Ausflügler müssen künftig auf Parkplätzen Gebühren zahlen

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(Foto: Wegscheider)

Inzell – Wanderer müssen in Inzell künftig mit Parkgebühren rechnen. In Adlgaß und in der Schmelz möchte die Gemeinde Parkautomaten aufstellen. Über den Stand der Planungen informierte Bürgermeister Hans Egger in der jüngsten Gemeinderatssitzung.


Die Gemeinde plant seit längerem mit den bayerischen Staatsforsten ein Parkplatzbewirtschaftungskonzept für die Wanderausgangspunkte Adlgaß und Schmelz zu erstellen. Mit den Staatsforsten wurde nun eine Einigung erzielt. Der Forst sei sehr interessiert an einem Gebührenparkplatz. Beabsichtigt sei, die Gebührenpflicht zunächst für diese zwei Parkplätze einzuführen. Der genaue Ort der Kassenautomaten muss noch bei einer Ortsbegehung fixiert werden, so der Bürgermeister.

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Die Staatsforsten seien durchaus bereit, die Parkflächen in Adlgaß ansprechend aufzukiesen und neu herzurichten. Die Holzlagerplätze werden dann ebenfalls zur Verfügung gestellt, soweit sie nicht zur Lagerung benötigt werden. Falls dies doch der Fall sein soll, werden sie vom Forst mittels Ketten abgesperrt. In der Schmelz wird derzeit noch geprüft, die Parkflächen in Zusammenarbeit mit dem Forst zu erweitern, sagte Egger. Beabsichtigt sei eine gestaffelte Parkgebühr zu erheben zum Beispiel bis drei Stunden drei Euro und ein ganzer Tag fünf Euro. Die Inhaber von Kurkarten beziehungsweise der Chiemgau Karte sollen keine Ermäßigung erhalten. Gerade diese Zielgruppe soll mit dem kostenlosen Ortsverkehr die Ausgangspunkte besuchen. Ob eine Jahreskarte, wie zum Beispiel in der Ramsau, eingeführt wird, sei ebenfalls noch zu prüfen.

Der Gemeinderat zeigte sich mit der Erstellung eines Parkplatzbewirtschaftungskonzepts vorerst für die Parkplätze Adlgaß und Schmelz einverstanden. Petra Maier (CSU) sieht Konflikte mit Forsthaus Adlgaß auftreten. »Wie soll das vonstattengehen, wenn Wanderer dann die Gasthausparkplätze besetzen?« Egger informierte, dass er bereits mit den Besitzern gesprochen habe und eine positive Rückmeldung erhalten hatte. Sepp Rieder (SPD) schlug vor, sich mit Ruhpolding abzustimmen, um Konkurrenzsituationen zu verhindern. Hans Egger sagte dazu, dass er sich bereits mit Ruhpoldings Bürgermeister ausgetauscht habe und er darauf hingewiesen habe, dass das Bezahlsystem kompatibel sein soll. Daraufhin warf Robert Hochreiter (CSU) ein, dass man zunächst das Ganze unter anderem mit Eisstadion und Badepark in Inzell abgleichen müsse und nicht zuerst ins Nachbardorf schauen sollte.

Der Bürgermeister informierte außerdem, dass es wegen der Sanierung im Eisstadion bereits mehrere Anfragen wegen der hohen Kosten gegeben habe. »Die Betonfläche ist Baujahr 1964 und wurde 1986 das letzte Mal saniert, deshalb ist nun eine Sanierung dringend notwendig. Es geht rein um die Eisbahn, die in die Jahre gekommen ist.« Sommereis wird es von 17. Juli bis 8. August geben und ist abgestimmt mit der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack Gemeinschaft. Wintereis gebe es ab 17. September, eventuell bei vielen Anfragen schon eine Woche früher, so Egger.

Zum Thema 5G in Inzell sei eine Infoveranstaltung mit Referenten vom Landesamt für Umweltschutz sinnvoll. Die Zeit dränge aber noch nicht allzu sehr. Zunächst seien Gemeinden an der Autobahn oder Bahntrassen an der Reihe, so Egger. Für Inzell sei in den nächsten Jahren noch nichts geplant. Eine gute Aufklärungsarbeit sei aber auf jeden Fall notwendig. Breitbandausbau mit Anbindung bis ans Haus sei wichtig. Hierzu habe man sich im Vorfeld in der Gemeinde Gedanken gemacht und man sei auf einem guten Weg, so Egger. Die Jahreskarte der Inzeller Sauna werde grundsätzlich verlängert, informierte Egger. Aber auch eine Rückzahlung des Betrags sei möglich, angepasst an die noch offene Restzeit, solange die Karte noch läuft, informierte der Bürgermeister.

hw