Geringste Strahlenbelastung gesucht: Immissionsgutachten zur Mobilfunkstandortsuche in Rottau
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Foto: pixabay/Symbolbild

Geringste Strahlenbelastung gesucht: Immissionsgutachten zur Mobilfunkstandortsuche in Rottau

Grassau – »Wir nehmen die Bedenken der Rottauer Bürger hinsichtlich möglicher Strahlenbelastungen durch Mobilfunkmasten sehr ernst«, betonte Bürgermeister Stefan Kattari im Gemeinderat. Der Vorschlag, ein Immissionsgutachten zur Mobilfunkstandortsuche erstellen zu lassen, wurde mehrheitlich angenommen.


Fünf mögliche Standorte für Mobilfunkstationen wurden bereits in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Auch die Dachfläche des neuen Feuerwehrgerätehauses könnte ein möglicher Standort sein. Wie der Bürgermeister informierte, haben sich mehrere Anwohner aus der Umgebung an ihn gewandt und eine Unterschriftenliste mit 40 Unterzeichnern übergeben. Die Bürger haben ihre Bedenken hinsichtlich der Strahlenbelastung kundgetan. Er habe zugesagt, diese vor den nächsten Schritten prüfen zu lassen. Er habe auch gefragt, ob die dann ermittelten Ergebnisse auch Anerkennung finden würden und die Untersuchungsergebnisse akzeptiert werden. Dies wurde ihm zugesagt. »Ich halte es für einen guten Weg, die Strahlenbelastung vorab berechnen zu lassen«, so Kattari. Als unabhängiges Büro würde der TÜV Süd eine derartige Untersuchung anbieten. Zwei bis drei Standorte würden ernsthaft in Betracht kommen. Bei der Untersuchung werde der ungünstige Fall berechnet, um sicherzustellen, dass für die Bevölkerung keine Gefahr ausgeht, so Kattari weiter. Diese Untersuchung könnte innerhalb von vier Wochen erfolgen und würde Brutto 5200 Euro kosten. »Wenn kein geeigneter Standort gefunden wird, dann ist es eben so«, sagte Kattari und betonte, dass die Gemeinde aus eigenem Antrieb handle, ohne, dass ein Mobilfunkbetreiber involviert ist. Somit sei die Gemeinde auch frei in ihrer Entscheidung.

Klaus Noichl meinte, dass die Intensität der Funkstrahlung in Grassau und Bernau, die derzeit die Rottauer mitversorgen, zurückgedreht werden könnte, wenn auch Rottau mit einem Mobilfunk-Masten ausgestattet sei. Dies könnte eine plausible Folge sein, so Kattari. Auf die Frage von Hans Genghammer, ob es einen oder mehrere Grenzwerte gebe, entgegnete Kattari, dass man sich auf die EI-Grenzwerte beziehe. »Rottau braucht ein gutes Mobilfunknetz«, sagte Tom Hagl und bezog sich dabei auf die derzeitige Unterversorgung. Bei einer Gegenstimme sprach sich das Gremium schließlich dafür aus, dass der TÜV Süd die Untersuchung vornimmt.

Neuigkeiten hatte der Bürgermeister bezüglich der neuen Turnhalle. Mit den Rissen in den Balken der Dachkonstruktion befasst sich ein Gerichtsgutachten, das erst im Oktober fertig gestellt werde. Vorab könne keine Reparatur erfolgen und die Möglichkeit, diese Reparatur in den Sommerferien durchzuführen, sei leider vom Tisch, so Kattari. Die gute Nachricht sei, das Gutachten läuft. Die schlechte Nachricht jedoch ist, dass man einen weiteren Winter auf wenig Schnee hoffen müsse. Bei stärkerer Schneelast müsse die Turnhalle dann vorübergehend gesperrt werden.

Weiter informierte Kattari, dass in Mietenkam im Juli zwei Tage lang die Radonbelastung gemessen werde. Veranlasst wird dies vom Freistaat Bayern. Bei verschiedenen Messstellen, werde untersucht, ob sich das Edelgas Radon im Boden nachweisen lasse.

Am Naherholungsgebiet Reifinger Badesee sind die Abfalleimer gut gefüllt. Allerdings war mehrfach beobachtet worden, dass im Umkreis von einem Meter der Unrat neben den Abfalleimern liegt. Die Vermutungen, dass hier vielleicht Jugendliche zugange sind, konnte nun Klaus Noich ausräumen. Er hatte beobachtet, wie Krähen sich zu schaffen machen, den Müll aus den Behältern zupfen und so den Platz um die Eimer verunreinigen. Er fragte an, ob die Gemeinde die Abfalleimer gegen Behälter, die seitlich zu befüllen sind oder einen Deckel haben, austauschen könne. Bürgermeister Kattari erklärte, dass das Problem bekannt sei und man Abfalleimer mit seitlichem Einwurf bevorzugen werde.

Tb