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Inzells Bürgermeister gratulierte der neuen Gemeinderätin Anna Maria Walch, die für Christian Strobl ins Gremium nachrückte und kurz zuvor vereidigt wurde.

Anna Maria Walch ist neue Gemeinderätin

Inzell – Nachdem Gemeinderat Christian Strobl das Gremium aus persönlichen Gründen verlassen hat (wir berichteten), wurde nun ein Platz im Inzeller Gemeinderat frei. Nachrückerin auf der Liste der CSU ist Anna Maria Walch. Sie wurde in der jüngsten Sitzung vereidigt.


Anna Maria Walch freut sich auf die neue Aufgabe. »Es ist schon was Besonderes, wenn man vereidigt wird, denn so was ist nicht alltäglich. Es ist ein gutes Team mit einem guten Betriebsklima und ich freue mich, Aufgaben zu übernehmen. Ich glaube schon, dass man in Inzell einiges bewirken kann«.

Nächster Punkt in der Sitzung war der Antrag der Jungen Liste zu Förderprogrammen und Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE). Nachdem das große Thema Hallenbad nun endgültig auf den Weg gebracht wurde, sind wieder Kapazitäten seitens des Gemeinderats für neue Projekte frei geworden. Aus Sicht der Jungen Liste sei es sinnvoll, dass eine Arbeitsgruppe zur touristischen und infrastrukturellen Dorfentwicklung gegründet wird. »Diese soll Handlungsfelder erarbeiten und sie frühzeitig zur Abstimmung im Gemeinderat vorstellen. Im weiteren Verlauf kann die Gruppe in Zusammenarbeit mit der Verwaltung in die Umsetzung gehen und dazu mögliche Förderprogramme herausarbeiten«, erklärten Christoph Treiner und Maxi Bacher unisono.

Gerade in der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass Inzell hauptsächlich von der touristischen Anziehungskraft lebt. Neben der Natur sind es in erster Linie die Menschen im Dorf, die dafür sorgen, dass die Gäste gern und häufig wieder nach Inzell kommen: mit neuen Ideen, Herzlichkeit und Authentizität. Nachhaltig starke Zahlen im Tourismus können nur durch fortlaufende Investitionen in Infrastruktur und zeitgemäße Attraktionen von privater und auch kommunaler Seite gewährleistet werden.

Die RÖFE-Förderrichtlinien beinhalten eine Vielzahl an Optionen für Zuwendungen, von denen insbesondere Inzell als Tourismusort enorm profitieren kann. Die Junge Liste sieht es deshalb als notwendig an, dass man sich noch intensiver mit Fördermöglichkeiten für die Gemeinde beschäftigt. Der Vorschlag lautete, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die mit der Verwaltung die potenziellen Handlungsfelder untersucht, bewertet und konkrete Vorschläge für den Gemeinderat ausarbeitet. Aus jeder Fraktion soll ein Gemeinderat vertreten sein und darüber hinaus sollen bei Bedarf sachkundige Personen mit einbezogen werden können.

Annette Schneider (CSU) begrüßte den Antrag im Sinne der touristischen Dorfentwicklung. »Das macht durchaus Sinn und die Mehrheit der Fraktion unterstützt das.« Sepp Rieder (SPD) zeigte sich nicht ganz so überzeugt. »Es gibt auch andere Themen, die vorangetrieben werden müssen. Arbeitsgruppen sollen deshalb gut überlegt werden.« Bürgermeister Hans Egger schlug das Thema Energie vor. Das Ganze sollte auch gut überlegt sein. Wichtig ist in seinen Augen eine 50-prozentige, touristische Nutzung. Einstimmig wurde der Antrag »Inzell auf dem Weg zu einer ökologischen Weiterentwicklung« abgesegnet.

Abschließend lobte Bürgermeister Egger alle Rettungskräfte, die beim Busunglück tätig waren (wir berichteten), sowie die ausgezeichneten Erfolge der Inzeller Eissportler bei der Deutschen Jugend- und Junioren-Meisterschaft. »Die sehr gute Nachwuchsarbeit beim DEC Inzell trägt Früchte und hierfür ein großes Lob an die Arbeit der Trainer.«

Sepp Tratz (CSU) regte an, wieder zeitnah eine Bürgerfragestunde nach der Gemeinderatsitzung anzubieten.

hw