Premiere für den »Grassauer Haberspitz«

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Ein »Ausgezeichnet« gab es im volksmusikalischen Wettbewerb des »Grassauer Haberspitz« für die junge Katharina Irger und ihre Diatonische Harmonika. Urkunde und Anstecknadel überreichte Musiklehrerin Sabine Huber. (Foto: Flug)

Grassau – Doppelte Freude löste der Volksmusikwettbewerb »Grassauer Haberspitz« aus – wegen der starken Beteiligung, der wunderbaren Musik, und weil die Idee des Volksmusikwettbewerbs fruchtete und vieles für eine dauerhafte Etablierung des Wettstreits in der Zukunft spricht.


Obwohl der Wettbewerb in diesem ersten Jahr nur musikschulintern ausgeschrieben war, nahmen 55 Musikanten teil. Für sie war es nach den langen Pandemie-Monaten »ein Start von null auf 100«, wie Musikschulleiter Otto Dufter bei der Bekanntgabe der Ergebnisse beschrieb. »Umso höher ist es einzuschätzen«, so Dufter, »dass ihr alle total gut vorbereitet wart. Wir haben einen ganzen Tag wunderschöne Musik gehört«, so die der sechsköpfige Jury.

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Trotz der durchweg guten Beiträge hatte Dufter Trost für diejenigen, bei denen etwas nicht so gut klappte: »Hadert nicht um den einen Punkt mehr oder weniger. Wir in der Jury sind auch nur Menschen, jeder mit einer eigenen Meinung und einer eigenen Sicht. Wir mussten einfach eine Entscheidung finden. Und beim nächsten Mal kann die wieder anders aussehen.«

Drei selbst gewählte Stücke alpenländischer Volksmusik spielte jede Gruppe, jeder Einzelteilnehmer. Die Jury wertete in drei Altersgruppen von Musikanten bis zehn Jahre, bis 14 Jahre und bis 21 Jahre. Ältere Teilnehmer waren nur als Gruppenmitglied einer ansonsten jungen Gruppe oder als Familienmitglied zugelassen.

In der Altersklasse I schlossen Killian Mader, Diatonische Harmonika, und Katharina Huber, Harfe, mit »Ausgezeichnet« ab. In der Altersklasse II erreichten das Andreas Lex mit der Zither und Lukas Auer mit der Diatonischen. »Ausgezeichnet« hieß es in der Altersklasse III für Matthias Schwarz, Maxi Rath und Jakob Baumgartner, alle mit der Ziach. Bei den Gruppen heimsten die Blechdächse aus der jüngsten Altersklasse bereits ein »ausgezeichnet« ein. In der Altersklasse II waren das Maxi Blech und die Lamstoana Harfendirndln. Fünf von sechs Gruppen der Altersklasse III schlossen ausgezeichnet ab: die Grassauer Klarinettenmusi, die Stoaröserl Musi, Fingerg’spui, die ReDur Musi und die Familienmusik Pfaffinger.

Neben einer Anstecknadel und Urkunden gibt es ein Gesamtpreisgeld von 2000 Euro, auf die genannten aufgeteilt, ausgelobt von der Gemeinde Grassau. Bürgermeister Stefan Kattari fand gegenüber den Wettbewerbsteilnehmern, dass die Volksmusik mehr in den Vordergrund gehöre. Deshalb freue er sich »ungeheuer«, dass so viele Musikanten mitmachten.

Ein Preisträgerkonzert aller, die mit »Ausgezeichnet« abschlossen, gibt es am Freitag um 19.30 Uhr im Hefterstadl an der Theodor-von-Hötzendorff-Straße. Musikschule und Gemeinde fassen ins Auge, den Wettbewerb in einem Rhythmus von zwei Jahren zu etablieren.

lukk