Sanierung der Schule in Grassau geht voran

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Baustellenambiente empfängt die Schüler derzeit. Der Wasserschaden vor zwei Jahren bewirkte, dass viele Klassenzimmer im diesem Gebäude nicht benutzt werden können.

Grassau – »Die Schule ist derzeit das wichtigste Projekt und soll die beste Ausstattung haben.« Das betonte Bürgermeister Stefan Kattari in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Die Arbeiten an dem Projekt seien nach außen zwar nicht sichtbar, ruhen aber nicht. Derzeit werden der Zeitplan erarbeitet und die Neuausschreibung der Gewerke vorbereitet.


Zum Schuljahresbeginn wollte Bürgermeister Kattari über den Sachstand informieren. Laut seiner Auskunft gebe es drei große Maßnahmen. Zum einen die Turnhalle, die nicht benutzt werden kann. Risse in den Leimbindern der Dachkonstruktion führten zur sofortigen Sperrung der erst im Herbst 2019 eröffneten neuen 2,5-fach-Turnhalle. Voraussichtlich wird am Montag das Gutachten des Sachverständigen vorliegen. »Wir wissen dann, wie es mit unserer neuen Turnhalle weitergeht«, erklärte der Rathauschef.

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Die zweite große Maßnahme sei die Generalsanierung der Gebäude. Kattari betonte, dass es hier um eine große Sanierung gehe, wobei nicht nur die Elektrik und Böden neu gemacht werden, sondern auch an neue Fenster, Schattierung, Belüftung und thermischer Isolierung gedacht sei. Im Zuge dieser Sanierung sollen die Räumlichkeiten an die Bedürfnisse der Schule angepasst werden.

Die dritte Maßnahme ist der Bau eines neuen Schultrakts anstelle der Turnhalle aus den 80er-Jahren. Ursprünglich geplant war, so erinnerte Kattari, zunächst den neuen Schultrakt zu realisieren und dann mit der Generalsanierung fortzufahren. »Davon sind wir weit entfernt. Zwei Sachen, die wir nicht beeinflussen können, haben uns einen Strich durch die Rechnung gemacht«, bedauerte er und nannte zum einen den Wasserschaden 2018 und schließlich, dass die Turnhalle nicht nutzbar ist.

»Das ist sehr bedauernswert. Da die Aula durch den Wasserschaden auch nicht genutzt werden kann, hat die Schule außer der alten Turnhalle keinen größeren Raum zur Verfügung«, so Kattari. Somit müsse der ursprüngliche Plan verworfen und nun mit der Sanierung gestartet werden. Vergaberechtlich sei man gezwungen die Generalsanierung neu auszuschreiben. Förder- wie vergaberechtlich habe sich seit der letzten Ausschreibung zudem einiges getan, was eine Neuausschreibung notwendig mache, erklärte er. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass jetzt mit höheren Fördersätze gerechnet werden kann.

Zum weiteren Verfahren sagte Kattari, dass die Planungsfirma den Raumbestand aufnimmt und den Umfang der einzelnen Gewerke ermittelt. Diese können dann ausgeschrieben werden. »Das läuft alles im Hintergrund, aber wir sind mit Hochdruck dran«, betonte er.

Der Sanierungsplan müsse explizit mit der Schulleitung abgeglichen werden. Um den Schulbetrieb so gering wie möglich zu belasten, müssen Abschnitte gebildet werden, die in enger Abstimmung mit der Schule dann umgesetzt werden. Zum Start der Schulsanierung werden weitere zwei Schulcontainer aufgestellt. Diese seien bereits bestellt und die Baugenehmigung liegt vor. Schließlich, so informierte der Rathauschef, kosten diese Container mehrere 10 000 Euro Miete im Monat und sollen erst dann aufgestellt werden, wenn sie benötigt werden. Er rechnet damit, dass im Frühjahr nächsten Jahres die Sanierung starten wird.

Möglichkeiten für eine schönere Schule

Er wisse, dass die Schule derzeit nicht gerade einladend aussehe, so der Bürgermeister. Mit kostengünstigen, kleinen Arbeiten könne aber ein schöneres, angenehmes Umfeld geschaffen werden. Ein Ortstermin mit der Schulleitung wurde bereits festgelegt. Schließlich gebe es Bereiche, die mit geringem Aufwand ansprechender gestaltet werden können. Dies muss sich jedoch finanziell im Rahmen halten und sei lediglich eine Übergangsverschönerung. tb