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Bürgermeister Hans Egger (rechts) verabschiedete Christian Strobl als Gemeinderat.

Christian Strobl als Gemeinderat verabschiedet

Inzell – Christian Strobl wurde in der jüngsten Sitzung des Gremiums als aktiver Gemeinderat verabschiedet. Sein Mandat, das er seit 2020 innehatte, legte er aus persönlichen Gründen nieder. Bürgermeister Hans Egger bedauerte Strobls Entscheidung. »Schade, dass du nicht länger dabei bist, aber wir verstehen deinen Schritt voll und ganz und wünschen dir für die Zukunft alles Gute.«


»Du wirst uns fehlen bei den Sitzungen, denn du warst gut vorbereitet, ein Mann der Sache und der Tat, aber die Gesundheit geht vor«, sagte dritter Bürgermeister Richard Hütter. Christian Strobl, der nach eigenen Worten ungern aufhört, lobte das Gremium für die kollegiale Zusammenarbeit. »Es hat mir viel Spaß gemacht, Entscheidungen seitens der Gemeinde mit zu treffen und auch zu tragen.« Als kleine Anerkennung überreichte ihm Bürgermeister Egger eine Erinnerungsurkunde und einen Gutschein.

In der Sitzung ging es auch um Bauanträge. Behandelt wurde zunächst ein Antrag zum Umbau eines Bestandsfahrsilos in ein Hackschnitzel- und Müllentsorgungslager an der Kreuzfeldstraße am Campingplatz Lindlbauer. Bereits in einer Gemeinderatsitzung im Januar 2011 wurde einer Überdachung des Fahrsilos zugestimmt. Die Baugenehmigung aus dem Jahr 2011 wurde seitdem mehrmals verlängert, doch die Baumaßnahme letztlich nie umgesetzt. Nun soll das neue Lager gebaut werden. Die geplanten Nutzflächen betragen für das Hackschnitzellager 152 Quadratmeter und für das neue Mülllager 139 Quadratmeter. Die Baumaßnahme dient einer Erweiterung des Betriebs und ist somit planungsrechtlich genehmigungsfähig. Zum Nachbargrundstück ist eine Abstandsflächenübernahme erforderlich. Die Gemeinderäte stimmten geschlossen für den Antrag. Weiter ging es mit einem Bauantrag der Kritischen Akademie. Dort sollen aus dem Hallenbad im ersten Untergeschoß Seminar- und Nebenräume werden. Außerdem ist der Anbau eines Außenaufzugs vorgesehen. Übereinstimmend votierten die Gemeinderäte für den Antrag.

Bürgermeister Egger lobte in der Sitzung seinen Stellvertreter Michael Lorenz für dessen Einsatz bezüglich der Ukrainehilfe und der spontanen Idee, den Notleidenden zu helfen. »Es hat alles sehr gut geklappt mit einer ausgezeichneten Umsetzung, was keineswegs selbstverständlich ist. Wir hatten über 200 private Spender, wobei über 20 000 Euro zusammen gekommen sind.« Auch Flüchtlinge seien schon in Inzell aufgenommen worden. So können zum Beispiel ukrainische Kinder, die die Sportart Shorttrack ausüben, und ihre Mütter hier wohnen und trainieren. Die Spendenbereitschaft ist überragend, sowohl von Privatleuten, als auch von Firmen. Das Hotel Gastager und private Vermieter haben bereits Zimmer zur Verfügung gestellt.

Moniert wurde seitens des Gremiums das Parkverhalten einiger Fahrzeugbesitzer, so zum Beispiel an der Kreuzfeldstraße, an der immer wieder Autos auf dem Gehsteig stehen. Mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl komme man dort häufig nur schwer vorbei. Der Gehweg sei laut Gemeinde eigens dafür errichtet worden, um Konfrontationen auf der Straße zu vermeiden.

hw