Probezeit der mobilen Anlage ist vorbei: Festinstallierte Fußgängerampel kommt

Probezeit der mobilen Anlage ist vorbei: Festinstallierte Fußgängerampel kommt
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Bis vor wenigen Tagen war die mobile Ampelanlage noch in Betrieb. Nun wurde diese abgebaut. Anstelle der mobilen wird nun eine festinstallierte Ampel folgen. (Foto: T. Eder)

Grassau – Einige Wochen war die mobile Ampelanlage auf Höhe des Sporthotels in Betrieb. Nun entschied der Grassauer Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, eine Bedarfsampel fest installieren zu lassen.


Wie Bürgermeister Stefan Kattari informierte, wurde die mobile Bedarfsampel aufgrund einer Bürgerinitiative von Müttern aus dem Bereich Brandstätt und Grafing aufgestellt. Die mobile Anlage sollte im Vorfeld klären, ob an dieser Stelle eine Ampel von der Bevölkerung angenommen werde. Die Ampelanlage war nun 42 Tage in Betrieb. Täglich wurde der Ampelknopf 23 Mal gedrückt. Leider, so Kattari, stehen keine Vergleichsdaten zur Verfügung. Interessant wäre es gewesen, ob die mobile Ampelanlage, die vor geraumer Zeit und vor der Festinstallation in Mietenkam stand, häufiger zur Querung der Straße genutzt wurde, als die jüngst aufgestellte, mobile Anlage. Diese Zahlen sind nun aber nicht mehr zu ermitteln. Die Messungen der mobilen Anlage bei Grafing lassen jedoch erkennen, dass die Anlage angenommen wurde. Kattari betonte, dass der Aufstellungsort nicht optimal gewesen sei und eine festmontierte Anlage weiter in Richtung Bushaltestelle stehen würde.

Nach den derzeitigen Kostenschätzungen würde die Ampelanlage 20.000 Euro kosten. Für Tiefbaumaßnahmen und Grunderwerb würden weitere 22.000 Euro benötigt. »Ich bin der Auffassung, wir können uns das leisten«, betonte der Rathauschef und erklärte, dass er persönlich ebenfalls den Bürgerantrag zur Errichtung einer Querungshilfe unterstützt habe. Klaus Noichl (CSU) fügte an, dass die Anlage so gebaut werden müsse, dass diese den Winterdienst nicht beeinträchtige.

Laut Bürgermeister Kattari würde diese nicht im Bereich des Gehwegs, sondern im Grünstreifen vor der Mauer zum Hotel platziert. Gegenüber sei ebenfalls ausreichend Platz, so dass der Masten für die Ampelanlage nicht auf dem öffentlichen Gehweg zu stehen kommt. Ob auch an Alternativen nachgedacht wurde, interessierte Hans Genghammer (FW). Es gebe Erfahrungswerte und von einem Zebrastreifen werde abgeraten, da dieser zu gefährlich sei, erklärte Kattari. Eine Verkehrsinsel würde zu einer Fahrbahnverengung führen. Insofern sei eine Ampelanlage ratsam. Laut einstimmigem Beschluss werden die Kosten für die neue Ampelanlage in Höhe von 43.000 Euro wie auch die jährlichen Betriebskosten von 800 Euro im Haushalt eingestellt.

tb