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Bei den Gebirgsschützen in Inzell geht eine Ära zu Ende

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Ehrungen für 40-jährige Treue erhielten zahlreiche Mitglieder. Auf unserem Bild sind zu sehen (von links): Hauptmann Edi Holzner, Rudi Heitauer, Gebhard Mayer, Hans Köberl, Georg Bachmann, Valentin Plenk, Peter Kömp und sitzend Gerti Huber, Walburga Maier und Anton Pauli. (Foto: Christoph)

Inzell – Eine Ära ging bei der Gebirgsschützenkompanie Inzell zu Ende. Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft in der Jahreshauptversammlung im Schützenheim stellte sich Vorsitzender Edi Holzner nicht mehr zur Verfügung und übergab sein Amt an der Spitze des Vereins in jüngere Hände. Zum neuen Hauptmann wählten die Mitglieder Thorsten Kickuth, der bisher schon viele handwerkliche Aufgaben in der Kompanie übernommen hatte.


Als einer der Mitbegründer der Kompanie vor 40 Jahren war Holzner insgesamt 37 Jahre in der Hauptmannschaft tätig. Davon bekleidete er 22 Jahre das Amt des Fähnrichs und des Schriftführers, drei Jahre war er Schütze, drei Jahre Oberleutnant und Salutzugführer, anschließend stand er zwölf Jahre als Hauptmann an der Spitze der Kompanie.

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Stellvertreter und Oberleutnant wird weiterhin Josef Schmelz bleiben. Auch der kommissarische Zahlmeister und Leutnant Karl-Heinz Ettlinger wurde in seinem Amt bestätigt.

Wieder gewählt wurden zudem Fähnrich und Schriftführer Peter Gschwendtner, Schießwart Georg Lackner und Beisitzer Michael Maier. Neuer Vergnügungswart ist Michael Herrmann, Alois Lankes hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Walter Böhm und Susanne Koch bekleiden wie bisher jeweils das Amt der Kassenprüfer.

In seinem letzten Jahresbericht ging Edi Holzner auf die Kompaniegründung vor 40 Jahren ein. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in diesem Jahr seien alle Vereinsaktivitäten zum Stillstand gekommen. Es sei schlichtweg nichts mehr möglich. Während im letzten Jahr noch der Volkstrauertag abgehalten werden konnte, habe die Kompanie heuer an Fronleichnam nur noch die Fahnenabordnung abstellen können.

Nach den Coronaerleichterungen haben viele fleißige Hände an der Fahrießbodenkapelle oberhalb der Schmelz eine neue Drainage gelegt und den Platz vor der Kapelle eingeebnet, sodass im Außenbereich wieder alles in Ordnung ist. Edi Holzner lobte alle Helfer und einen örtlichen Bauunternehmer für die Unterstützung. Der Innenraum der Fahrießbodenkapelle werde erst im nächsten Jahr renoviert, wenn die Gebäudemauern trockener sind.

Zahlmeister Karl-Heinz Ettlinger konnte von einem erfreulichen Kassenbestand berichten, der allerdings nach Anschaffung der neuen Fahne sehr stark dezimiert worden sei. Er appellierte an die Versammlung, wenn jemand seine Bankverbindung wechselt, dies auch der Kompanie mitzuteilen.

Schriftführer Peter Gschwendtner erinnerte an die Vereinsgründung vor 40 Jahren und verlas die Namen der verstorbenen Mitglieder seit 1980. Schießwart Georg Lackner konnte aufgrund der Einschränkungen nur vom Dorfschießen im letzten Jahr und einem Schießen mit dem Karabiner im September berichten. Ansonsten gab es keine Veranstaltungen.

Ein Höhepunkt der Jahreshauptversammlung zum Jubiläum war die Ehrung der Gründungsmitglieder. Hauptmann Edi Holzner ehrte folgende Mitglieder für 40-jährige Treue zur Kompanie: Rudi Heitauer, Gebhard Mayer, Hans Köberl, Georg Bachmann, Valentin Plenk, Peter Kömp, Gerti Huber, Walburga Maier und Anton Pauli.

Edi Holzner zum Ehrenhauptmann ernannt

Eine spezielle Ehrung wurde noch Edi Holzner zuteil. Am Ende der Versammlung wurde er spontan zum Ehrenhauptmann der Kompanie ernannt. Ein würdiger Rahmen für die Verleihung des Titels wird nach dem Ende der Corona-Auflagen gefunden. hw