Tag der offenen Tür bei der Bergwacht Grassau

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Quad und Einsatzfahrzeug: Beim Tag der offenen Tür der Bergwacht Grassau beäugten die Besucher auch interessiert die Fahrzeuge der Bergwacht.

Grassau – Während in der Ausstellung zum 90. Jubiläum der Bergwacht Grassau in erster Linie die Vergangenheit beleuchtet wurde, stand beim Tag der offenen Tür die Bergwacht heute im Mittelpunkt. Präsentiert wurde Einsatzfahrzeuge und Geräte, Kletterturm und Schulungsraum. Zudem gab es viele Informationen über Einsatzgebiet, Einsatzmöglichkeiten und Ausbildung.


26 Aktive und neun Bergwachtanwärter zählt die Grassauer Bergwacht derzeit. Dazu kommt der Nachwuchs mit neun Anwärtern in Ausbildung. Wie Bereitschaftsleiter Martin Plenk informierte, trifft sich die Mannschaft zu Fortbildungen und Einsatzbesprechungen im Bergwachtsgebäude an der Staffenstraße. Die Grassauer Bergwacht besitzt drei Fahrzeuge: Das Einsatzfahrzeug sei das wichtigste, sagt Plenk. Gewissermaßen ein Rettungswagen fürs Gelände. Mit diesem können Personen geborgen, abtransportiert und versorgt werden. Zudem sei das Fahrzeug wassergängig und könne Tiefen bis zu einem Meter überwinden. Ein weiteres wichtiges Fahrzeug sei das Quad, das auch im unwegsamen Gelände zum Einsatz kommt. Der Mannschaftswagen schließlich transportiert die Bergretter aber auch wichtiges Gerät.

25 bis 30 Einsätze hat die Bergwacht in Grassau pro Jahr zu bewältigen. »Gott sei Dank sind es oftmals keine schweren Einsätze«, sagt Plenk. Meist müssten Personen nach kleineren Unfällen, Stürzen oder Schwächeanfällen gerettet werden. Eine Ausbildung dauere zwischen zwei und fünf Jahre und es seien mehrere Module zu durchlaufen, informierte der Bereitschaftsleiter weiter. Ein wichtiger Baustein sei neben der medizinischen Ausbildung auch der Naturschutz, so Plenk. Besonders stolz ist die Grassauer Bergwacht auf die erst 2018 gegründete Jugendgruppe mit derzeit 35 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Sepp Rier kümmert sich um den jüngsten Nachwuchs und bereitet diesen auf die Arbeit der Bergwacht spielerisch vor. »Uns geht es auch darum, den Jugendlichen das Ehrenamt näher zu bringen. Vielleicht engagieren sich die Jugendlichen, die sich später nicht für die Bergwacht entscheiden, in anderen Vereinen«, sagte er.

Auffällig ist die kameradschaftliche Verbindung der Bergwachten in der Region. Plenk hob die gute Zusammenarbeit mit den fünf umliegenden Bergwachten hervor. Dadurch sei auch eine stete Einsatzbereitschaft gewährleistet. So kamen am Tag der offenen Tür auch Vertreter der Nachbarwachten vorbei.

Die Bergwacht Bayern Region Chiemgau zeigte ihre neueste Drohne zur Bergrettung. Bei Großschadensmeldungen und beim Einsatz mehrerer Bergwachten übernehmen die hauptamtlichen Bergretter der Bergwacht Chiemgau die Koordinierung.

Für die Kinder bot die Grassauer Bergwacht an dem Tag eine Abseilaktion vom BRK-Gebäude zum Bergwachtsgebäude. Um das leibliche Wohl der Gäste kümmerte sich die Bergwacht mit Kaffee und Kuchen.

Tb