weather-image
16°

Coronavirus: Eisspeedway-Event in Inzell abgesagt

3.7
3.7
Bildtext einblenden
(Foto: Weitz)

Das ist ein harter Schlag nicht nur für die Fans, sondern besonders für die Veranstalter: Wegen des Coronavirus wurden die für dieses Wochenende geplanten Eisspeedway-Rennen in der Inzeller Max-Aicher-Arena komplett abgesagt. Das betrifft neben den Läufen zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft (Grand Prix/Samstag und Sonntag) auch das »Legenden-Rennen«, das am Freitag zum Abschied von Günther Bauer geplant war.

Anzeige

Geschockt, aber nicht ganz überrascht zeigte sich Kai Schmiedeknecht, der Vorsitzende der DMV-Landesgruppe Südbayern, die das Rennen in Inzell (wie in den Jahrzehnten zuvor) wieder ausgerichtet hätte. »Es gab bereits seit vergangener Woche Gespräche, dann hat sich die Situation über das Wochenende zugespitzt. In Absprache mit der Gemeinde, den Genehmigungsbehörden und uns als Veranstalter wurde letztlich entschieden, das Ganze abzusagen. Die Gesundheit aller geht vor«, betont Schmiedeknecht. Und ergänzt: »Wir sind aber bis heute davon ausgegangen, dass wir die Rennen durchführen können.«

Neuauflage im Jahr 2021 ungewiss

Ob man 2021 eine Neuauflage der Veranstaltung angehen könne, »wissen wir noch nicht. Es ist noch unklar, ob wir dann nochmal so eine Veranstaltung stemmen können.«

Denn schon jetzt steht fest: Die Landesgruppe bleibt zumindest auf einem Teil der entstandenen Kosten sitzen. Zunächst einmal gilt es auch zu klären, wie man mit den Fans verfährt, die im Vorverkauf Karten gekauft hatten. Und das waren viele, schätzungsweise waren schon insgesamt rund 10 000 Tickets vergeben worden. »Wir haben ja vom Vorverkauf her die Kontaktdaten der Fans. Wir setzen uns mit ihnen in Verbindung und versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden«, verspricht Schmiedeknecht.

Die Aufbauten für die Rennen waren bereits voll im Gange. Seit vergangenem Samstag waren etwa 25 Helfer der Landesgruppe im Einsatz, »hinzu kommen noch die Eismeister, die wieder hervorragende Arbeit geleistet haben.«

Der Weltverband FIM wurde bereits von der Landesgruppe informiert. »Auch die müssen das hinnehmen, wenn eine Genehmigung der Veranstaltung nicht möglich ist«, erläutert Schmiedeknecht. Es sei übrigens auch »keine Option« gewesen, die Rennen ohne Zuschauer auszutragen.

Eines verspricht er den Fans und Piloten aber auch schon: Sollte 2021 die Landesgruppe in der Lage sein, das traditionsreiche Rennen in Inzell auszurichten, »dann werden wir das so machen, wie es für dieses Jahr geplant war.« Das heißt: Es soll dann auf jeden Fall auch am Freitag schon das Abschiedsrennen für Günther Bauer geben, bei dem »Eis-Legenden« aus aller Welt die Zuschauer begeistern sollen. who