderat stimmte der Jahresrechnung einhellig zu und erteilte damit die Entlastung.

Außerdem wurde ein Nachtragshaushalt für das Jahr 2019 abgesegnet. Gründe sind unter anderem personelle Veränderungen im Bereich Reinigung, Kassenbereich Badepark, Rettungsschwimmer, ein Mehrbedarf an der Musikschule und eine Integrationsbeauftragte an der Grund- und Mittelschule. Außerdem ist eine Kreditaufnahme von 500 000 Euro für den Umbau des Hallenbads vorerst nicht notwendig, weil noch kein offizieller Bescheid der Regierung vorliegt und diese Maßnahme nun aufs nächste Jahr verschoben werden muss, wie es in der Sitzung hieß.

Bürgermeister Hans Egger gab bekannt, dass ein neues Förderprogramm für den Breitbandausbau für 2020 vorgesehen ist und dann sei es wieder möglich, die geplanten Haushalte anzuschließen. »Derzeit ist es schwierig, die richtigen Firmen für die dafür notwendigen Arbeiten aufzutreiben.«

Das Gemeindeoberhaupt dankte allen ehrenamtlichen Helfern beim Michaeliritt, die vor, während und nach dem Ritt mit angepackt hätten, »damit alles reibungslos ablaufen konnte«. Namentlich nannte er Monika Allerberger, »die die Fäden in der Hand hält und jedes Jahr viel Arbeit mit dem Ritt durch Inzell hat«.

Annelie Gromoll sprach die neuen Pflastersteine am Lagerhaus an, die aus ihrer Sicht sicher sinnvoll seien. Allerdings hätte sie gerne einen Grünstreifen mit Sträuchern neben der Bundesstraße. »Das wäre optisch und aus Lärmschutzgründen sicher sinnvoll«.

Zudem erinnerte sie an den 290. Geburtstag von Anton Cajetan Adlgasser, der am 1. Oktober 1729 in Inzell geboren ist. »Man sollte den Blick einfach schon mal zehn Jahre voraus richten. Den 300. Geburtstag sollte man dann auch gebührend feiern.

Markus Maier brachte zur Sprache, dass der Hartplatz nach einem Fest – in diesem Fall das Oktoberfest am Ludwig-Schwabl-Sportplatz – früher gereinigt werden sollte und nicht erst drei Wochen danach. »Es ist viel Müll rum gelegen und das macht sicher kein gutes Bild. Man muss sich schon ein wenig schämen, wenn man zum Fußballplatz hinfährt«, betonte er in der Sitzung des Gemeinderats. hw