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Im Kurpark von Grassau markierten (von links) Bürgermeister Stefan Kattari mit zwei Bauhofmitarbeitern sowie die Vorsitzenden der Gartenbauvereine Rita Schreiner aus Grassau und Hans Kern aus Rottau den ersten Obstbaum mit dem gelben Band. (Foto: Eder)

Obst mitnehmen erlaubt: Bäume werden gekennzeichnet

Grassau – Die Gartenbauvereine und der Markt Grassau haben beschlossen, Obstbäume, die nicht abgeerntet werden und deren Besitzer ihr ausdrückliches Einverständnis erteilt haben, den Bürgern zum Pflücken freizugeben. Diese Obstbäume werden mit einem gelben Band versehen. Wie Bürgermeister Stefan Kattari mitteilte, schlage der Landesverband der Gartenbauvereine diese Lösung schon lange vor. In diesem Jahr beteilige sich auch der Kreisverband an dieser Aktion.


Die Obstbäume auf gemeindlichen Grund werden nun vom Bauhof mit dem gelben Band markiert. Auch die Gartenbauvereine Grassau und Rottau haben sich mit ihren Mitgliedern entschieden, Obstbäume, die abgeerntet werden dürfen, mit dem gelben Band zu versehen.

»Ich wünsche mir mehr Wertschätzung für Obstbäume und für ihre so wichtige Funktion als Nahrungsquelle mit Blüten, Pollen, Nektar und Früchten, als Nahrung für Insekten und auch viele Säugetiere«, betonte Kattari. Auch würde es ihm gefallen, wenn mehr Obstbäume im öffentlichen Raum gepflanzt werden und nicht nur an Laub und Fallobst gedacht werde. Ein Obstbaum ziere zudem den eigenen Garten, mit Blütenpracht im Frühjahr, Schatten und Obst im Sommer. So seien im Bereich des Museums »Salz und Moor« einige Obstbäume gepflanzt worden.

Wer sich für seinen Garten für einen Obstbaum entscheiden möchte, aber nicht weiß, was er pflanzen soll, kann sich an den Gartenbauverein wenden. Zu den freigegebenen Obstbäumen fügte Kattari hinzu, dass nur für den Hausgebrauch gepflückt werden und dabei auch keine Beschädigung erfolgen dürfe. Keine Äste dürften geknickt oder abgerissen werden.

tb