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Stück, Bühne und Puppen – alles war selbstgemacht beim Besuch des Kasperls im Grassauer Heftersaal. (Foto: Eder)

Kasperltheater gastiert beim Ferienprogramm in Grassau

Grassau – Beim Kinderferienprogramm gastierte der Kasperl im Grassauer Heftersaal zur großen Freude der vielen kleinen Theaterfans. Mit einem lustigen Stück um einen Bergkobold, Großmutter, Kasperl und Seppl sowie einer besonders lustigen Kuh wurden die Kinder bestens unterhalten.


Es muss nicht die große Bühne sein. Es braucht auch nicht viele Licht- und Soundeffekte und es braucht schon gar nicht mehrere Spieler, um richtig gute Stimmung bei den kleinen Zuschauern zu zaubern. Dies bewies Kati Schreiner mit ihrem mobilen Kasperltheater. Ihr besonderes Geheimnis ist es, auf die Kinder einzugehen, diese in die Geschichte einzubeziehen und somit zu weiteren Akteuren des Theaterstücks zu machen. Selbst die jüngsten Zuschauer starrten gebannt auf die kleine Bühne, lauschten dem Kasperl, freuten sich, wenn dieser seine Zipfelmütze kreisen ließ, und halfen dem Kasperl durch Zurufe bei der Lösung von Problemen. Der Kasperl wurde in kurzer Zeit zum besten Freund der Kinder. Kati Schreiner schreibt die lustigen, leicht verständlichen Geschichten selbst und auch die Puppen sind handgemacht. Bühne und Kulisse stammen ebenfalls aus ihrer kreativen Hand.

Mit einem lustigen Liedchen werden die Requisiten auf der kleinen Bühne, ohne den Vorhang zu schließen getauscht und auch bei dieser kleinen Aktion blickten die Kinder weiterhin gebannt auf die Bühne. Somit gelang der Übergang von einem Schauplatz zum anderen ohne Pause. Die Requisiten wurden in das Spiel einbezogen, wie der große Schrank, in den der Kobold den Seppl einsperrte, dann aber die Schlüssel auf dem Tisch liegen ließ, was die Kinder natürlich dem Kasperl zur Rettung des Freundes verrieten.

Eine besonders lustige Figur war auch die Kuh, die letztlich gemeinsam mit dem Kasperl den Bergkobold zu Fall brachte. Es war eine Freude, das Puppentheater anzusehen, noch mehr aber begeisterte die Reaktion der Kinder, die ungeduldig auf ihren Stühlen hin und her rutschten, die aufsprangen und schrien, um den Kasperl vor dem Bösewicht zu warnen, die flüsterten, um niemanden zu verraten und sich auch mal ärgerten.

tb