Planung für Kindergarten am Gänsbachweg vorgestellt

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Im Modell wurde der geplante Kindergarten vorgestellt. Zu sehen ist die Dachterrasse wie auch das Lichtband mit versetztem Dach. (Foto: T. Eder)

Grassau – Konkrete Vorstellungen, wie die neue Kindertagesstätte am Gänsbachweg aussehen soll, präsentierten in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung die Architekten Katharina Schmuck und Rebecca Schorr.


Nach der Schätzung wird der neue Kindergarten in Holzbauweise 3,25 Millionen Euro kosten. Eine Förderung von 1,1 Millionen Euro wird garantiert, sofern das Gebäude bis Juni 2022 gebaut ist, informierte Bürgermeister Stefan Kattari. Folglich werde mit Hochdruck gearbeitet, um dieses Ziel zu erreichen. Zudem werde geprüft, ob eine KfW- Förderung möglich ist.

Er erinnerte auch daran, dass in der Machbarkeitsstudie ein Pultdach vorgeschlagen, vom Rat aber abgelehnt wurde. Jetzt sei das Gebäude mit einem Satteldach geplant. Beim Entwurf wurde auch dem Wunsch des Trägers, der Diakonie Rosenheim, entsprochen, die Küche größer zu gestalten.

Mit der neuen Dachform sei das Bauvolumen etwas gestiegen. Auch sollen Bereiche, die für den zweiten Bauabschnitt nötig werden, eingeplant werden. Bürgermeister Kattari informierte auch darüber, dass die Preisentwicklung der Baustoffe derzeit schwierig einzuschätzen sei und ständig steige.

Man werde auf Leimholz verzichten und stattdessen auf Rechtholz (Anrecht der Gemeinde auf Holz im Forst) der Gemeinde zurückgreifen. So sei man, so Kattari, vor Verfügbarkeitsengpässen und Preissteigerungen gefeit. Rebecca Schorr informierte, dass im ersten Bauabschnitt die Kinderkrippe im Erdgeschoß und eine Kindergartengruppe im Obergeschoß installiert werden soll. Auch das Foyer, das für den zweiten Abschnitt und den Anbau des zweiten Gebäudetrakts notwendig ist, soll im ersten Abschnitt realisiert werden. Geplant ist zudem der Einbau einer barrierefreien Toilette wie auch eines Aufzugs.

An den Gruppenraum im Erdgeschoß wird eine Toilette angeschlossen. Ein Leiterinnenzimmer liegt zentral im Eingangsbereich. Der Küchentrakt werde nun deutlich größer geplant, um teilfertige Gerichte zubereiten zu können. Dies war ein Wunsch der Diakonie. Im Erdgeschoß ist zudem noch ein quadratischer Mehrzweckraum mit zwei Zugängen vorgesehen. Technikräume runden das Raumangebot im Erdgeschoß ab. Die Gänge werden als Spielflure gestaltet. Im Obergeschoß wird ein Gruppenraum mit Toilette geschaffen. Durch die neue Dachform bietet sich der Einbau einer Galerie an. Die Küche wird etwas kleiner ausfallen und mit einem Speisenaufzug versehen. Auch ein Mehrzweckraum und eine Dachterrasse sind vorgesehen. Der Zugang zum Balkon ist auch durch eine Außentreppe möglich, die zugleich der zweite Rettungsweg ist. Das Dach ist versetzt geplant, sodass der Einbau eines Belichtungsbands möglich wird.

Die Planung und vor allem die Dachlösung gefiel Sepp Grießenböck (FW). Ihn interessierte, ob die Außentreppe eine reine Fluchttreppe sei. Walter Feigl, Sachgebietsleiter der Gemeinde, informierte, dass es auch im Kindergarten Sankt Irmingard eine derartige Fluchttreppe gibt, die aber auch als Ausgang in den Garten genützt werden kann.

Thomas Göls fragte nach der Zertifizierung des Holzes. Feigl berichtete, dass diese in einer Säge vorgenommen werde. Zudem wurde nach der Beschattung gefragt, die notfalls nachgerüstet wird. Einhellig entschied sich das Grassauer Gremium für den vorliegenden Eingabeplan. Dieser wird nun als Bauantrag dem Landratsamt vorgelegt.

tb