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Musikschulgebühren werden angehoben

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Trotz einer geringen Erhöhung der Musikschulgebühren bleibt die Grassauer Musikschule die günstigste im Landkreis Traunstein. (Foto: T. Eder)

Grassau – Trotz einer geringen Erhöhung der Musikschulgebühren bleibt die Grassauer Musikschule die günstigste im Landkreis. In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung stimmt der Rat einheitlich für die Erhöhung.


Nach Auskunft des Bürgermeisters Rudi Jantke wurde die Erhöhung der Unterrichtsgebühren bereits von allen Mitgliedsgemeinden des Musikschulverbunds akzeptiert. Nun müsse nur mehr Grassau als Träger der Musikschule zustimmen. Eine große Rolle für die Erhöhung spiele die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst von drei Prozent. Zudem, so Jantke, wurden die Gebühren zum letzten Mal vor sieben Jahren angehoben.

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Mehreinnahmen von 20 700 Euro

Musikschulleiter Wolfgang Diem informierte, dass die Erhöhung bei derzeitig rund 1000 Schülern zu Mehreinnahmen von 20 700 Euro führe. Er ist der festen Überzeugung, dass trotz der Erhöhung, das Ziel, jedem Kind den Unterricht zu ermöglichen, auch mit Ermäßigungen und dem Sozialfonds, nicht aus den Augen verloren werde.

Bürgermeister Jantke fragte nach, wieso die Gebühr für die Teilnahme an Chören und Jugendkapellen 36 Euro betrage und Spielkreise und Ensembles mit 120 Euro Jahresgebühr angegeben werde. Zu diesem Unterschied informierte Diem, dass in Spielkreisen und Ensembles aufgrund der geringeren Schülerzahl die Kosten höher seien.

Gleichwohl fragte der Rathauschef, warum das Erwachsenenmusizieren von 200 auf 750 Euro gestiegen sei. Früher, so Diem, wurden 200 Euro lediglich für das Klassenmusizieren verlangt und der Unterricht eigens berechnet. Nun seien das Gruppenspiel und Registerprobe zusammengefasst.

Nach einstimmigem Beschluss wird die musikalische Früherziehung statt 198 Euro nun 204 Euro jährlich und der Gruppenunterricht (30 Minuten) bei zwei Schülern von 300 auf 312 Euro jährlich steigen. Die Kosten des Einzelunterrichts erhöhen sich von 400 auf 428 Euro, um einige Beispiele zu nennen.

Bauarbeiten für Feuerwehrhalle vergeben

Außerdem beschäftigte sich der Rat mit dem Anbau an die Feuerwehrhalle. Die Baumeisterarbeiten (Rottenmoser, Inzell) wie auch die Erdarbeiten (Rausch, Grassau) wurden bereits an die günstigsten Bieter vergeben. Für die Zimmererarbeiten hatten sich zwölf Firmen beworben. Den Zuschlag erhielt die Firma Breimair aus Rottau. Die Spenglerarbeiten wird die Firma Wachter aus Grassau ausführen und die Putzarbeiten die Firma K&S Rimsting. Laut Bürgermeister Jantke wurden im Haushalt für die Erweiterung der Feuerwehrfahrzeughalle 265 000 Euro eingestellt. Nach den Vergaben der Gewerke könne erfreulicherweise mit 225 000 Euro gerechnet werden.

Beschlossen wurde zudem die Vergabe der Dachdeckerarbeiten am Pfadfinderheim beim ehemaligen Bergbad. Laut Jantke werden sich die Pfadfinder an der Sanierung mit 10 000 Euro beteiligen und auch der Landkreis habe einen Zuschuss von 5000 Euro zugesagt. Im Haushalt wurden hierfür 45 000 Euro eingestellt. Günstigster Bieter war die Firma Wachter aus Grassau, an die der Auftrag vergeben werde.

Europaweit ausgeschrieben wurden auch die Architekturleistungen für die Sanierung und Erweiterung der Grund- und Mittelschule Grassau. Der Zuschlag ging an die Planungsgruppe Straßer, die bisher auch in der Vorbereitung involviert war und einen sehr guten Eindruck mache, so Jantke. Die Vergaben erfolgten alle einstimmig. tb