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Vom Baugebiet in Rottau bis zum Dorfladen Mietenkam – FW mit eigenem Kandidaten

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Grassau: Freie Wählerschaft (FW) mit eigenem Bürgermeisterkandidaten
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Die Entwässerungsgräben rund um den Parkplatz der neuen Sporthalle stellen nach Meinung einiger Grassauer eine Gefahr dar. Bei Starkregen sind diese mit Wasser gefüllt. Eine deutlich sichtbare Abgrenzung fehlt.

Grassau – Seit fünf Jahren informieren die Gemeinderäte der Freien Wählerschaft (FW) zweimal jährlich über die neuesten Entwicklungen in der Gemeinde und motivieren zur offenen Diskussion. Dies soll, so hoben Sepp Grießenböck und Hans Genghammer in der jüngsten Veranstaltung hervor, auch nach der Kommunalwahl so weitergeführt werden. Sie kündigten an, dass die FW einen Bürgermeisterkandidaten nominieren werde. Die Aufstellungsversammlung ist für 2. Dezember vorgesehen.


Zum Baugebiet an der Adersbergerstraße in Rottau sagte Grießenböck, dass dieses über die Bundesstraße ausgedehnt wurde und einen Mix aus Gewerbe- und Wohnbebauung vorweise. Genghammer fügte hinzu, dass diese Planung auch dem Projekt Rottau »Unser Dorf hat Zukunft« nicht entgegenstehe.

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Zur neuen Turnhalle berichtete Genghammer, dass diese finanziell fast eine Punktlandung gewesen sei. Es habe auch ein paar kritische Stimmen gegeben. Bemängelt wurde vor allem die Entwässerung mit den tiefen Gräben, die eine Gefahr darstellen können. Laut Genghammer sei dies eine Vorgabe des Landratsamts gewesen.

Zur Schulsanierung und Erweiterung teilte er mit, dass die alte Turnhalle nicht saniert, sondern ein neues Schulgebäude gebaut werde. Eine Planung für den Neubau liege noch nicht vor, wohl aber die Zusage der Regierung, dass der Neubau ebenso wie die Sanierung gefördert werde. Auf die Frage, ob das Schulhaus nach dem Rohrbruch nun wieder trocken sei, erklärte Genghammer, das Gebäude sei zwar trocken, könne aber dennoch wegen der Schäden nicht genutzt werden.

Diskutiert wurde über den Gewerbepark. Laut Hans Genghammer sei man als Gemeinde »nicht machtlos«. Wenn hier etwas passieren soll, dann sei es sinnvoller miteinander, als gegeneinander, betonte er. Ziel sei, ein großzügiges Gewerbegebiet zu erhalten. Dr. Manfred Huber erkundigte sich nach der Kooperationsbereitschaft der Investoren. Hierzu konnten die Gemeinderäte keine Auskunft geben. Warum die Gemeinde das Areal nichts selbst gekauft habe, interessierte einen Bürger. Damals, so Genghammer, war die finanzielle Entwicklung der Gemeinde nicht absehbar und das Risiko groß. Jetzt würde man vieles anders machen.

Was die Gemeinde künftig beschäftigen werde, sei der Ausbau des mobilen Internets auf 5G mit einem dichten Netz an Sendemasten. Hierzu werde eine Informationsveranstaltung mit Pro- und Kontravertretern geplant, so Genghammer.

Ein weiteres Problem sei, dass zunehmend Bauträger gegen die Entscheidung der Gemeinde klagen. So werde die Wohnungsbegrenzung, fixiert in der Fremdenverkehrssatzung nicht akzeptiert. Die Gemeinde werde das nicht hinnehmen, so Genghammer.

Sepp Hörterer fragte nach den Hochwasserschutz-maßnahmen Tennbodenbach. Lange habe man davon nichts mehr gehört, bedauerte Genghammer. Er werde nachfragen. Dr. Manfred Huber erkundigte sich nach dem ehemaligen Ruwel-Parkplatz. Laut Grießenböck wurde dieser Platz von den Nachfolgern des Katek-Werks gekauft und hier ein Parkplatz für die Angestellten realisiert. Damit müsse nun auch das geplante Parkhaus nicht gebaut werden. Wolfgang Hinterbichler gefiel der Platz für den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Rottau nicht. Das Grundstück sei zu klein. Laut Grießenböck gehöre der Grund der Gemeinde und die Rottauer Wehr war bei der Planung mit einbezogen.

Ein Thema war der Mietenkamer Dorfladen. Laut Genghammer liegen bereits fünf Bewerbungen vor. Wer den Laden gewinnorientiert betreiben möchte, müsse eine Nische besetzen. Mit dem Verkauf von Lebensmitteln könne der Lebensunterhalt nicht gesichert werden. Tom Reiter meinte, während der Laden leer stehe, sollte die Gemeinde in Verhandlungen mit der Hausbesitzerin treten und müsste die Rahmenbedingungen ändern. Sepp Hörterer interessierte zudem, was mit dem ehemaligen Sichlerhaus im Golfplatzbereich, gekauft von der Golfakademie, geschehe. Laut Grießenböck liege eine Planung mit teilweiser Unterkellerung vor. tb