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Grassauer Musikschule erhöht Unterrichtsgebühren

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Grassau: Musikschule erhöht Unterrichtsgebühren
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Im Grassauer Musikschulgebäude kann nun wieder unterrichtet werden. Größere Gruppen proben jedoch im Foyer des Heftersaals. (Foto: Eder)

Grassau – Mit einem großen Lob an die Musikschule eröffnete Bürgermeister Stefan Kattari im Gemeinderat die Beratung zur Erhöhung der Musikschulgebühren. Die Musikschule leiste seit vielen Jahren hervorragende Arbeit, sowohl in der Instrumental- wie auch der Herzensbildung.


Zunächst informierte der Rathauschef, dass die Musikschule während der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie sehr aktiv war. In nur einer Woche wurde der Musikschulunterricht auf Online-Unterricht umgestellt und 90 Prozent des Unterrichts wurden fortgeführt. Daher könne auch der Politik, in relativ kurzen Abständen, die Gebühren leicht anzuheben, gefolgt werden. Folglich stehe nun wieder eine moderate Anpassung nach zwei Jahren bevor.

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Otto Dufter, Verwaltungsleiter der Musikschule, informierte, dass bereits drei Wochen vor dem Shutdown der Online-Unterricht aufgenommen wurde. Er berichtete, dass nach den Statuten der Schule ab der dritten ausgefallenen Unterrichtsstunde die Gebühren zurückgezahlt werden müssen und dies konnte so umgangen werden.

Die Kinder waren sogar froh, unterrichtet zu werden. Es habe erstaunlich gut funktioniert, was den engagierten Musiklehrern zu verdanken sei, so Dufter.

Kurz vor den Pfingstferien wurde dann auch wieder mit dem Gruppenunterricht begonnen, so Dufter. Mit entsprechenden Hygienemaßnahmen und einem Abstand von zwei Metern sei man nun fast beim Normalbetrieb. Wie Dufter informierte, wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass bei den Blasinstrumenten kaum Aerosole freigesetzt werden. Aber auch online habe man gute Erfahrungen gemacht und der Kontakt zum Elternhaus habe sich intensiviert. Dennoch könne der Online-Unterricht den Präsenzunterricht nicht ersetzen und so seien alle froh, wieder »normal« unterrichten zu können. Bei Konferenzen werde man die Online-Variante weiterführen. Die musikalische Früherziehung konnte nicht angeboten werden.

Die verantwortlichen Lehrer seien in Kurzarbeit gegangen. Laut Dufter habe es keinen finanziellen Ausfall gegeben. Somit traue man sich auch, nachdem die Lage relativ gut überstanden sei, eine Gebührenerhöhung von zwei bis drei Prozent ab dem kommenden Schuljahr zu erheben.

Dufter informierte, dass die Musikschule zu 38 Prozent von den Eltern der Schüler, zu 39 Prozent von den Mitgliedsgemeinden und zu 12 Prozent über Zuschüsse vom Freistaat finanziert werde. Mit sieben Prozent beteiligt sich der Landkreis. Der Rest werde über Spenden und Auftrittserlöse erzielt.

Die Kosten des Instrumentalunterrichts werden um zwei Prozent erhöht. Bei Gruppen fallen sie höher aus. Dennoch sei man, so Dufter, im Landkreisvergleich sehr günstig. Bei über 500 Schülern sei mit Mehreinnahmen von 9000 bis 10.000 Euro zu rechnen. Auch die Jahresgebühr werde von 20 auf 25 Euro angehoben. Die Musikschule dürfe durch den Kauf von Kopierlizenzen auch Notenkopien erstellen. Insgesamt werde mit Mehreinnahmen von 14.000 bis 15.000 Euro gerechnet.

Franz Pletschacher (BP) erkundigte sich, ob eine monatliche Abbuchung der Gebühren möglich sei. Einigen Eltern würde die Zahlung dann leichter fallen. Das Thema, so Dufter, sei nicht neu. Man wisse jedoch erst im Oktober wie hoch die Gebühren für den jeweiligen Schüler sind, da die Unterrichtsmodelle variieren.

Insofern werde es bei den Abschlagszahlungen bleiben. Ohne Widerspruch wurde die Gebührenerhöhung gebilligt; sie betrifft auch die Zweigstellen der Musikschule. tb