Wettbewerb »Jugend musiziert« Drei Musiker qualifiziert

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Franziska Beisse aus Grabenstätt hat sich für den Bundesentscheid von »Jugend musiziert« qualifiziert. Ebenso mit dabei sind Andreas Lex aus Grabenstätt und Martin Reiser aus Rimsting.

Grassau – Drei junge Musiker aus der Musikschule Grassau und ihren sieben Zweigstellen qualifizierten sich bei der 58. Auflage des Wettbewerbs »Jugend musiziert« auf bayerischer Ebene für den abschließenden Bundeswettbewerb. Zahlreiche Preise gingen an die zwölf Jugendlichen, die die Musikschule dieses Jahr gemeldet hatte.


Der Wettbewerb auf bayerischer Ebene war in den Altersgruppen III und höher – das sind die Geburtsjahre 2007 und älter – ein ausschließlich digitaler Videowettbewerb. Er lief in diesem Jahr online. Die drei jungen Musiker, die sich für den Bundeswettbewerb qualifizierten, sind Andreas Lex und Franziska Beisse, Zither, sowie Martin Reiser, Waldhorn.

Franziska Beisse ist zwölf Jahre, sie kommt aus Grabenstätt. Seit vier Jahren lernt sie bei Musikschullehrerin Sabine Huber Zither. Das Mädchen hatte das erste Instrument vom Ururgroßvater vererbt bekommen und war von Beginn an mit Feuereifer bei der Sache. »Das Instrument ist zwischenzeitlich neuer, moderner«, lacht Sabine Huber, »der Eifer ist geblieben.« Inzwischen schaut Franziska auf verschiedene Auftritte zurück. Sie begleitet einen Dreigesang und spielte in der »Heiligen Nacht« von Ludwig Thoma in München. Mit dem Zitherorchester trat Franziska Beisse im Museum von Markus Wasmeier in Schliersee auf.

Auch der 13-jährige Andreas Lex kommt aus Grabenstätt. 2014 landete er mit der Zither bei Sabine Huber, seit 2020 nimmt er zudem Klavierunterricht. Er ist Mitglied im Bayerischen Zitherorchester und spielt gemeinsam mit seinem Vater in einem Duo. Bereits 2018 gewann er den ersten Preis im Regionalwettbewerb von »Jugend musiziert«. Seit 2016 tritt er immer wieder auch bei größeren Veranstaltungen auf. Er beteiligt sich an den Vorspielabenden und Veranstaltungen der Musikschule und gestaltet die heimischen Gottesdienste mit.

Die musikalische Karriere von Martin Reiser aus Rimsting begann mit der Violine. Von 2008 bis 2019 lernte er dieses Instrument im Privatunterricht. Er spielt auch Klavier, Gitarre, Steirische Ziehharmonika. 2010 begann er den Hornunterricht an der Musikschule Grassau bei Johann Schmuck. Mit dem Hornquartett der Musikschule brachte ihm dies bereits im Vorjahr einen ersten Preis mit Weiterleitung im Wettbewerb »Jugend musiziert« ein. Reiser trägt das goldene Bläserabzeichen Horn. Er ist Mitglied in verschiedenen Ensembles und Orchestern und tut sich dort in Soloeinsätzen hervor.

Beisse, Lex und Reiser nehmen nun am abschließenden Bundeswettbewerb teil, der als Videowettbewerb vom 20. bis 27. Mai in Bremen und Bremerhaven stattfindet. Musikschulleiter Wolfgang Diem freut sich über die Weiterleitung dieser drei Musikschüler ebenso wie über die weiteren guten Ergebnisse der jugendlichen Teilnehmer. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe die hohe Beteiligung einen besonderen Stellenwert. »Es gab sogar fünf weitere Wettbewerbsteilnehmer vor allem unter den jüngeren, die aufgrund der Regeln gar nicht proben konnten oder zurückgetreten sind. Dafür habe ich auch großes Verständnis.« Generell habe sich die Probenarbeit in Vorbereitung des Wettbewerbes als sehr schwierig herausgestellt. »Deshalb sind die guten Ergebnisse besonders hoch zu werten.«

Die Erfolge schreibt er dem Engagement der Schüler und Musikschullehrer zu. Eine besonderer Herausforderung des Wettbewerbs in diesem Jahr sei es gewesen, so Diem weiter, die ungeschnittenen Filme der Schülerauftritte zu erstellen, die zum Wettbewerb eingereicht werden mussten. Auch die Probenarbeit sei besonders anspruchsvoll gewesen. Sponsoren hätten geholfen, die Wettbewerbskosten wie die Klavierbegleitungen zu tragen.

Wolfgang Diem kündigt an: »Am 18. Juli planen wir für alle Teilnehmer ein größeres Konzert im Festsaal Reit im Winkl.«

lukk